Abenteuer 2. Bundesliga beginnt für die PflanzDeggendorf Pflanz

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Nach dem Trainerwechsel von Aufstiegstrainer Andreas Tremmel zu Martin Eckart legte der neue Coach zunächst enormen Wert auf die physische Komponente und bat seinen 21 Mann starken Kader von Anfang Dezember bis Mitte Februar zum Trockentraining. Nach nur zwei Trainingseinheiten auf Skates ging es dann Ende Februar zum dreitägigen Trainingslager nach Wien, in dem man vier Testspiele absolvierte. Fast durchwegs hohe Siege gegen teilweise jedoch unterklassige Gegnerstanden zu Buche und hinterließen einen guten Eindruck. Auch beim Härtetest gegen den Bundesligisten Atting nur drei Tage später präsentierte man sich trotz einer 4:10-Niederlage überraschend lange auf Augenhöhe. Ein Rückschlag war dann die Begegnung beim Regionalligisten Donaustauf, die nach einer relativ leidenschaftslosen Vorstellung der Pflanz auch folgerichtig mit 7:11 verloren ging. Zum Abschluss der Testspielphase konnte man am Faschingsdienstag mit einem 11:6 Erfolg beim Oberligisten in Geltolfing noch etwas Selbstvertrauen tanken. Ergebnisse in der Vorbereitung sind aber ohnehin Schall und Rauch, der neue Trainer Martin Eckart legt den Fokus eher woanders: „Wir haben eine gravierende Änderung in unserem Spielsystem vorgenommen. Bis da alles sitzt wird es noch ein wenig dauern, aber man konnte schon gewisse Verbesserungen über die Testspielserie hinweg erkennen.“ Neuzugänge sucht man im Kader bis auf den zweiten Goalie Dominik Schindlbeck, der Stammgoalie und Punktegarant Manu Früchtl zu gegebener Zeit entlasten soll, vergeblich. „Wir sind ein Ausbildungsverein, der stolz auf die tolle Arbeit im Nachwuchsbereich ist. Es kommen mit Leo Bamann (1995), Martin Dengler (1996), Dominik Steer (1997) und Max Aigner (1997) hungrige Talente nach, mit denen es unwahrscheinlich viel Spass macht, zu arbeiten. Natürlich braucht man hier Geduld, aber die haben wir und werden mit diesen Spielern nachhaltig arbeiten und dann wird man sehen, wie weit wir am Ende dieser Saison sind. Abgesehen davon kommen die nächsten Jahre viele weitere Youngster in den Herrenbereich, sodass mir für die Zukunft nicht bange ist“, so Eckart.

Obwohl man großes Vertrauen in die eigenen Spieler und deren Fähigkeiten hat, so herrscht durchaus Respekt vor den Gegnern der 2. Bundesliga. Die Kader der Gegner sind allesamt sehr stark besetzt und es wird sich zeigen, wer in der 10er-Staffel den langen Atem hat, auch in den heissen Sommermonaten noch mit drei kompletten Reihen durch Deutschland zu reisen.

Die Auftaktgegner am Wochenende aus dem Rheinland haben es beide in sich. Langenfeld als Mitaufsteiger scheint auf dem Papier noch der einfachere Gegner zu sein, beim achtmaligen deutschen Meister in Düsseldorf wird es am Sonntag aber definitiv mehr als schwer.

Das erste Heimspiel der Saison findet erst am 26. April statt und vermutlich wird es ein letztes Jahr in die Eishalle gehen. Nach wie vor wird im Verein alles dafür getan, um baldmöglichst mit einer eigenen Skaterhockeyhalle, die ganzjährig zur Verfügung steht, die Strukturen auf die nächste Ebene zu heben und damit die Grundlage dafür zu schaffen,  auch mittelfristig in Deutschlands Top-Ligen vertreten zu sein.