40 schwache Minuten kosten die Bissendorfer Panther zwei PunkteNur ein Punkt gegen Kassel

40 schwache Minuten kosten die Bissendorfer Panther zwei Punkte40 schwache Minuten kosten die Bissendorfer Panther zwei Punkte
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Skaterhockey kann manchmal ganz einfach sein. Ein Spiel dauert in der Regel 60 Minuten und es gibt für den Sieger nach regulärer Spielzeit drei Punkte. Sollte ein Spiel nach regulärer Spielzeit nicht entschieden sein, dann gibt es für den Sieger des Penaltyschießens noch zwei Punkte, für den Verlierer noch einen Punkt. Wenn man sich also darauf beschränkt, nur ein Drittel engagiertes Hockey zu spielen, sollte man auch nicht mehr als einen Punkt gewinnen. Genauso widerfuhr es den Bissendorfer Panthern in ihrem Auswärtsspiel bei den Kassel Wizards.

Das erste Drittel war vom gegenseitigen Abtasten der Mannschaften geprägt und es zeichnete sich ein ungewohnt langsames Erstligaspiel ab. Auf Seiten der Raubkatzen passte man sich der eher abwartenden Spielweise der Gastgeber an, welche sich mit viel Routine und sicherem Passspiel im ersten Drittel eine 3:2-Führung aus Sicht der Panther erspielten. Köppl (13.) und Strasser (17.) konnten für die Panther treffen. Trainer Soccio versuchte die Bissendorfer in der Drittelpause wachzurütteln, doch ohne erkennbaren Erfolg.

Das zweite Drittel kann man getrost als eines der schwächsten Drittel der Panther in der noch jungen Saison bezeichnen. Man war stets einen Schritt zu langsam und lud die Kassler zu Überzahlspielen ein, welche diese dankend annahmen. Gerade im Spiel drei gegen vier, vergangenes Wochenende noch einer der Garanten für den Sieg über die Rockets aus Essen, war der Wurm drin. Zum Teil übermütig, zum Teil einfach zu behäbig wurden die einstudierten Muster aufgegeben und man sah den Wizards beim Kombinieren zu. Die Konsequenz waren drei Gegentore in eigener Unterzahl. Lediglich Routinier Köppl stemmte sich noch gegen die drohende Niederlage und konnte den zwischenzeitlichen Anschluss (36.) erzielen.

In der zweiten Drittelpause fand Trainer Soccio sehr klar verständliche und scheinbar sehr motivierende Worte. Die Panther agierten im letzten Drittel jedenfalls wie ausgewechselt und liefen den Kasslern ein ums andere Mal den Ball ab und erspielten sich angetrieben von ihrem unumstößlichen Willen das Spiel noch zu drehen die Tore zum 4:6 (Köppl 45.), 5:6 (Miller 48.) und 6:6 (Baude 49.). Die verbleibenden zehn Minuten fanden sich die Kassler in einer Art Belagerungszustand wieder, waren jedoch durch Konter stets gefährlich. So endete ein sehr unterhaltsames Drittel, welches endlich Erstligareife erreichte mit 6:6 und die Entscheidung musste im Penaltyschießen fallen. In diesem hatten die Wizards das glücklichere Händchen und gewannen – aufgrund der ersten beiden Drittel – verdient den Extrapunkt.

Man kann schlussendlich sicher darüber streiten, ob die Bissendorfer einen Punkt gewonnen oder zwei Punkte verloren haben, allerdings zeigt das letzte Drittel, welche Moral in der Mannschaft steckt und dass man die Panther nie abschreiben sollte.