3:9-Niederlage in Atting

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
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Eine 3:9-Niederlage mussten die Crash Eagles Kaarst in der Skaterhockey-Bundesliga beim IHC Atting.

Im Laufe der Woche wurden zwei Testspiele kurzfristig angesetzt, um die Kombinationssicherheit wieder auf den Schläger zu bekommen. Das konnten die Adler auch im Straubinger Eisstadion in den ersten knapp 20 Minuten endlich wieder vorzeigen. „Nach zwei Minuten hätten wir bei konsequenter Ausnutzung unserer Torchancen schon 2:0 in Führung gehen können“, meinte Coach Hellwig nach dem Spiel. So waren die Attinger Wölfe gewarnt und zogen sich vorsichtig zurück und überließen den Kaarster das ganze Feld. Kaarst wurde feldüberlegen und versuchte durch Kombinationsspiel zum Erfolg zu kommen. Das vereitelte aber Attings Torhüter Raphael Heitzer mit Geschick und Können, und selbst wenn er mal geschlagen war, dann versperrte noch irgendeine Schlägerkelle dem Ball den Weg ins Tor. Attings Stürmer hatten auch ihre Chancen, aber auch hier stand mit Philipp Inger ein guter Keeper im Tor und vereitelte die Führung. In der 16. Minute konnte er sie aber nicht verhindern, als sich der heutige dreimalige Torschütze Patrick Doyle durchtankte und Inger überwand. Noch brach keine Panik auf der Kaarster Bank aus, es sah ja bisher alles ganz gut aus. Der alte sinnfreie Spruch: „Wenn man schon kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech hinzu“, erlangte zwölf Sekunden vor der ersten Pause erneute Berühmtheit. Inger hatte einen Schlagschuss abgewehrt und stand dabei etwas vor seinem Torraum. Kapitän Michael Geiß wollte den abgeprallten Ball aufnehmen und schob die Kugel unglücklich an Inger vorbei ins leere Tor.

Noch kamen die Gäste mit erhobenem Haupt aus der Kabine heraus und wollten den Spieß umdrehen. So ergaben sich durch ein munteres Spiel auf beiden Seiten genügend Momente für die Abwehrreihen und deren Torhüter sich auszuzeichnen. Pfosten – und Lattenschüsse auf beiden Seiten waren die Folge. Auch Eagles Topscorer Marco Hellwig ließ es insgesamt drei Mal klingeln. Matthias Rotthammer setzte der Aufholjagd der Eagles in der 28. Minute durch ein Bauerntor letztendlich glücklich ein Ende. 3:0 und nun ging es ans Eingemachte. Geiß nutzte auf der anderen Seite eine ähnlich verworrene Szene im Torraum zum Anschlusstreffer. Das gut pfeifende Schiedsrichtergespann Borutta / Strachowitz hatte die Situation klar erkannt und gab den Treffer. Genutzt hat es nicht viel, denn vier Minuten später lag der Ball erneut hinter der Kaarster Linie. Ein Abpraller von der Bande kam in den Rücken der Abwehr und Thomas Raidl verwandelte zum 4:1-Pausenstand. Hellwig wechselte den entnervten Torhüter aus und Robert Pinior kam zum Einsatz.

Im letzten Drittel sollte das Blatt aus Kaarster Sicht gewendet werden. Dieses Vorhaben dauerte ganze 8 Sekunden. Anpfiff, Bully, durchtanken und alleine vor dem Torhüter 5:1 Patrick Tkocz. Da waren die Dämme gebrochen. Die Moral sank und die Torwelle nahm seinen Anfang. In den Minuten 43, 45 und 49 gelang den Gastgebern jeder Angriff. So schraubten sie das Ergebnis in kurzen Abständen auf 8:1. Danach kam es noch zu drei Toren, die beide Teams abwechselnd erzielten. Kapitän Michael Geiß ließ durch zwei weitere Tore das Eigentor vergessen und das Schlusstor zum 9:3 durch Florian Tkocz ließ die Attinger deren erste beiden Punkte einfahren.

Kaarst steht nun nach vier Spielen ohne Pluspunkte am Tabellenende. „Wir müssen jetzt einen kühlen Kopf bewahren, die Lage analysieren und die notwendigen Schlussfolgerungen daraus ziehen“, sagte Vorsitzender Wolfgang Dietrich.


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