3:7-Niederlage gegen Duisburg nach 3:0-Führung

Gelungener Einstieg in die neue SaisonGelungener Einstieg in die neue Saison
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Das hatte sich Manfred Schmitz, der Trainer der Duisburg Ducks, nicht so schwierig vorgestellt. Auch die zahlreichen Fans aus beiden Lagern rieben sich zunächst erstaunt die Augen. Das Spiel der 1. Skaterhockey-Bundesliga Nord gegen die Duisburg Ducks verloren die Crash Eagles Kaarst zwar mit 3:7 (1:0, 2:1, 0:6), doch nach 30 Minuten führte Kaarst nicht unverdient mit 3:0. Wie kam es dazu?

Die beiden diesmal verantwortlichen Kaarster Trainer René Kempkes und Arndt Kons hatten das Team optimal eingestellt. Hellwach, lauffreudig, schnell am gegnerischen Spieler und hoch motiviert spielten die heimischen Eagles während der beiden ersten Drittel stark auf. So stark hatte man die gesamte Mannschaft lange nicht mehr gesehen. Vom Keeper Robert Pinior bis zu Tim Gralla legten alle Kaarster einen furiosen Start hin. Auf beiden Seiten fehlten urlaubsbedingt wichtige Stammspieler, dennoch wuchsen alle anderen Cracks über sich hinaus. Schon nach fünf Minuten netzte Marco Hellwig im Alleingang zur 1:0-Führung ein.

Aus den Kabinen kamen agile Adler zurück. Weiter drückten sie auf das Tempo und blieben auch im Rückwärtsgang konsequent am Mann. Auch alle Stürmer arbeiteten eifrig mit in der Defensive. Als gleich zu Beginn des Drittels zwei Duisburger auf der Strafbank Platz nahmen, spielten die Eagles solange hin und her, bis Verteidiger Sascha Drehmann in guter Schussposition war. So zog er einen strammen Schuss auf das Tor der Duisburger und der Ball zappelte zum zweiten Mal im Netz. 2:0 nach 23 Minuten. In diesen Minuten erlahmten die Enten und Kaarst marschierte begeisternd weiter nach vorne. Sieben Minuten später zog Neuzugang Dave Leverenz aus der Mitte ab und durch Mann und Maus fand der satte Schuss sein Ziel. 3:0 nach 30 Minuten. Duisburg war ein wenig konsterniert und brauchte einige Minuten, um wieder den Rhythmus zu finden. Unterstützt in ihrer Aufholjagd wurden sie allerdings auch durch eine Strafzeit der Eagles. In der 33. Minute fiel dann der erste Duisburger Treffer. Stürmer Kevin Wilson nutzte eine Vorlage seines Bruders Sascha und erledigte diese Familienarbeit zum 3:1.

Bereits 18 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts verkürzte erneut Kevin Wilson auf 3:2. Kaarst war geistig noch nicht auf dem Feld und so konnte er eine Unachtsamkeit zum Anschlusstreffer verwandeln. Jetzt wurde um jeden Meter Boden gekämpft. Duisburg war durch den Anschlusstreffer aufgewacht und nunmehr im stetigen Vorwärtsdrang. Die Eagles kamen nur schwer aus ihrer Hälfte heraus und konnten den Gästetorhüter nicht mehr warn schießen. Über übermäßige Arbeit beschwerte sich Robert Pinior auf Kaarster Seite nur bei seinen Vorderleuten. Jetzt schwammen sie deutlich mehr als in den ersten 40 Minuten. Strafzeiten und damit verbundenes Unterzahlspiel taten ihr Übriges. Der Ausgleich fiel zwangsläufig. Der Ex-Kaarster Oliver Latocha verwandelte vor dem Tor einen Abpraller von Sascha Wilson zum 3:3 in der 44. Minute. Ganze 62 Sekunden später brachte Kapitän Patrick Schmitz erstmalig sein Team in Führung. Er verwandelte eine Vorlage von Oliver Latocha zum 3:4. Ganze zehn Minuten versuchten die Eagles wieder in die anfängliche Erfolgsspur zurückzukehren. Allerdings fehlte der Schwung, den die Zuschauer in den ersten 40 Minuten sahen. Auch ging etwas die Konzentration verloren. Einige Körperaktionen wurden in diesen Schlussminuten von den Schiedsrichtern als Foul gewertet und so saßen die Eagles häufiger auf der Strafbank, als es ihnen lieb war. In den letzten elf Spielminuten spielten alleine während neun Minuten drei Kaarster gegen vier Duisburger. Das konnte auf die Dauer nicht gut gehen. So ließen die Tore nicht lange auf sich warten. In den Minuten 54, 55 und 59 lochten Sebastian Czajka, Jan-Kristof Bedrna und Heiko Wilken zum Endergebnis von 3:7 ein.