Rolling Wanderers machen DIHL-Hattrick perfekt

Young Rollers siegen in PeißenbergYoung Rollers siegen in Peißenberg
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Der Hattrick ist perfekt. Nach 2005 und 2006 mit den Finalsiegen gegen Schwenningen und Königsbrunn sicherten sich die Rolling Wanderers Germering auch 2007 die Deutsche Meisterschaft in der Deutschen Inlinehockey-Liga (DIHL) und gewannen die Meisterschaft zum insgesamt vierten Mal. 2002 gewann das Team noch unter dem Namen Munich Wanderers Germering. Im Endspiel des Finalturniers in eigener Halle gewann der alte und neue Meister gegen die Düsseldorfer IHV Gladiators mit 7:6 (1:0, 3:1, 1:2, 2:3, 1:0) nach Verlän-gerung.

Im ersten Spiel hatten es die Landsberger Vipers mit dem Gast vom Rhein zu tun. Nach anfänglichem Abtasten kamen die Düsseldorfer im zweiten Viertel in Schwung und Boris Blank sorgte mit einem Doppelschlag in der 22. Minute für eine 2:0-Führung. Bis zur 26. Minute bauten die Gladiatoren diese Führung dann noch auf 4:0 aus. Doch die Vipers wurden durch diesen Rückstand angestachelt und in der 28. Minute verkürzte Thomas Glasow auf 1:4. Danach ging es hin und her und die Landsberger kämpften sich heran und mit 2:1 ging das dritte Viertel an Landsberg. Nun hatten die Vipers einen Lauf und kurz vor Schluss schoss Florian Kettemer zum 5:5-Ausgleich ein. Mit diesem Spielstand endete auch die reguläre Spielzeit. Nun musste die Entscheidung in der Overtime her. Hier bewiesen die Rheinländer, ihre Cleverness und nach 53 Sekunden schob Benjamin Hanke die Scheibe zum Sieg für die Düsseldorfer ein.

Im zweiten Spiel hatten es die heimischen Rolling Wanderers mit den Deggendorf Fire zu tun. Die Jungs um Spielertrainer Daniel Schury begannen verhalten und die Deggendorfer brannten in den ers-ten Minuten ein kleines Feuerwerk ab und gingen verdient mit 2:0 durch Jan Schinköthe und Thomas Greilinger in Führung. Doch die Wanderers fanden nach dem Rückschlag besser ins Spiel und erarbei-teten sich nun vermehrt Chancen. Bis zum Ende des ersten Viertels schoss Rainer Suchan zweimal zum Ausgleich ein. Damit war das Feuer der Deggedorfer erloschen und die Wanderers rollten los. Mit 4:0 ging das zweite Viertel und mit 5:1 das dritte Viertel an das Heimteam. Jetzt wurden einige Akteu-re geschont und Joey Vollmer räumte das Tor für Severin Dürr. Dieser löste seine Aufgabe solide und musste nur zwei Treffer von Thomas Pielmeier nehmen. In der 47. Minute schoss dann noch Sebastian Stürzer mit einem Doppelschlag den 15:4 Sieg für die Germeringer nach Hause.

Somit standen die Enspielbegegnung fest. Im kleinen Finale um den dritten Platz kam es zur Begeg-nung zwischen Deggendorf und den Vipers aus Landsberg. Innerhalb der 24 Spielminuten spielte Fire konzentrierter und gewannen die Bronzemedaille am Ende verdient mit 4:2.

Danach kam es dann zum Endspiel zwischen den Rolling Wanderers und den Gladiators aus Düssel-dorf. Wie vermutet war es ein Schlagabtausch mit vielen packenden Szenen. In der ersten Minute gin-gen die Wanderers mit 1:0 durch Daniel Huhn in Führung. Doch der Düsseldorfer Golie Markus Rein-hardt erwies sich an diesem Tag, als großer Rückhalt und fing alle Pucks vor seinem Kasten ab. In der 13. Minute schob dann der überragende Boris Blank den Puck an Joey Vollmer zum 1:1 vorbei. Doch nun waren die Wanderers wach und mit Lukas Slavetinsky in der 17. Minute und Christopher Schade-wald in der 21. sowie Alex Leinsle in der 22. Minute wurde die Führung auf 4:1 bis zur Pause ausge-baut. Lukas Slavetinsky war es dann auch, der in der 30. Minute eine schöne Kombination mit Micha-el Wolf zur 5:1 Führung abschloss. Doch dann ging nichts mehr für das Heimteam und die angeschla-genen Gladiators trumpfen auf. Innerhalb von sechs Minuten erzielten Boris Blank und Marc Höveler mit jeweils zwei Treffern den 5:5-Ausgleich. Doch die Wanderers gaben nicht auf und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Düsseldorfer Tor auf. Doch der Puck wollte einfach nicht über die Linie. In der 42. Minute schoss Daniel Huhn zur 6:5-Führung ein. Jetzt ging es hin und her und beide Mann-schaften gaben sich einen offenen Schlagabtausch und in der 47. Minute schoss der abgeklärte Henrik Hölscher überlegt zum 6:6-Ausgleich ein. Mit diesem Stand endete dann auch die reguläre Spielzeit. Nun musste die Overtime entscheiden und nach einer Minute und 52 Sekunden schoss Michael Wolf zum umjubelten 7:6 ein.

Die bisherigen DIHL-Endspiele um die Deutsche Inlinehockey-Meisterschaft:

1996 Düsseldorfer EG Rhein Rollers - EC Bad Tölz 13:0

1997 Düsseldorfer EG Rhein Rollers - ESC Wedemark 10:5

1998 Düsseldorfer EG Rhein Rollers - EC Wilhelmshaven Skating Sharks 9:6

1999 Wedemark Scorpions - EC Wilhelmshaven Skating Sharks 10:2

2000 EC Wilhelmshaven Skating Sharks - Düsseldorfer EG Rhein Rollers 10:5

2001 Düsseldorfer EG Rhein Rollers - Munich Wanderers Germering 7:5

2002 Munich Wanderers Germering - Düsseldorfer EG Rhein Rollers 7:6 n.P.

2003 EC Wilhelmshaven Skating Sharks - Düsseldorfer EG Rhein Rollers 8:4

2004 Düsseldorfer IHV Gladiators - ESV Pinguine Königsbrunn 7:3, 4:3

2005 Rolling Wanderers Germering - Schwenninger ERC Power Wings 19:5, 5:3

2006 Rolling Wanderers Germering - ESV Pinguine Königsbrunn 7:6 n.V.

2007 Rolling Wanderers Germering - Düsseldorfer IHV Gladiators 7:6 n.V.

1. Halbfinale: TSV Landsberg Vipers – Düsseldorfer IHV Gladiators 5:6 (0:0, 0:3, 2:1, 3:2, 0:1)
Strafen: Landsberg 10 , Düsseldorf 14. Zuschauer: 187.
Tore Landsberg: Thomas Glasow, Daniel Nörenberg, Michael Hess, Thomas Holzmann und Florian Kettemer. Tore Düsseldorf: Boris Blank (3), Eugen Novessjolov, Alexander Engel, Benjamin Hanke.

2. Halbfinale: Rolling Wanderers Germering – Deggendorf Fire 15:4 (2:2, 4:0, 5:1, 4:1)
Strafen: Germering 0 , Deggendorf 4 Zuschauer: 247.
Tore Germering: Rainer Suchan (4), Michael Wolf (3), Daniel Huhn (2), Sebastian Stürzer (2), Patrik Vogel (2), David Jelinek und Daniel Menge Tore Deggendorf: Thomas Pielmeier (2), Thomas Greilin-ger und Jan Schinköthe.

Spiel um Platz 3: TSV Landsberg Vipers – Deggendorf 2:4 (2:2, 0:2, verkürzte Spielzeit)
Strafen: Landsberg 0, Deggendorf 4. Zuschauer: 307.
Tore Düsseldorf: Florian Kettenmer und Thomas Spegele. Tore Deggendorf: Thomas Greilinger (2), Jan Schinköthe und John Sicinski.

Finale: Rolling Wanderers Germering – Düsseldorf IHV Gladiators 7:6 n.V. (1:0, 3:1, 1:2, 2:3, 1:0).

Strafen: Germering 4, Düsseldorf 12. Zuschauer: 389.
Tore Germering: Daniel Huhn (2), Lukas Slavetinsky (2), Christopher Schadewald, Alexander Leinsle, und Michael Wolf. Tore Düsseldorf: Boris Blank (3), Marc Höveler (2) und Henrik Hölscher.