Patriots erwägen Einstieg ins Skaterhockey

Skaterhockey-Auftaktsieg der PatriotsSkaterhockey-Auftaktsieg der Patriots
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Nach dem Gewinn des sechsten Meistertitels in der IHD-Inlinehockey-Liga gehen die Planungen schon wieder weiter. Die Assenheim Patriots könnten ab der kommenden Saison erstmals mit einer Seniorenmannschaft im Skaterhockey vertreten sein. Dieses wird zurzeit in der Vereinsführung und den Mitgliedern diskutiert. Erfahrungen sammelte der Verein bereits in den Jahren 2004 bis 2006 mit einer U18-Mannschaft in der Junioren-Skaterhockey-Bundesliga. Auch ein Beitritt mit Nachwuchsmannschaften ist denkbar. Die endgültige Entscheidung hängt von Bereitschaft der Eltern und Spielern ab. Grund für diesen Schritt ist die unzufriedenstellende Situation im Spielbetrieb der IHD in der laufenden Saison. „Wir haben eine vereinseigene Inlinehalle, die sich tragen muss. Dafür benötigen wir einen geregelten Spielbetrieb mit einer angemessenen Zahl an Spielen und Gegnern. Wenn uns dies das Inlinehockey nicht in ausreichender Form bieten kann, müssen wir reagieren. Die Kosten für die Halle nimmt uns schließlich auch keiner. Seit Jahren vertreten wir die Meinung, dass wir mehr Spiele und Gegner brauchen, das ist jedoch von Jahr zu Jahr mehr und mehr abgeflacht. Selbst der Ablauf des in diesem Jahr noch anstehen Pokals ist noch keinem bekannt. Wir brauchen Planungssicherheit, und die fehlt uns leider zurzeit im Inlinehockey “, so der Vorstand der Patriots.

Im Skaterhockey sieht die Struktur weit besser aus. Die Saison beginnt dort im März und Endet im November. Mindestens acht Teams pro Liga bedeuten auch einen abwechslungsreicheren Spielbetrieb. Einziger großer sichtlicher Unterschied ist das Spielgerät. Im Skaterhockey wird mit einem Ball statt mit einem Puck gespielt. Weitere kleinere Unterschiede sind der Körpereinsatz, der etwas ausgeprägter als im Inlinehockey ist, oder die Spielzeit, die mit 3x20 Minuten statt 4x15 Minuten, zwar die gleiche Gesamtzeit, jedoch unterschiedliche Anzahl von Pausen bedeutet.

Eine für die Niddataler unzufriedenstellende, aber sehr konsequente Regelauslegung ist die Tatsache, dass der aktuelle Deutsche Inlinehockey-Meister bei einem Einstieg ins Skaterhockey in der Regionalliga Südwest (3. Liga) mit Teams aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beginnen müsste – wobei man das auch als gutes Eingewöhnungsjahr sehen kann. Im Falle eines Meistertitels in der Regionalliga Südwest würde man in die 2. Bundesliga aufsteigen. Dort muss man seine Qualitäten mit dem Ball steigern, um gegen Vereine aus ganz Deutschland bestehen zu können.

Auch der Nachwuchs denkt über einen ähnlichen Schritt nach. Dies wird sich ebenfalls in den nächsten Wochen klären. Diskussionspunkt sind die weiten Fahrten, da es im Skaterhockey keine Mannschaften im Raum Hessen gibt und man so fast ausschließlich nach Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg reisen müsste. Gespräche in den letzten Wochen waren jedoch bereits recht positiv, wobei der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle spielt. Offen bleibt, ob die Patriots dem Inlinehockey ganz den Rücken zukehren. Dies hängt unter anderem von verschiedenen Entscheidungen der kommenden Wochen von Verband und Verein ab.