Grizzlys demontieren Ex-Champion

Ein Spiel - zwei NiederlagenEin Spiel - zwei Niederlagen
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Es war das Wochenende schlechthin für die Inlinehockey-Spieler der Bad Nauheim Grizzlys: gleich in drei Wettbewerben behielt man die Oberhand gegenüber dem Lokalrivalen Assenheim Patriots, so gewannen zunächst am Samstag die Landesliga-Spieler in Niddatal mit 17:6, zeigten auch die U18-Bundesliga-Akteure beim 14:5 ihre Klasse, Höhepunkt war jedoch der deutliche 10:3 (2:2, 2:2, 2:2, 4:1)-Heimsieg des IHD-Bundesliga-Teams am frühen Sonntagabend. Gut 500 Zuschauer waren ins Colonel-Knight-Stadion gekommen, was die Bedeutung dieses immer Duells unterstreicht.

Dementsprechend komplett präsentierten sich beide Mannschaften, denn diese brisante Paarung möchte keiner missen. Die Hausherren traten in derselben Formation wie beim 12:11-Heimsieg tags zuvor gegen Kaufungen an, bei dem die Grizzlys bereits einen Aufwärtstrend zu verzeichnen hatten. Noch besser lief es aber gegen den ehemaligen Champion, der zu keiner Zeit ein Mittel gegen das konzentrierte Spiel der Hausherren fand. Nach einem rund fünfminütigen Abtasten war es eine Strafzeit gegen Assenheims Sturatschek, die das 1:0 durch Jan Barta mit einem Onetimer nach einer Vorlage von Carsten Gosdeck bescherte. Ingo Schwarz im Tor der Patriots war hierbei ebenso machtlos, wie bei der Direktabnahme von Patrick Schmitt in der 13. Spielminute, der von seinem früheren Mannschaftskameraden aus Assenheim, Stanislav Beran, mustergültig bedient wurde.

Überhaupt waren es die Ex-Assenheimer in Diensten der Grizzlys, die sich in Torlaune zeigten. Der sechsfache Torschütze aus dem Spiel gegen Kaufungen, Jan Barta, markierte in der 23. Minute mit dem 3:0 während einer doppelten Überzahl bereits sein zweites Tor der Partie für seine Farben. Überhaupt ließen sich die Gäste zu einigen unnötigen Fouls hinreißen, so dass auch die zweite Strafe eiskalt zum 4:0 durch Willkom (24.) genutzt wurde. In der letzten Sekunden des zweiten Viertels hatte Barta sogar noch einen Lattentreffer zu verzeichnen, nachdem er zuvor lediglich den Pfosten traf, so dass dieses Halbzeitresultat vollends in Ordnung ging.

Nach einem kapitalen Fehler der Assenheimer Hintermannschaft besorgte Carsten Gosdeck nach feinem Pass von Jan Barta in der 32.Minute das vielleicht vorentscheidende 5:0, auch wenn fünf Treffer beim Inlinehockey nicht die Welt bedeuten. Allerdings präsentierten sich die Patriots nicht unbedingt kampfesbereit, zudem hagelte es auch weiterhin zahlreiche Strafen. Eine solche nutzte Willkom in der 40. Minute zum 6:0, nachdem zuvor Flemming den Pfosten erwischte. Erst ein Schuss von Drebes, der ebenfalls den Pfosten traf, ließ die Gäste ein wenig aufwachen. Nun mussten auch die Gastgeber zur Abwechslung mit zwei Mann in die Kühlbox, was Engels in der 43. und Sturatschek in der 44. Minute zum 6:2-Pausenstand nach drei Vierteln nutzen konnten. Negativer Höhepunkt dieses dritten Abschnittes war jedoch die Spieldauerstrafe gegen Assenheims Spielertrainer Steffen Michel, der zuvor bereits eine Zehnminutenstrafe kassierte und in der 42. Minute nach einer weiteren unnötigen Aktion eine zusätzliche aufgebrummt bekam, die somit das vorzeitige Duschen für den früheren Nauheimer bedeutete.

Hieran lag es aber nicht, dass die Grizzlys im letzten Viertel den Sieg klar machten. Man agierte weiterhin konzentriert und konsequent im Angriff und ließ den Patriots nicht den Hauch einer Chance. Nachdem die Kurstädter eine weitere Zwei-Mann-Unterzahl gerade schadlos überstanden hatten, war es Johannes Saßmannshausen, der in der 47. Minute das 7:2 markierte. Drei Minuten später war die Scheibe nach Mario Willkoms drittem Treffer zum 8:2 im Netz, was genug war für Patriots-Keeper Schwarz. Er überließ Thomas Teschner das Feld, der in der 51. Minute einen Überzahltreffer der Gastgeber durch Beran registrieren musste. Bernhard Naulin erhöhte in der 55.Minute auf 10:2, den Schlusspunkt setzte Assenheims Bannenberg in der 57. Spielminute.