FIRS-Inlinehockey-WM: Erster Sieg für Deutschland

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Dabei spiegelt das Ergebnis die Überlegenheit der Deutschen nicht wider. Fast permanent belagterte die IHD-Auswahl das Tor der Südamerikaner. Doch erst spät in der zweiten Hälfte des Spiels erlöste Henning Inselmann seine Mannschaft mit dem Treffer zum 3:1. Zwar verkürzte Venezuela knapp zwei Minuten vor dem Ende im Powerplay noch einmal auf 2:3, doch der Sieg war der Mannschaft der beiden Bundestrainer Stefan Weber und Christian Müller nicht mehr zu nehmen.

„Venezuela konnte das spielen, was wir sonst machen. Eng in der Box stehen und dem Gegner das Leben schwer machen. Wir hatten ja 80 Prozent Puckbesitz“, erklärte Müller. Das sah Weber ähnlich: „Gegen den vermeintlich schwächsten Gegner, auf den wir treffen konnten, haben wir uns richtig schwer getan. Das Team aus Venezuela hat sich gut in die Box gestellt und hat uns das Spiel machen lassen. Venezuela wirkte recht einfallslos. Nach dem 1:0 durch Alexander Brinkmann auf Vorlage von Gabriel Hildebrand (7.) folgte ein ganz dummer Fehler der auch gleich das 1:1 (9.) war. Danach spielten weiterhin nur wir auf ein Tor. Nach etlichen Pfostenschüssen und vergebenen Chancen traf Andre Haaf auf Vorlage von Denis Spanke zum 2:1 (14.)“, fasst er den ersten Abschnitt zusammen. „Nach der Halbzeit das gleiche Bild, wir machen das Spiel und treffen das Tor nicht. Pfosten, Latte, einfach alles nur das Tor nicht. Aber dann das erlösende 3:1 durch Henning Inselman auf Vorlage Andre Haaf (30.). Ein hartes Stück Arbeit“, so Weber.

Nun geht es am Freitag um 18.30 Uhr mit dem Halbfinale um den Cup-Wettbewerb der „unteren Acht“ weiter. Dabei trifft die deutsche Mannschaft auf Spanien. „Die Spanier sind schwer einzuschätzen, aber da sie einige schnelle Spieler haben, hoffe ich, dass sie selbst mehr Druck machen können. Das schafft für uns dann mehr Räume“, so Müller. Im anderen Halbfinalspiel stehen sich Mexiko und Australien gegenüber.

Im Laufe des Donnerstagabends gehen dann auch die Viertelfinalspiele der oberen Acht um die Weltmeisterschaft über die Bühne. Dabei kommt es zu den Partien USA – Schweiz, Kanada – Frankreich, Italien – Großbritannien und Tschechien – Argentinien. Die Briten und die Argentinier hatten sich als Gruppensieger des B-Pools für das „große“ Viertelfinale qualifiziert. Mexiko und Deutschland gingen als Gruppenletzte des A-Pools „hinunter“ in den Cup-Wettbewerb, in dem die Deutschen nun die Goldmedaille anstreben.