Europapokal: Rhein Rollers ziehen positives Fazit

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„Nach der 1:5-Niederlage gegen Norton im Halbfinalturnier war uns bewusst, dass wir auf eine sehr starke englische Mannschaft treffen würden“, sagt Müller über das Spiel gegen Norton. Die Düsseldorfer gerieten früh in Rückstand. „Diesmal gelang uns aber durch zwei schöne Offensivkombinationen der Ausgleich und sogar die 2:1-Führung.“ Ein Powerplaytor brachten den Briten das 2:2, die dann bis zur Pause auf 4:2 erhöhten. „Nach dem Anschlusstreffer zum 3:4 haben wir erst einmal abgewartet, defensiv kompakt gestanden und auf Fehler der Engländer gewartet. Ab der 30. Spielminute mussten wir jedoch aggressiver agieren, da die Engländer lediglich versucht haben, die Scheibe und damit das Ergebnis zu halten“, berichtet Müller. Das erhöhte Risiko nutzte Norton zu zwei weiteren Toren, doch noch einmal verkürzten die Rhein Rollers auf 4:6. „Das war mit Abstand unser bestes Spiel im Turnier. Besonders in der Offensive ist es gelungen, gute Akzente zu setzen. Leider führten Unachtsamkeiten und ein Gegentor in Unterzahl zu insgesamt drei vermeidbaren Gegentoren.“ Die Tore gegen Norton erzielten Sebastian Weitz, Gabriel Hildebrandt, Christopher Pickhardt und Timo Podgrabinski.

Das Spiel gegen Las Palmas endete dagegen recht deutlich. Dabei mussten die Düsseldorfer in der achten Minute einen Schock verdauen, als Torhüter Raphael Hildebrandt einen Inliner gegen den Kopf bekam und kurz bewusstlos war. „Danach war an Weiterspielen für ihn nicht mehr zu denken“, so Müller. Da Christoph Oster bereits die Heimreise antreten musste, zog sich mit Verteidiger Dennis Spanke ein Feldspieler die Torwartausrüstung über. „Ab diesem Zeitpunkt raffte sich die komplette Mannschaft noch einmal zusammen“, lobte Müller das Auftreten des Teams. „Dennis Spanke gewöhnte sich nach ein paar Minuten so gut an seine neue Position, dass er mit vielen guten Paraden nicht nur beide Mannschaften beeindruckte, sondern auch den Großteil der Zuschauer und wurde nach jedem gehalten Schuss lautstark von den Zuschauern und der eigenen Mannschaft gefeiert.“

So fällt auch das Fazit des Trainer positiv aus. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft bin. Es ist uns zwar leider nicht gelungen, einen Favoriten zu ärgern, jedoch haben wir für unsere Verhältnisse eine mehr als gute Vorstellung gegen die besten Mannschaften Europas abgeliefert. Dadurch, dass wir mit der Halle in Rath die Möglichkeit haben ganzjährig Inlinehockey zu spielen, bin ich fest davon überzeugt, dass es uns in Zukunft gelingen wird, den Abstand zu den Top-Mannschaften in Europa zu verkleinern.“ Am 10. Dezember steht nun ein Freundschaftsspiel gegen die belgische Nationalmannschaft in Antwerpen an. Am Januar geht es für die Bundesligisten in Turnierform um den IHD-Pokal.

Sieger im Confederations Cup wurde der Gastgeber RSH Caen durch ein 4:0 im Finale gegen die Yetis Grenoble. Den französischen Dreifacherfolg machte Fous du Bitume Villeneuve perfekt, die das Spiel um Platz drei gegen den IHC Eagles Olomouc  (Tschechien) mit 6:5 gewannen. Fünfter wurden die Norton Cyclones, Sechster CHMS Las Palmas de Gran Canaria und Siebter die Düsseldorfer EG Rhein Rollers.