11:10-Overtime-Sieg der Grizzlys im zweiten Wetterau-Derby

Ein Spiel - zwei NiederlagenEin Spiel - zwei Niederlagen
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Die Bad Nauheim Grizzlys setzten sich am Freitagabend im letzten Vorrundenspiel der IHD-Inlinehockey-Bundesliga bei den Assenheim Patriots mit 11:10 (4:3, 2:3, 0:1, 4:3, 1:0) nach Verlängerung durch und gewinnen somit auch das zweite Wetterau-Derby der Saison, nachdem man das Hinspiel bereits deutlich mit 10:3 für sich entscheiden konnte. Zwar ging es in der Tabelle um nichts mehr, aber diese Paarung hat es stets in sich, was man von Beginn an deutlich merkte. Die Gastgeber, die sich viel vorgenommen hatten, gingen übermotiviert in die Partie und mussten alleine im ersten Abschnitt acht Strafzeiten plus zehn Minuten gegen Torsten Wolf hinnehmen. Zwar markierte Drebes nach nur 34 Sekunden die Assenheimer Führung, die permanente Unterzahl der Patriots nutzen die Grizzlys durch Powerplaytore von Patrick Schmitt zum 1:1 (3.) sowie zwei Mal Bernhard Naulin zum 2:3 (11.) und 2:4 (14.) bei einem Gegentreffer des starken Profis Stefan Jonsson (9.) eiskalt aus. Überhaupt war es der Schwede, der die markanten Szenen bei den Hausherren setzte und auch verbal das Kommando auf dem Feld übernahm, womit er den eigentlichen Spielertrainer nicht nur aufgrund der technischen Mittel klar in den Schatten stellte. So war es bei weitem nicht verwunderlich, dass Jonsson auch den Anschlusstreffer zum 3:4 kurz vor der ersten Pause mit einem verdeckten Schuss erzielte.

Im zweiten Viertel nutzte Patrick Schmitt gleich zwei Mal innerhalb von nur 32 Sekunden die sich bietende Chance und erhöhte auf 3:6 für die Gäste. Die Strafzeiten egalisierten sich weitestgehend, nachdem vor allem die Patriots ein wenig zurücksteckten. Aufgrund dessen entwickelte sich ein richtig gutes Derby, in dem Ressel für die Niddataler in der 20.Minute auf 4:6 verkürzte. Erneut Jonsson markierte in der 25.Minute nach einem Break auf 5:6, während Steffen Michel in der 38.Minute im Powerplay auf 6:6 zur Pause ausglich.

Es war ein spannendes und packendes Match, das sich auch im dritten Abschnitt fortsetzte. Beide Seiten zeigten taktisch und technisch hochklassiges Inlinehockey, und auch beide Torhüter (David-Lee Paton und Ingo Schwarz) waren in Bestform. Einzig die Schiedsrichter konnten die Klasse das komplette Spiel über nicht durchhalten, denn eine krasse Fehlentscheidung in der 43.Minute, als Erik Pipp fünf Strafminuten dafür bekam, dass sein Kontrahent über seine eigenen Füße stolperte, sollte das Spiel zunächst kippen. Gleich drei Tore markierten die Patriots in dieser Überzahlsituation (Jonsson, Drebes und Michel), so dass es nach 47 Minuten 9:6 für die Patriots stand, die sich auf der Siegesstraße wähnten. Bad Nauheim gab aber nicht auf und kämpfte: als die Strafe abgelaufen war, und sie das Ruder wieder an sich rissen, war es der stark aufspielende Patrick Schmitt, der auf 9:7 verkürzte (49.). Gosdeck sowie Flemming besorgten ein 9:9 nach gespielten 52:20 Minuten, so dass die Dramatik kaum zu überbieten war. Es kam aber nochmal knüppeldick für die Kurstädter, die in der Schlussphase fast nur noch in Unterzahl agieren mussten. Die Referees pfiffen so gut wie jede Aktion gegen die Grizzlys, die sogar noch Zehner gegen Gosdeck, Naulin und Schmitt sowie eine Spieldauerstrafe gegen Saßmannshausen hinnehmen mussten. Aber selbst eine mehrminütige Zwei-Mann-Unterzahl überstand man Dank eines großen Kämpferherzes zunächst schadlos. Doch weiterhin wanderten immer wieder Akteure der Gäste auf die Strafbank, so dass Jonsson schließlich in der 58.Minute das 10:9 für die Patriots im Zwei-Mann-Powerplay erzielen konnte. Die heimischen Fans feierten schon, da konzentrierten sich die Grizzlys noch einmal und spielten konsequent nach vorne. Einen schönen Spielzug schloss Naulin nach einem Querpass von Flemming in der 59.Minute zum verdienten 10:10-Ausgleich aus, der auch nach 60 Minuten Bestand haben sollte.

Somit musste die Overtime her, in der - keine Überraschung - zunächst die Grizzlys wieder einen Mann auf die Strafbank schicken mussten. Die Unparteiischen hatten aber ein Einsehen und verbannten auch den Assenheimer Akteur in die Kühlbox, so dass es bei drei gegen drei Platz auf dem Feld gab. Diesen nutzte Flemming nach einem Querpass von Ketter zum Siegestreffer für die Grizzlys, die trotz der Benachteiligungen und der vielen Strafzeiten eine starke Partie zeigten und bei numerischem Gleichstand auf dem Feld zu überzeugen wussten. In dieser Form sollte das Halbfinale machbar sein, das man in 14 Tagen bei den Vor-Play-offs gegen Baunatal klar machen kann.

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