WM kompakt: Zweimal 5:1

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Programmgemäß für Suomi -  Finnland – Dänemark 5:1 (0:0, 2:0, 3:1)

Leichter als erwartet hatten es die favorisierten Finnen bei ihrem diesjährigen WM-Debüt. Ihre Gegner entpuppten sich als harmlos, die lediglich darauf bedacht waren, das negative Ergebnis in Grenzen zu halten. Erst in den letzten 20 Minuten machte Suomi gegen die immer mehr nachlassenden Dänen alles klar.

Schon das erste Drittel stand ganz im Zeichen des Favoriten, der jedoch trotz ständiger Überlegenheit kein einziges Tor zu Stande brachte. Die Dänen beschränkten sich auf gelegentliche Konter, wobei dem Berliner Mads Christensen der erste Warnschuss nach drei Minuten gelang. Ganze drei Schüsse gaben die Cracks von Jütland und den Inseln auf das von Petri Vehanen gehütete Tor in den ersten Minuten ab. Das sagte eigentlich alles darüber aus, wie die Spielanteile verteilt waren. Finnland, angefeuert von der Mehrzahl der Fans, brillierte mitunter und demonstrierte seine technische Überlegenheit, war vor dem gegnerischen Kasten jedoch zu unentschlossen. Auch das Überzahlspiel sah optisch vielversprechend aus; der Zug zum Tor fehlte jedoch weitgehend.

Endlich fielen auch die nötigen Treffer. Zweimal gerieten die Dänen in Unterzahl, zweimal musste sie Gegentreffer hinnehmen. Das 1:0 sah aus wie das Produkt eines Wettbewerbs im Scheibenschießen. Erst der dritte Schlagschuss saß. Dann setzte Juhamatti Aaltonen zum Solo an und schloss die Aktion erfolgreich ab. Die Dänen hatten außer Tapferkeit dem finnischen Wirbel nichts entgegenzusetzen. Schadensbegrenzung war angesagt. Auch die Neu-Hamburger Daniel Nielsen und Jesper Jensen vermochten sich nicht in Szene zu setzen. In keiner Weise war das Niveau mit denen der gestrigen Partie zu vergleichen. Wäre es ein Ringkampf gewesen, hätten die Mattenrichter die Dänen wegen Passivität verwarnt. Ein Kollege auf der Pressetribüne sah sich interessiert die Ergebnisse der ersten schottischen Fußballliga an.

Tore: 1:0 (23;57) Immonen (Valivaara), 2:0 (36;26) Aaltonen (Koivu, Lepistö), 3:0 (42;39) Pihlström (Pyorala, Nokelainen), 3:1 (47;54) Hardt (Jakobsen, Green), 4:1 (52;29) Niskala (Puistola, Granlund), 5:1 (54;21) Ruutu (Aaltonen). – Zuschauer: 9.425. – Strafminuten: Finnland 4, Dänemark 10. – Schiedsrichter: Baluska (SVK), Olenin (RUS)


Vielleicht etwas zu hoch - USA - Österreich 5:1 (2:0,1:1,2:0)

Mit einer ordentlichen Leistung startete die österreichische Nationalmannschaft in die IIHF Weltmeisterschaft in der Slowakei. Dennoch gab es in Kosice eine etwas zu hoch ausgefallene 1:5-Niederlage gegen die USA.

Am Freitag konnte man von den Kanadiern in der Partie gegen Weißrussland sehen, welches Tempo die Spieler aus der National Hockey League gehen können.

Gleiches konnte man auch von den US-Boys erwarten, doch in den ersten zehn Spielminuten hielten die Österreicher sehr gut mit. Zwei unglückliche Tore sorgten aber im ersten Abschnitt für einen 0:2-Rückstand. Chris Kreider (15.) und Blake Wheeler (18.) erzielten innerhalb von zweieinhalb Minuten die beiden Treffer.

„Da sprang die Scheibe nicht zu unseren Gunsten“, meinte Torhüter Jürgen Penker über die ersten 20 Minuten und die beiden Gegentreffer. Wie ausgewechselt kamen die österreichischen Cracks dann aus der Kabine.

Bei den USA kam etwas Verunsicherung dazu, drei Strafen innerhalb sechs Minuten waren die Folge. Die Österreicher konnten aber eine 5-gegen-3-Gelegenheit über 1:18 Minuten nicht nutzen. Aber kurz später fand der Puck zum ersten Mal den Weg ins US-amerikanische Tor: Marco Pewal wurde ideal von Thomas Raffl angespielt, der Schuss passte ins lange Eck (35.).

Mit dem knappen Rückstand von 1:2 wollte die ÖEHV-Auswahl in die Kabine gehen, doch ein Gestocher bescherte den USA durch Yan Stastny (39.) wieder den Zwei-Tore-Abstand.

Zu Beginn des Schlussdrittels fiel die Vorentscheidung: Ein verdeckter Schuss von Kevin Shattenkirk fand den Weg ins Kreuzeck (43.). Am Ende fiel durch Craig Smith auch noch ein Powerplay-Treffer für die USA. „Die US-Amerikaner hatten nicht viele Torchancen. Leider haben sie aus den wenigen einige Tore gemacht“, analysierte Oliver Setzinger.

Neben dem 1:5 gibt es noch weitere schlechte Nachrichten: Torschütze Pewal erlitt bei einem nicht geahndeten Check gegen den Kopf eine Gehirnerschütterung und ist für den weiteren Turnierverlauf fraglich.

Tore: Kreider (15.), Wheeler (18.), Stastny (39.), Shattenkirk (43.), Smith (57./PP) bzw. Pewal (35.)
Strafminuten: 10 bzw. 6

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