Schweizer auf GipfeltourEin (bisher) historischer Erfolg

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Die Schweiz steht einerseits vor dem größten Erfolg ihrer Geschichte und andererseits ist sie seit dem letzten Gruppenspiel ihres Gegners nun doch nicht mehr ganz so nahe. Eines ist klar: Wer die Gruppenspiele auf dem ersten Rang abschließt, der hat den Anspruch auch das Viertelfinale zu gewinnen. Das hat auch die Schweiz. Und wenn man so diskussionslos den ersten Platz erobert, liegt vielleicht sogar mehr drin als „nur“ der Platz des letzten Halbfinalisten. Denn bisher hat die Schweiz überzeugt, wieso soll sie das nicht weiterhin können.

Passend dazu ist auch das Statement vom Schweizer Stürmer Andres Ambühl gegenüber einem tschechischen Fernsehsender, als die Reporterin ihn fragt, wie man sich nun auf die Tschechen einstelle. „Sie haben sicherlich gute Verstärkungen von der NHL erhalten. Wir müssen aber einfach unser Spiel spielen“, sagt Ambühl und kramt damit einen Satz aus dem Floskel-Buch hervor.

Doch ebendiese Verstärkungen sind der Grund, wieso die Schweiz den bereits historischen Erfolg vielleicht nicht noch vergrößern kann. Gerade im letzten Gruppenspiel der Tschechen haben sie im Kampf um den letzten Viertelfinalplatz vielleicht erstmals ihr wahres Gesicht gezeigt. Inmitten darin war Tomas Plekanec, der NHL-Star von den Montréal Canadiens, der im ersten Drittel bei den drei entscheidenden Toren jeweils die Assists gab. Gerade die erste Reihe mit ihm, Tomas Fleischmann und Jiri Tlusty stach entsprechend heraus.

Andres Ambühl weiß zwar über ihre Stärke, will sich deswegen aber auch nicht in Verlegenheit bringen lassen. „Das ist sicherlich eine gefährliche Reihe. Aber sie haben nicht nur diese Sturmformation, deshalb konzentrieren wir uns nicht nur auf diese eine. Wir müssen zuerst schauen, dass unsere vier Reihen gut spielen werden.“

Schwarz zu malen wäre wegen nur einem guten Spiel der Tschechen definitiv aber falsch am Platz. Denn auch wenn die vorherigen Resultate eigentlich nichts mehr zählen, sind sie im Hinterkopf der Spieler beider Teams weiterhin präsent. „Wenn man alles gewinnt, dann ist das natürlich lässiger“, sagt auch der Davoser Andres Ambühl. Das heißt nicht, dass die Schweiz nun zum Favoriten erkoren wird, aber dennoch gute Chancen auf die Medaillenränge hat.

Wichtig ist dabei aber vor allem, dass sich die Schweizer nach den eher einfacheren Partien gegen Slowenien, Dänemark, Norwegen und Weißrussland rasch möglichst an ein Team mit höherem Spiel-Rhythmus gewöhnen kann und sofort die Balance zwischen Defensive und Offensive findet. Denn letztlich ist das nun ein gewöhnliches K.O.Spiel, in welchem auch die Tagesform mitentscheidet. Und die entscheidet nun über siegen oder fliegen, ob Top oder eben doch nicht so Top.

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