Schwedenhappen (20)Die WM aus einem anderen Blickwinkel

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Vermischtes

Geschmackvoll hat ein Fan aus St. Petersburg (die Nummer 78 hinter der Buchstaben-Kombination steht für diese schöne Stadt) die Heckscheibe seines fliederfarbenen BMW drapiert, wie auf dem Foto ersichtlich.

Hakan Södergren, Mitglieder der WM-Mannschaft von 1987 und in Deutschland gut bekannt durch seinen Europacup-Sieg von Düsseldorf, ist nach wie vor ein Witzbold. Auf meine sarkastische Bemerkung nach dem 3:0 für Norwegen, dass Eishockey ein recht schnelles Spiel ist, antwortete der 52-jährige ehemalige Außenstürmer mit Wohnsitz in Norwegens Hauptstadt Oslo: „Ja, für Norwegen schon, aber nicht für Deutschland.“

Ist es Galgenhumor, oder ist die neue Fan-Generation wirklich nur noch zum Feiern da? Jedenfalls nahmen die meisten schwarz-rot-goldenen Enthusiasten das schmachvolle 4:12 gegen Norwegen easy. Sprechchöre wie „wir sind nur zum Feiern hier“, „oh, wie ist das schön!“, „Finale, oho!“ und nach dem ersten deutschen Treffer „jetzt geht´s los!“ sind nur wenige Beispiele einer Gruppe, die, analog der heutigen Zeit, nur noch Spaß haben will.

So richtig ist mir nicht bewusst, welche Aufgabe die zahlreichen Schwarzhändler haben, die die Karten an den Mann bzw. die Frau bringen wollen. Denn nur ein einziges Match war ausverkauft. Das Wort „schwarz“ hat eigentlich eine doppelte Bedeutung. Die Händler scheinen sämtlich nicht aus Schweden zu kommen bzw. haben sie ein anderes Aussehen als das, was sich der kleine Moritz unter einem gestandenen Schweden vorstellt.

Was suchten Köberle und Brittig?

Da tauchten doch tatsächlich DEG-Sportdirektor Walter Köberle und -Trainer Christian Brittig beim Spiel der Russen gegen die Tschechen auf. Ein paar höhnische Stimmen meinten sofort, dass die Düsseldorfer Delegation angesichts der Ebbe in der Kasse wohl kaum einen Crack finden würde, den es nach Düsseldorf ziehen wird.

Endlich Service

Das, was bei Weltmeisterschaften zum Standard-Service gehört, wurde erst gestern  zum ersten Mal praktiziert. Die Ergebnisse der „anderen“ Halle mitzuteilen, war stets gang und gäbe bei einer WM. Gestern klappte es auch im Stockholmer „Globe“. Stolz verkündete die Sprecherin das Resultat aus der Hartwall Arena. „Endergebnis Finnland gegen USA 0:5.“ Ob Häme dabei im Spiel war?