Schwedenhappen (2)Die WM aus einem anderen Blickwinkel

Foto: Dagmar KielhornFoto: Dagmar Kielhorn
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Stilvoll gesungene Nationalhymnen

Vor dem gestrigen skandinavischen Bruderduell zwischen Schweden und Norwegen wurden die beiden Nationalhymnen von einem erstklassigen Sänger (Schweden) bzw. seiner nicht minder erstklassigen Kollegin (für Norwegen) vorgetragen. Wenn man sich im Vergleich dazu diverse Gesangsversuche einiger Interpreten bei uns vor Augen führt, oh je!

Nachhilfeunterricht

 Dass die Ansagen, die den Gast betreffen, zuerst gemacht werden müssen, ist gestern beim Match Schweden – Norwegen offenbar noch nicht bis zur Stadionsprecherin vorgedrungen. Ständig nannte sie bei den zahlreichen Auseinandersetzungen zuerst die Namen der schwedischen Spieler, die auf die Armesünderbank geschickt wurden. Vielleicht wird sie ja im weiteren Verlauf des Turniers von der zuständigen Stelle aufgeklärt.

Elektronisch

 Bei der Einweihung des „Globe“ vor rund 23 Jahren erschien zum erstenmal auf dem Würfel ein Bild. Es zeigte einen stilisierten Wikinger, der zum Applaus animierte. Fast alle machen begeistert mit (nachher waren die Schweden nicht mehr so ganz begeistert, weil sie in der Meisterrunde keinen Stich mehr machten, den vierten, also letzten Platz belegten und keine Medaille gewannen). Jetzt würde sich jeder wundern, wenn er die diversen spektakulären Szenen nicht mehr in Wiederholung vorgeführt bekäme. Und die damals eingeführte Faxmöglichkeit hatte sich schon bei der WM 2002, ebenfalls in Schweden, schon wieder verabschiedet. In der U-Bahn, im Zug oder Bus findet man nur noch vereinzelt Personen, die sich nicht mit irgendwelcher Software beschäftigen. Zum Schluss in bezug auf die fortschreitende Elektronik: Wenn man ganz normales Bargeld in schwedische Kronen umtauschen will, wird man zuweilen angeguckt, als würde man eine Bank überfallen wollen. „Cash“ scheint, viel ausgeprägter als bei uns, total verpönt zu sein.