Schwedenhappen (13)Die WM aus einem anderen Blickwinkel

Bernd Haake hat Interesse am Trainerjob in Litauen. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)Bernd Haake hat Interesse am Trainerjob in Litauen. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)
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Das war doch klar, dass Bernd Haakes Reise zur WM durch die baltischen Staaten einen oder sogar mehrere Gründe hatte. Zunächst sah sich der „Rentner“ ein Turnier der achtjährigen Cracks in St. Petersburg an. „Vom 1. bis 3. Mai trafen sich hier Teams aus Minsk, Moskau und St. Petersburg. Pro Jungcrack mussten sich die Eltern mit 120 Euro beteiligen. „Es gibt rund 500 Kinder des Geburtsjahrgangs 2003 in St. Petersburg“, wunderte sich Haake über das Rieseninteresse, das allerdings mit finanziellen Opfern verbunden ist. „Es ist längst nicht so, dass dort ohne Geld etwas geht. Das war früher einmal so.“

Der Hauptgrund für den „Umweg“ war allerdings ein anderer. „Litauen sucht einen neuen Nationalcoach. Ich wäre daran interessiert. Daraus mache ich keinen Hehl“, stellt Haake klar. Allerdings liegen erst im Juni Neuwahlen an, und dann wird die Entscheidung getroffen. „Litauen bestreitet eine Vorqualifikation für Olympia, und da müssen die Deutschen auch hin, wenn sie nicht mindestens Neunter werden.“

Haake wäre nicht Haake, wenn er nicht zusätzliche Eisen im Feuer hätte. In Italien wären Neumarkt und Bozen eine Alternative. „Bozen hätte gern auf den Trikots als zweiter italienischer Verein zwei Sterne“, so der Weltenbummler, der auch schon das Inline-Nationalteam von Namibia trainierte. Bisher ist nur der Fußballverein Juventus Turin im Besitz zweier Himmelskörper auf den Leibchen. Diese (nicht die Leibchen, sondern die Sterne) werden bei 20 Meisterschaften vergeben.

Haake wird, sollte er Trainer in Litauen werden, bestimmt fünf Jahre bleiben. Die „5“ dürfte wohl seine Zahl bleiben, denn fünf Jahre arbeitete er nicht nur in Italien und Köln, sondern auch als Nachwuchstrainer in Iserlohn und dort zuletzt als Co-Trainer.

Nur zwei plus zwei

Das ist doch ein bisschen verwunderlich. Für „hoher Stock mit Verletzungsfolge“ gab es hier schon zweimal lediglich eine doppelte kleine Strafe. In der DEL wird das Vergehen in der Regel härter bestraft. „Jeder Spieler ist für seinen Schläger verantwortlich“, so „Chef“ Holger Gerstberger. „Die einzige Ausnahme bildet hierbei folgende Situation. Ein Spieler holt zu einem Schlagschuss aus, trifft dabei einen hinter ihm befindlichen Gegner und verletzt ihn. In diesem Fall sind keine ´5 plus Spieldauer´ auszusprechen, sondern lediglich eine doppelte kleine Strafe.“