Schwedenhappen (10)Die WM aus einem anderen Blickwinkel

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Beim Abendspiel der Schweden, die ja gegen Dänemark so anfingen, als wollten sie ihre südlichen Nachbarn zusammen mit Fell, Hörnern und Öl auf Kraut essen, saß vor mir ein interessantes Duo Vater-Sohn. Beide, recht wohlgenährt und mit südlichem Einschlag versehen, waren mit einem Topf Nudeln bewaffnet und ließen es sich schmecken. Sohnemann, ungefähr so alt wie mein zwölfjähriger Enkel Gianluca, ließ die Augen im Takt auf die Eisfläche und anschließend wieder in den Pott schweifen, wo er quasi im Rundschlag die Nudeln in sich hineinmampfte. Gegen Ende des Drittels konnte er nicht mehr so richtig. Fürsorglich, wie Väter nun einmal sind, aß der größere Wohlgenährte tapfer den Rest Nudeln auf, während der Sohn mit einer Dose braunen Süßgetränks aus Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) seinen Durst stillte. Der Vater schaffte es, trotz aller Probleme, die auftreten, wenn man einen Pott balancieren muss, zu tanzen, wenn „seine“ Schweden mal wieder ein Tor erzielten. Der Sohn setzte dazu seine Patschhändchen in Bewegung. Schade nur, dass sie im zweiten Drittel nicht mehr auftauchten. Ob sie den Rest des Matches auf der Toilette verbracht haben?

Vergessliche Mitarbeiter

Da staunte Alois Hadamczik, Coach der tschechischen Mannschaft und Ex-Trainer des EV Füssen, nicht schlecht. Als sich der Tscheche mit dem polnischen Namen nach dem fast blamablen Penaltysieg gegen Norwegen den Fragen der Medienvertreter stellen wollte, stand er vor leeren Stühlen. Die Mitarbeiterin des Pressezentrums hatte schlicht und ergreifend vergessen, die Pressekonferenz anzukündigen. Nach der verspäteten Bitte kamen vor allen Dingen die tschechischen Kollegen angehetzt. Denn, wie schon erwähnt, muss man einen kleinen Mittelstreckenlauf vom Johanneshov bis zum Globe hinlegen, um rechtzeitig an Ort und Stelle zu sein. Einige Kollegen dürften schon jetzt Kandidaten für ein Sportabzeichen in Bronze sein.

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