Schubert und Alfredsson: NHL-Profis dürfen Trikots nicht tauschenEishockey-WM

Christoph Schubert - Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.deChristoph Schubert - Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de
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„Alfi ist eine große Persönlichkeit. Ich würde gerne das Trikot mit ihm tauschen, aber dann bekomme ich Ärger mit dem Verband“, sagte Schubert am Mittwoch Abend nach dem 2:5 (1:1/1:2/0:2) des DEB-Teams bei der WM.

 Auch Alfredsson wäre einem Trikot-Tausch nicht abgeneigt gewesen. „Leider sind die Dinger viel zu teuer“, sagte der Kapitän der „Tre Kronor“ und lächelte im Gespräch mit Hockeyweb so, als wolle man einem Bub ans Taschengeld gehen. Dabei dürfte Daniel Alfredsson davon eher genug besitzen. Seit 1995 spielt er für die Ottawa Senators und hat es in diesen 17 Saisons nun schon auf 1163 NHL-Spiele gebracht. Für Christoph Schubert stehen bei den kanadischen Hauptstädtern „nur“ 299 Partien zu Buche, aber Alfredsson zollt dem gebürtigen Münchener dennoch höchsten Respekt. „Ich ziehe den Hut vor seiner disziplinierten Spielweise. Zudem hat er einen der härtesten Schüsse“, sagte Alfredsson, der mit 39 Jahren wahrlich ein alter (Eishockey-)Schwede ist.

 Christoph Schubert wurde bei so viel Lob fast rot im Gesicht. „Diese Anerkennung freut mich natürlich ungemein, aber ich muss sie doppelt und dreifach zurückgeben. Alfi war der beste Kapitän, den ich je hatte und es war eine absolute Ehre für mich, mit ihm zusammen spielen zu dürfen.“ Für Deutschland hat der 30-Jährige inzwischen auch wieder die Ehre, auflaufen zu dürfen. Bundestrainer Kölliker hat den von seinem Vorgänger Krupp ausgebooteten Abwehrspieler der Hamburg Freezers zurückgeholt. „Christoph ist groß sowie physisch stark und hat einen Schuss, der einem Torhüter weh tun kann“, sagte Jakob Kölliker.

Dies soll Schubert in den drei noch ausstehenden WM-Spielen gegen Dänemark, Norwegen und Tschechien besonders oft machen, damit der Sprung ins Viertelfinale gelingt. „Wir haben jetzt Druck, aber der belastet uns nicht, denn wir wussten ja vorher, dass es ein schweres Turnier wird“, sagte der Wolfsburger Angreifer Kai Hospelt und Christoph Schubert ergänzte: „Wir müssen diese drei Spiele gewinnen.“ Damit es im Viertelfinale eventuell ein zweites Treffen mit Daniel Alfredsson gibt.