Rumänien holt WM-Titel in der Division 2AWeltmeisterschaften

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Teilnehmer an diesem Turnier, das in der rumänischen Eishockeyhochburg Galati abgehalten wurde, waren Australien, Belgien, Island, Serbien und Spanien. Vor dem Turnier wurden als Geheimfavoriten noch Serbien und Belgien genannt, aber letztendlich wurde es ein Sieg der Rumänen, obwohl es auch eine Niederlage gab.

Der Start der Rumänen war traumhaft. Gleich mit 9:1 wurde Belgien niedergewalzt. Es folgte ein 4:1 gegen Serbien, ehe es ein sensationelles 0:2 gegen Island gab. Diese Niederlage schadete jedoch keineswegs dem Selbstbewusstsein, denn es folgte gegen Vizemeister Australien ein 5:1 sowie ein lockeres 6:0 gegen Spanien. Die Australier waren mit einem mühevollen 4:3 gegen Serbien nach Verlängerung gestartet. Dann gab es ein 3:2 gegen die starken Isländer, ein etwas mühevolles 5:3 gegen Spanien, die bereits erwähnte Niederlage gegen Rumänien sowie ein 3:0 gegen Belgien. Damit mussten die Jungs aus Down Under mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen, denn der fehlende Punkt hätte im Auftaktspiel gegen Serbien mitgenommen werden müssen. Das Tor des gebürtigen Tschechen Josef Rezek zum 4:3 kam genau 75 Sekunden zu spät.

Die Bronzemedaille, allerdings schon mit drei Punkten Rückstand, holte sich Serbien. Den Niederlagen gegen Australien und Rumänien folgten Siege gegen Belgien (9:2) und Island (6:0). Dafür setzte es ein peinliches  4:5 gegen Spanien. Belgien hatte keine Chance auf einen der ersten Plätze, dafür setzte es zu deutliche Niederlagen. Lediglich beim 5:3 gegen Spanien und vor allem gegen Island mit dem 9:3 zeigte unser Nachbarland, dass sie auch Eishockey spielen können. Die Nordmänner aus Island zeigten ansprechende Leistungen, krönten diese mit dem Klassenerhalt und Erfolgen gegen Spanien (3:2) und vor allem gegen Gastgeber Rumänien (2:0). Torschützen in diesem sensationellen Spiel waren der erst 18-jährige Kristensson aus Björninn (1. isländische Liga) und Knutsson, einem Topscorer der Almaguin Spartans aus der kanadischen Greater Metro Hockey League. Der absolute Held in der Begegnung war aber Keeper Dennis Hedström. Der Schwede mit isländischem Pass, aktuell beim drittklassigen schwedischen Klub IK Göteborg unter Vertrag, entschärfte 41 Versuche der Rumänen.

Letzter im Turnier wurde schließlich Spanien, das zwar mit dem 5:4 gegen Serbien nach Verlängerung auch ein Erfolgserlebnis vorweisen konnte aber letztendlich nach vier weiteren Niederlagen nun den Abstieg in die Gruppe 2B nicht verhinderte.

Torhüter: Wer jetzt gedacht hat, dass der Isländer Hedström nach seiner Heldentat gegen Rumänien auch bester Keeper des Turniers geworden ist, hat sich verschätzt. Sieger wurde der Rumäne Zoltan Toke mit 1,04 Gegentoren/Spiel. Zweiter wurde der Australien Kimlin (2,59).

Bei den Scorern kamen drei Turnierspieler mit neun Punkten ins Ziel. Sieger von diesem Trio wurde der Rumäne Ede Mihaly, der aktuell bei Dunarea Galati unter Vertrag steht. Mihaly erzielte dabei acht Tore und das reichte für Platz eins. Zweiter mit drei Treffern und sechs Assists wurde der Serbe Marko Sretovic, Dritter der Belgier Mitch Morgan. Der Belgien-Kanadier, vor zehn Jahren sogar mal im DNL-Team der Kölner Haie und jetzt für Herentals aktiv, steuerte zu seinen sieben Assists noch zwei eigene Tore bei.