Mit Robert Müller „Together for 2017“Deutschland-Cup: DEB präsentiert Heim-WM

Mit Robert Müller „Together for 2017“Mit Robert Müller „Together for 2017“
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Zu Ehren des 2009 im Alter von nur 28 Jahren an einem Hirntumor verstorbenen Robert Müller liefert eine seiner vielen Paraden das heute vorgestellte WM-Logo. Der Torwart, dessen Rückennummer 80 von der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nach seinem viel zu frühen Tod ligaweit für alle Zukunft gesperrt wurde, soll damit nicht nur für das Turnier werben, sondern auch „ein stiller Botschafter der Freude am Eishockeysport“ sein, wie DEB-Generalsekretär Franz Reindl erklärt. Dreimal führte Müller seine Clubs zur deutschen Meisterschaft und nahm unter anderem an zwei Olympischen Spielen teil.

Müller konnte aber die letzte Rekord-WM auf deutschem Boden im Jahre 2010 nicht mehr miterleben, bei der unter anderem mit 77.803 Zuschauern beim Eröffnungsspiel „Auf Schalke“ ein wohl noch lange gültiger Hallen-Besucherrekord für Eishockeyspiele aufgestellt wurde. Zudem trug damals eine Woge der Begeisterung das deutsche Team bis auf Platz 4 und damit zur besten Klassierung seit dem olympischen Bronze-Medaillengewinn 1976.

Auch diesmal sollen Rekorde purzeln. Zwar  verzichtet der DEB auf ein solches Rekordspiel, doch wird damit kalkuliert, dass insgesamt 600.000 Fans die 64 Spiele der 16 Teams besuchen werden. Dies würde einer Auslastung von 68 Prozent der beiden WM-Stadien bedeuten. Kartenpreise ab 10 Euro aufwärts pro Begegnung und von durchschnittlich nur 39 Euro sollen für volle Stadien sorgen. Zum Vergleich: der Durchschnittspreis eines Tickets bei den letzten beiden Titelkämpfen in Schweden und Finnland lag bei mehr als 100 Euro und führte vielfach zu leeren Rängen. „Unser Fokus liegt auf der Stimmung im Stadion“, erklärt Reindl das Konzept. Allein damit sollen die Gesamtkosten von 23 Millionen Euro gedeckt werden. Die Rechte-Vermarktung, Marketing- und Hospitality-Einnahmen sollen darüber hinaus für den wirtschaftlichen Erfolg der Verbände sorgen.

Vom 05. bis 21.05.2017 wird je eine Vorrundengruppe mit acht Teams, darunter der jeweilige Gastgeber, in der Kölner Lanxess-Arena und im Pariser Palais d'Omnisports ihre Spiele austragen. Im Über-Kreuz-Verfahren werden dann nochmals je zwei Viertelfinalbegegnungen in den beiden Stadien ausgetragen, bevor die zwei Halbfinals, das Spiel um Platz 3 und das Endspiel ausschließlich in Köln ihren  Austragungsort finden. Vier Mannschaften müssen nach der Gruppenphase also in die jeweils andere Stadt reisen, so dass es zu keinen Wiederholungspaarungen kommt. Die beiden Gruppenletzten treten den direkten Gang in die Zweitklassigkeit an. Mit einem Fassungsvermögen von 18.500 Zuschauerplätzen in Köln und 15.000 Besuchern in Paris-Bercy gehören die beiden Spielstätten zu den größten und modernsten Hallen Europas.

„Together for 2017“ lautet das Motto der deutsch-französischen Ausrichter-Crew, die 2013 zum fünfzigsten Jahrestag der Élisée-Verträge beider Staaten den Zuschlag für das gemeinsame Turnier erhielt und darin auch einen Ausdruck der Völkerfreundschaft der vormals verfeindeten Nachbarn sieht. Und mit klassischen Klischees frotzelt man übereinander: so dient der Werbespot einer großen deutschen Fluglinie, die den deutschen Perfektionismus von einem Franzosen insgeheim bewundern lässt, als Leitmotiv der gemeinsamen Organisation. Gleichzeitig wird man „dem großen Bruder“ in den USA wohl ungehindert Einblick in die eigenen Planungen und Kalkulationen gewähren, hat man als Kommunikationsbasis doch das Cloud-System eines großen amerikanischen Software-Unternehmens gewählt - Völkerfreundschaft eben...   

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