Mit defensivem Freestyle: Deutschland hat Offensiv-Spaß gegen Frankreich Österreich scheitert an Großbritannien

Wojciech Stachowiak traf zweimal gegen Frankreich. (Foto: dpa/picture alliance/ASSOCIATED PRESS)Wojciech Stachowiak traf zweimal gegen Frankreich. (Foto: dpa/picture alliance/ASSOCIATED PRESS)
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Schon im ersten Abschnitt hatte die DEB-Auswahl etliche Chancen, machte Druck auf das von Quentin Papillon gehütete französische Tor. Dabei ließen sie allerdinge einige Hochkaräter liegen. Das bestrafte schließlich Valentin Claireux mit der Führung Frankreichs (17.). Doch im Anschluss an ein Powerplay glich Marc Michaelis 56 Sekunden vor der Pause aus.

Im zweiten Drittel wurde es wild: Zweimal legte Frankreich vor, zweimal glich Deutschland aus – brauchte für das 3:3 aber zwei Treffer. Das „erste 3:3“ von J.J. Peterka wurde nicht anerkannt, weil nach einer Coach’s Challenge klar wurde, dass Wojciech Stachowiak im Abseits stand. Doch nur Sekunden später war Stachowiak selbst mit dem „wirklichen 3:3“ zur Stelle (32.). Und nach weiteren 22 Sekunden lag Deutschland in Führung, als Maximilian Kastner in einen butterweichen Pass von Marc Michaelis nur noch die Kelle hineinhalten musste. In der 36. Minute dann ein Déjà-vu: Wieder gab es ein „erstes 5:3“. Der Grund: Als Leonhard Pföderl traf, wurde Frankreichs Keeper Papillon behindert, wieder gab es eine Coach’s Challenge, wieder hieß es: kein Tor. Und erneut stellte das Stachowiak richtig. Kurz nach Beginn des letzten Drittels erzielte er das „echte“ 5:3. Und als Lukas Reichel in der 45. Minute im Powerplay auf 6:3 stellte, war der Arbeitstag von Quentin Papillon beendet; fortan stand Julian Junca im französischen Tor. Ärgerlich: Kurz vor Ende kassierte Frederik Tiffels fünf Minuten und eine Spieldauerstrafe wegen eines Bandenchecks – wenige Minuten zuvor gab es nach einem ähnlichen Foul gegen Moritz Müller nur zwei Minuten.

Für Deutschland geht es am Donnerstag im Viertelfinale weiter: Wann und gegen wen, klärt sich erst im Laufe dieses WM-Spieltags.

Bundestrainer Harold Kreis: „Die letzten 30 Minuten des Spiels haben eindeutig uns gehört. Die Franzosen hatten dafür den besseren Start in die Partie, damit hatten wir anfangs ein bisschen Mühe. Unsere Mannschaft hat das dann korrigiert, die Scheiben und die Zonen besser kontrolliert und dann sind die Tore gefallen. Das sieht manchmal einfacher aus als es ist, das war wirklich harte Arbeit. Ich denke, dass das Ergebnis heute auch in der Höhe absolut verdient ist. Die Mannschaft hat sich bisher sehr gut präsentiert und somit gehen wir mit einem positiven Gefühl ins Viertelfinale. Wir schauen jetzt einfach, wer unser Gegner sein wird. Wir werden es natürlich mit jedem aufnehmen, das ist ganz klar.“

Dieses Viertelfinale wird ohne Österreich stattfinden: Gegen die bereits abgestiegene Mannschaft aus Großbritannien verloren die Rot-Weiß-Roten mit 2:4. Damit steht Finnland sicher in der K.o.-Phase.

Tore: 0:1 (16:49) Claireaux (Addamo, Perret), 1:1 (19:04) Michaelis (Kahun, Ehliz), 1:2 (21:09) Rech (Chakiachvili), 2:2 (25:56) Kälble (Stachowiak, Peterka), 2:3 (26:18) Treille (Bozon, Guebey), 3:3 (31:01) Stachowiak (Reichel), 4:3 (31:23) Kastner (Michaelis, Szuber), 5:3 (41:19) Stachowiak, 6:3 (44:50) Reichel (Sturm, Pföderl). Strafen: Deutschland 4 + 5 + Spieldauer (Tiffels), Frankreich 16. Zuschauer: 9109.


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