Kotschnew soll Russen stoppenGogulla warnt nach Dämpfer gegen Lettland

Dimitrij Kotschnew - Foto: Carsten Schürenberg www.stock4press.deDimitrij Kotschnew - Foto: Carsten Schürenberg www.stock4press.de
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Die Niederlage gegen die Balten war ein herber Dämpfer im Kampf um die Viertelfinal-Qualifikation und die damit verbundene sichere Teilnahme an den olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi. „Gut, dass Italien gegen Dänemark gewonnen hat. Das hat uns erstmal geholfen, aber auf solche Resultate dürfen wir nicht immer hoffen“, sagte Tripp.

Der Angreifer der Kölner Haie sah den Grund für die Niederlage im Auftakterfolg gegen Italien. „Wir haben für dieses 3:0 relativ wenig Aufwand betreiben müssen. Das war wohl nicht gut, denn so sind wir heute sehr behäbig ins Spiel gegangen und wurden von den Letten zu Beginn regelrecht überrannt.“ Das gute Kollektiv mit einer großen und daher bestens eingespielten Fraktion von Dinamo Riga ist nach Meinung von Sport 1-Experte Rick Goldmann allerdings auch sehr stark einzuschätzen. „Ich halte es in diesem Jahr eher für möglich, dass wir die Tschechen schlagen“, sagte der ehemalige Stürmer der Iserlohn Roosters.

Der Blick im DEB-Team geht also weiter Richtung Viertelfinale. Dem Szenario, durch den italienischen Sieg plötzlich im Abstiegskampf verstrickt zu sein, verweigert sich John Tripp: „Es ist keine gute Angewohnheit, nach unten zu schauen.“ Sein Kölner Vereinskollege Philip Gogulla ist da schon vorsichtiger. „Wir haben 2010 und 2011 zwei gute WM-Turniere gespielt. Aber das heißt nicht, dass wir nun jedes Jahr automatisch ins Viertelfinale einziehen. Fast alle Teams sind hier auf Augenhöhe und da müssen wir schon aufpassen, dass wir uns nicht plötzlich beim B-Turnier wiederfinden“, sagte der gebürtige Düsseldorfer.

 Zumal die zwei nun folgenden Gegner Russland und Schweden eher nicht auf Augenhöhe sein dürften. „Natürlich haben die Russen einige Stars wie Datsyuk oder Malkin im Kader. Diese Begegnung wird sicher eine große Herausforderung, aber ich hoffe dennoch, dass wir für eine Überraschung sorgen können“, sagte Trainer Jakob Kölliker. So wie im Vorjahr, als Deutschland in Bratislava sensationell mit 2:0 gewann. „Auch, wenn ein Eishockey-Profi 70 bis 80 Spiele pro Saison absolviert. Über diese Niederlage werden die Russen in der Kabine definitiv noch einmal sprechen“, fürchtet Torhüter Dimitrij Kotschnew.

Der 30-Jährige, der zur neuen Saison vom russischen Klub Atlant Mytishi zu den Hamburg Freezers wechselt, wird heute (20.15 Uhr) anstelle von Dennis Endras zwischen den Pfosten stehen. „Dennis braucht eine Pause und Dimitrij kennt das russische Eishockey gut“, sagte Kölliker, der auf den an einer leichten Gehirnerschütterung leidenden Berliner André Rankel verzichten muss. Zudem ist der Kölner Felix Schütz erneut nicht im Aufgebot. „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht sauer bin. Aber der Trainer meint, er sei mit meiner Leistung derzeit unzufrieden und so muss ich seine Entscheidung akzeptieren.“