„Jetzt ist es wie Play-off“Vor dem Dänemark-Spiel

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Am Donnerstag hatten sie sich fein gemacht. Im schwarzen Anzug und mit Lackschuhen war die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Einladung des deutschen Botschafters in Schweden, Harald Kindermann, gefolgt. In dessen denkmalgeschützter Villa auf der idyllischen Stockholmer Halbinsel Djurgarden gab es neben Kartoffelsalat auch Lachs und Köttbullar. Entspannung nach den beiden schweren Duellen mit Russland und Schweden sowie vor dem Wochenende der Wahrheit bei der WM. „Wir haben gut regeneriert und sind bestens erholt“, sagte Kai Hospelt von den Grizzly Adams Wolfsburg.

Die Spieler von Bundestrainer Jakob Kölliker haben die Akkus aufgeladen, um sich gegen Dänemark (heute, 16.15 Uhr) und Norwegen (morgen, 20.15 Uhr) mit zwei Siegen die Chance aufs Viertelfinale zu erhalten. Drei der bisherigen vier Begegnungen endeten durchaus wie erwartet, die Niederlage gegen Lettland aber setzt das DEB-Team nun unter Druck. „Dieses 2:3 war dumm. Jetzt geht es um alles“, sagte der Kölner Felix Schütz und Kai Hospelt ergänzte: „Das Viertelfinale bleibt weiter unser Ziel und noch haben wir es selber in der Hand.“

Beim Training stand vor allem das Angriffsverhalten im Vordergrund. Nur sieben Tore in vier Spielen sind eine zu geringe Quote, um international bestehen zu können. „Wir müssen mehr Nachschüsse erzwingen. Bislang haben wir es den gegnerischen Torhütern zu einfach gemacht“, sagte Kapitän Marcel Goc. Der NHL-Profi der Florida Panthers vergleicht die Situation mit der heißen Phase der Meisterschaft. „Jetzt ist es wie Play-off. Wir liegen mit 1:3 Siegen hinten und müssen dreimal gewinnen, um weiter zu kommen.“