Im Jubiläumsjahr droht der GAUNationalmannschaft

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Am Samstag testet das Team des neuen Bundestrainers Pat Cortina im Rahmen einer internationalen Spielrunde ab 14.15 Uhr im König Palast an der Westparkstraße gegen Schweden, das auch einen Tag später (14.45 Uhr, jeweils live bei Sport1) in Frankfurt am Main Gegner sein wird. „Diese beiden Spiele sind eine echte Herausforderung für uns, denn Schweden ist körperlich robust, taktisch stark und besitzt eine hervorragende Defensive“, sagte Pat Cortina.

Die erste Begegnung mit den „Tre Kronors“ ist dabei für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) aus Anlass des 50-jährigen Bestehens die Rückkehr an seine Geburtsstätte. Zwar befindet sich der Sitz des Verbandes inzwischen (offiziell) in Füssen, faktisch in München, doch wurde der DEB einst am 16. Juni 1963 durch Ludwig Zametzer (Füssen) und Dr. Günther Sabetzki (Düsseldorf) in Krefeld gegründet. „Eishockey hat in dieser Stadt eine große Tradition und deshalb ist es natürlich eine tolle Sache, zum Jubiläum des Verbandes hier ein Länderspiel auszutragen“, sagte Paul Keusch, der Hallenmanager des König-Palastes.

Allerdings droht dem DEB just in seinem Jubiläumsjahr großes Ungemach. Im Februar wurde bereits erstmals seit 1948 die Qualifikation für die olympischen Spiele verpasst, nun könnte schlimmstenfalls auch noch der Abstieg in die B-Gruppe der WM folgen. „Das Wort Abstieg möchte ich nicht in den Mund nehmen, aber wir dürfen natürlich nicht zu blauäugig sein, nachdem wir zuletzt nicht unser bestes Eishockey gespielt haben“, sagte Bundestrainer Pat Cortina.

Zur Verhinderung des GAU hofft der in Montreal geborene 48-jährige Italo-Kanadier, dass ihm nach dem Ende der Finalserie in der Deutschen Eishockey-Liga zwischen den Kölner Haien und Titelverteidiger Eisbären Berlin (spätestens am 24. April) die Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann, Constantin Braun und Frank Hördler als Verstärkung der Achillesferse Abwehr zur Verfügung stehen. Das Trio hatte seinem Vorgänger Jakob Kölliker vor einem Jahr mit fadenscheinigen Begründungen abgesagt, was nach Debakeln gegen Norwegen (4:12) und Tschechien (1:8) dem Schweizer den Job und dem deutschen Eishockey den Ruf kostete. „Was damals war, interessiert mich heute nicht mehr. Aber ich werde sicherlich ganz genau hinsehen, auf wen ich mich in Zukunft verlassen kann“, sagte Cortina und ergänzte: „Bei der WM müssen wir für sieben Spiele in elf Tagen sowohl körperlich als auch mental absolut bereit sein, aber insgesamt müssen wir auch eine Identifikation finden.“

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