Enttäuschung schlägt sich in der Presselandschaft niederPressespiegel nach dem Lettland-Spiel

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Bild.de sorgt sich: „Nach dem 3:0-Startsieg gegen Italien war unsere Eishockey-Nationalmannschaft obenauf. Doch: Nach der 2:3 (0:1, 2:1, 0:1)-Pleite vor 3000 Zuschauern in Stockholm gegen Lettland muss die Truppe von Bundestrainer Jakob Kölliker zittern. Der Einzug ins WM-Viertelfinale ist in Gefahr.“

„Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist auf dem Weg zum anvisierten Viertelfinale bei der WM in Schweden und Finnland erstmals gestolpert“, erkannte auch der Express und konstatierte eine „phasenweise erschreckend schwache Leistung“. Dennoch zitiert der Express in seiner Onlineausgabe auch einen kampflustigen Bundestrainer Jakob Kölliker: „Der Bundestrainer reagierte auf die Nachricht, dass die Russen drei Top-Stars nachnominiert haben, fast schon übermütig: ,Die sollen alle immer nur schön einfliegen. Je mehr Stars, desto besser für uns. Denn umso unorganisierter sind sie.‘“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt in ihrem Online-Auftritt mit: „Lettischer Dämpfer“. Die FAZ kritisierte in ihrem Artikel, für den sie auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) nutzte „eine schwache Anfangsphase“ und „haarsträubende Abwehrfehler“. Weiter heißt es: „Tripps glücklicher Anschlusstreffer schien im zweiten Abschnitt die Wende einzuleiten, aber im Schlussdrittel folgte die Enttäuschung durch das Siegtor von Aleksejs Sirokovs.“ Außerdem weist der Artikel auf eine besondere Premiere hin, für die der kurz zuvor registrierte Krefelder Sinan Akdag zuständig war: „Akdag ist der erste türkischstämmige deutsche Profi bei einer Eishockey-WM.“

Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte eine Artikel des Sportinformationsdienstes (sid). Und auch hier heißt es: „Für die DEB-Auswahl rückt das Viertelfinale bei der Eishockey-WM in weite Ferne.“

Auch die Süddeutsche Zeitung schließt sich in ihrem Webauftritt der Kritik an und erklärt: „Nur kämpfen reicht nicht“. Aber auch der Weg zum Weiterkommen wird aufgezeigt: „Durch den Punktverlust müssen die Deutschen nun vermutlich eine Top-Nation schlagen, um aus eigener Kraft noch unter die besten Vier und damit ins Viertelfinale zu kommen.“ Die Ansätze während der Aufholjagd zum zwischenzeitlichen 2:2 stellte die SZ heraus: „Danach wachte das Kölliker-Team jedoch auf. Nach dem Anschlusstreffer durch Tripp übte der WM-Vierte von 2010 deutlich mehr Druck auf den Gegner aus, stand enger bei den Gegenspielern und erkämpfte sich so den Ausgleich.“

Spiegel Online richtet nach der Niederlage den Blick nach vorn: „Damit steht das DEB-Team vor der dritten Partie am Dienstag gegen Russland schon unter Druck. Die ,Sbornaja‘ hatte zuvor in ihrem zweiten Spiel Norwegen 4:2 bezwungen und die Führung in der Vorrundengruppe B übernommen.“ Die Umstellungen in der Aufstellung wurden übrigens auf die Zeit vor dem „Anpfiff“ verlegt. Nun, es wird zum ersten Bully gepfiffen. Ein Anpfiff ist das aber nicht. Ist aber halb so wild.

„Am Sonntagabend zeigte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) im Stockholmer Globen eine schwache Leistung und wurde dafür durch die Tore von Miks Indrasis (12. Minute), Mikelis Redlihs (24.) und Aleksejs Sirokovs (53.) bestraft“, zitiert der Tagesspiegel eine Meldung der Nachrichtenagentur dapd. Der Artikel geht ebenfalls auf die personellen Umstellungen ein: „Der Schweizer hatte die Partie bereits im Vorfeld als ,Entscheidungsspiel‘ bezeichnet. Für einiges Erstaunen sorgte deshalb auch die Entscheidung, mit Andre Rankel vom deutschen Meister Eisbären Berlin und Felix Schütz (Kölner Haie) zwei etablierte Stürmer auf die Bank zu setzen und dafür die beiden Krefelder Neulinge Sinan Akdag und Daniel Pietta aufs Eis zu lassen.“

Dass der kicker nicht nur über Kicker schreibt, ist bekannt. In der Eishockeysektion der Onlineausgabe heißt es: „Drei Punkte hatte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gegen Lettland eingeplant – der Baltenstaat erwies sich aber als unangenehmer und unbezwingbarer Gegner. Die DEB-Defensive offenbarte Schwächen, die postwendend bestraft wurden.“ Weiter heißt es: „Auch ein Dennis Endras in Gala-Form konnte die Niederlage nicht abwenden. Gleichzeitig fehlte die Präzision im Sturm: Patrick Reimer und Christoph Ullmann trafen Pfosten und Latte, die Tore von John Tripp und Kai Hospelt reichten nicht, um gegen aggressive Letten zu punkten.“

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