Eishockey-WM: Deutsche Nationalmannschaft unterliegt den USA mit 1:3Führung durch Frederik Tiffels

Erst in den letzten zehn Minuten kamen die USA zu den Treffern zum 2:1 und 3:1. (Foto: dpa/picture alliance) (skm lof)Erst in den letzten zehn Minuten kamen die USA zu den Treffern zum 2:1 und 3:1. (Foto: dpa/picture alliance) (skm lof)
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Bundestrainer Toni Söderholm nahm zwei Änderungen im Kader vor: Stürmer Stefan Loibl kam zu seinem ersten WM-Einsatz, während Leo Pföderl pausierte. Das Tor hütete Mathias Niederberger.

Von Beginn an agierte die DEB-Auswahl engagiert und konzentriert gegen die US-Amerikaner. Mit Erfolg störte die deutsche Mannschaft immer wieder das Aufbauspiel des Gegners. Nach einem dieser Scheibengewinne bediente Leon Draisaitl den besser postierten Frederik Tiffels (12.), der zur verdienten 1:0-Führung traf. Erst danach baute die USA mehr Druck auf das Tor von Mathias Niederberger auf. Den Ausgleich erzielte schließlich James van Riemsdyk (14.), der einen Schuss gekonnt abfälschte.

Im zweiten Abschnitt kamen den US-Amerikaner deutlich öfter gefährlich vor das deutsche Gehäuse. Kurz hintereinander konnte sich Mathias Niederberger gegen Jack Eichel (24.) und Patrick Kane (26.) auszeichnen. Auf der Gegenseite setzte die deutsche Mannschaft immer wieder geschickt offensive Akzente. Marc Michaelis (34.) hatte dabei die größte Chance zur erneuten Führung nach einem Konter – doch US-Goalie Cory Schneider konnte parieren.

Dylan Larkin nutzte zu Beginn des Schlussabschnitts einen Pass von James van Riemsdyk zur Führung. Der Puck schlug unhaltbar im linken oberen Winkel ein. In der Folge hatte die deutsche Mannschaft durch Stefan Loibl und Leon Draisaitl gute Torchancen, konnte allerdings nicht den Ausgleich erzielen. Die Entscheidung zugunsten der Amerikaner erzielte Jack Eichel in der 57. Minute in Überzahl. Bundestrainer Toni Söderholm nahm noch einmal Torhüter Mathias Niederberger zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, doch die deutsche Mannschaft kam letztlich nicht mehr heran und verlor trotz engagiertem Auftritt letztlich mit 1:3.

Bundestrainer Toni Söderholm: „Mir war sehr wichtig, dass wir heute eine sehr hohe Arbeitsmoral auf dem Eis sehen. Wir haben von Anfang an ein ganz anderes Gesicht als noch im letzten Spiel gezeigt. Alle Spieler haben sich gesteigert. Wir waren heute viel kompakter und haben genügend Torchancen kreiert. Mich freut es, dass wir als Einheit aufgetreten sind, was uns alle gepusht hat und uns auf die bevorstehenden Spiele vorbereitet.“

Korbinian Holzer: „Über 60 Minuten war das unser bester Auftritt in diesem Turnier. Wir haben so gespielt, wie man gegen einen starken Gegner wie die USA spielen muss - gut durch die neutrale Zone, dicht gemacht und dann haben wir eben ein wenig Scheibenpech im Abschluss gehabt. Beim Treffer zum 1:2 hat man die ganze Klasse der Amerikaner gesehen. Sie brauchen nicht viel Platz für so ein schönes Tor – das muss man anerkennen. Für uns ist es jetzt natürlich bitter ohne Punkte dazustehen, aber es gibt einiges Positives, was wir mitnehmen können für das nächste Spiel.“

Moritz Müller: „Am Ende sind wir natürlich enttäuscht, dass wir das Spiel verlieren. Aber ich denke, die Haupt-Message die hängen bleibt ist das, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben: Eine Reaktion auf das Kanada-Spiel zu zeigen. Das ist uns gelungen - wir wollten nicht noch einmal so auftreten wie gestern. Wir haben uns heute bis zum Ende die Chance gegeben, das Spiel zu gewinnen. So müssen wir auch in den kommenden Duellen auftreten.“

Am Montag hat die deutsche Nationalmannschaft spielfrei. Am Dienstag (12.15 Uhr, Sport1) kommt es zum abschließenden Gruppenspiel gegen Finnland.