Deutschland steht im Halbfinale - nächster Gegner sind die USALettland und Kanada gewinnen ihre Viertelfinalspiele

Dank seines erneut starken Goalies Mathias Niederberger triumphierte das DEB-Team über die Schweiz und zog ins WM-Halbfinale ein. (picture alliance / DeFodi Images | Samppa Toivonen/Apollo Photo)Dank seines erneut starken Goalies Mathias Niederberger triumphierte das DEB-Team über die Schweiz und zog ins WM-Halbfinale ein. (picture alliance / DeFodi Images | Samppa Toivonen/Apollo Photo)
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Deutschland - Schweiz 3:1 (1:0, 2:1, 0:0)

Dreimal ist Deutschland seit 2010 in das Halbfinale einer Eishockey-Weltmeisterschaft eingezogen - und immer führte der Weg im Viertelfinale über die Schweiz. So auch in diesem Jahr: Mit 3:1 gewann das DEB-Team gegen die "Eisgenossen" und zog in die Vorschlussrunde ein.

Mathias Niederberger stand wieder im DEB-Tor und sollte zu einem der Spieler des Nachmittags weden neben Maxi Kastner, der das erste Tor erzielte, und den weiteren Torschützen JJ Peterka und Nico Sturm.

Der Anfangsdruck der Schweizer war enorm. Doch als in der siebten Minute ein langer Pass aus der eigenen Zone DEB-Stürmer Maximilian Kastner erreichte, schoss dieser kompromisslos aufs Tor. Robert Mayer, der heute den Vorzug im Schweizer Tor bekam, rutschte die Scheibe unter dem Arm durch und rollte in Zeitlupe ins Tor (7.). Nach dem ersten Seitenwechsel dauerte es jedoch nur 47 Sekunden, bis die Schweizer den Ausgleich erzielten. Jonas Siegenthaler konnte aus kurzer Distanz Mathias Niederberger überwinden. Zuvor hatte es Kevin Fiala den Schläger von Moritz Seider mit einem Stockschlag zerschlagen - eine Strafe gab es für die Aktion jedoch nicht.

In der Folge wurde das Spiel ruppiger. In der 32. Minute erhielt Moritz Seider nach einem Bandencheck eine Spieldauerdisziplinarstrafe. In der fünfminütigen Unterzahl verteidigte das DEB-Team mit geschlossener Mannschaftsstärke und verhinderte ein weiteres Gegentor. In der 38. Minute nutzte JJ Peterka ein Zuspiel von Dominik Kahun für den zweiten deutschen Treffer des Nachmittags. Als Maksymilian Szuber kurz vor der Pause auf der Strafbank Platz nahm, leitete Wojciech Stachowiak einen Zwei-auf-eins-Konter ein und spielte den Puck passgenau auf Nico Sturm, der auf 3:1 erhöhte (39.).

Im Schlussabschnitt warfen die Schweizer nochmal alles nach vorne. Doch Dank einer hervorragenden Abwehrarbeit, in der die deutsche Mannschaft wenige Schüsse auf das Tor zuließ, verteidigte das Team von Bundestrainer Harold Kreis die Führung. „Die Mannschaft hatte heute ihr fünftes Ausscheidungsspiel. Die Spieler gehen mit dieser Situation souverän um und lassen sich nicht dadurch verunsichern oder irritieren. Eine der Vorgaben war, dass wir in unserer Struktur bleiben – egal wie das Spiel läuft. Das haben die Jungs wirklich fantastisch gemacht“ sagte Kreis nach dem Spiel.

Kapitän Moritz Müller kommentierte: „Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft. Ich bin vielleicht nicht ganz so überrascht wie alle anderen, weil wir schon gespürt haben, dass wir eine besondere Truppe hier haben. Wir haben einen richtig guten Zusammenhalt und können auch spielerisch mit den Top-Nationen mithalten. Jetzt ist alles möglich.“

USA - Tschechien 3:0 (1:0,1:0,1:0)

Den achten Sieg im achten Turnierspiel feierten die USA, angeführt von Pittsburghs Goalie Casey DeSmith, der kein Gegentor der Tschechen zuließ. Die Treffer für den nächsten Gegner der deutschen Mannschaft erzielten die NHL-Spieler Matt Coronato von den Calgary Flames (13.) und Nick Perbix vom dreimaligen Stanley Cup-Sieger Tampa Bay Lightning (29.) sowie der junge Cutter Gauthier vom Boston College (50.). Das Halbfinale gegen Deutschland findet am Samstag erneut in Tampere statt.

Kanada - Finnland 4:1 (1:0,1:0, 2:1)

Die Finnen haben bei dieser Eishockey-WM drei große Probleme offenbart: Eine immer wieder mal wacklige Abwehr, einen Torwart, der nicht der gewünschte sichere Rückhalt war - und einen Trumpf, der nicht sticht. Mikko Rantanen, noch amtierender Stanley Cup-Sieger mit Colorado Avalanche, wartete trotz acht Assists noch auf sein erstes Turniertor.

Alle drei Faktoren kamen beim ersten Tor der Kanadier zum Tragen: Rantanen ließ in der Offensive eine gute Chance aus, wenige Augenblicke später klingelte es auf der anderen Seite. Ein schlecht postierter Verteidiger und ein unglücklicher Emil Larmi zwischen den Pfosten ermöglichten Jack Quinn ein viel zu leichtes Führungstor für die Ahornblätter. Auf ähnliche Weise fiel auch der zweite Treffer Kanadas durch Sam Blais von den St. Louis Blues (30.).

Michael Carcone erhöhte zu Beginn des Schlussdrittels auf 3:0. Diese Führung hatte bis in die Schlussphase Bestand. Dann stocherte Teemu Hartikainen, der in Genf spielt, erfolgreich zum ersten Treffer der Finnen bei bereits gezogenem Torwart nach. Dann machte aber Tyler Toffoli mit dem Empty Netter alles klar.

Schweden - Lettland 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)

Ein echtes Debakel erlebten die Schweden in ihrem VIertelfinale gegen Gastgeber und Außenseiter Lettland, der erst in letzter Sekunde überhaupt in die KO-Runde gerutscht war. Sie unterlagen der Mannschaft aus dem Baltikum mit 1:3. Einer der Torschützen für die Co-Gastgeber war Miks Indrasis von den Schwenniger Wild Wings. Für die Tre Kronor traf nur Timothy Liljegren von den Toronto Maple Leafs zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (30.), ehe die Letten mit zwei Treffern im Schlussabschnitt alles klar machten.


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