Das Halbfinale in der finnischen PresseSo sieht es der Gegner

Finnlands Jere Innala (rechts), hier im Duell mit Leon Gawanke, mahnt sein Team dazu, den Gegner ernstzunehmen.  (Foto: dpa/picture alliance)Finnlands Jere Innala (rechts), hier im Duell mit Leon Gawanke, mahnt sein Team dazu, den Gegner ernstzunehmen. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die größte Zeitung aus der Hauptstadt, Helsingin Sanomat, zitiert dabei Stürmer Iiro Pakarinen. Der für den KHL-Club Jokerit Helsinki spielende Stürmer meint: „Die deutsche Mannschaft spielt für ihre Verhältnisse ein überragendes Turnier. Allen voran zwei Spieler, auf die man im Gespräch schnell kommt: Moritz Seider und Lukas Reichel. Beide verkörpern das neue deutsche, moderne Eishockey.“ Und Pakarinen freut sich auf das Spiel, denn das deutsche Spiel würde dem finnischen ähneln und es gibt für ihn noch ein Argument, dass sich innerhalb von zwei Wochen wiederholt: Er spielte von 2012 bis 2014 zusammen mit dem deutschen Bundestrainer Toni Söderholm bei IFK Helsinki.

Die Zeitung Keski Uusimaa aus Järvenpää zitiert Joel Kiviranta, Stürmer der bereits nach der NHL-Hauptrunde ausgeschiedenen Dallas Stars: „Finnland ist Favorit, aber nur, wenn alle Spieler wissen, was zu tun ist und konzentriert bleiben.“

Die finnische Boulevardzeitung Ilta-Sanomat findet erwähnenswert, dass die Deutschen mit einer sehr jungen Mannschaft antreten und bringt als Headline: „Der finnische Löwe steht einem Team von Jugendlichen gegenüber“, um danach respektvoll zu erwähnen, dass man mit der Schweiz nicht nur seinen Lieblingsgegner mit dem 3:2 aus dem WM-Rennen warf, sondern wohl auch die beste spielerische Leistung des gesamten Turniers brachte. Dazu Moritz Seider gegenüber der Zeitung: „Wir waren das bessere Team und haben verdient gewonnen. In der normalen Spielzeit hatten wir mit dem späten Ausgleich Glück und in der Verlängerung wollte dann keiner einen Fehler machen. Wenn wir weiter so spielen, haben wir gute Finalchancen.“

Die nordkarelische Karjalainen bemerkt nur, dass man praktisch durch den finnischen Trainer der Deutschen auf sein Spiegelbild trifft, was die Taktik angeht. Stürmer Jere Innala von IFK Helsinki wird zitiert mit den Worten: „Die Deutschen fighten um jeden Zentimeter. Wenn wir diesen Kampf nicht annehmen, können wir das Finale vergessen. Wir müssen spielen wie gegen die Tschechen. Mit Biss, viel Kampfkraft und natürlich Disziplin.“ Am Ende gibt es auch noch einen Kommentar von Verteidiger Miika Koivisto vom schwedischen Meister Växjö Lakers HC: „Wenn wir die deutschen Chancen auf ein Minimum beschränken, dann haben wir eine echte Siegchance.“

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