Cortina: „Gegen Lettland brauchen wir einen Erfolg“Verwirrung um Abstiegsmodus

Bundestrainer Pat Cortina. (Foto: Imago)Bundestrainer Pat Cortina. (Foto: Imago)
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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft überraschte die Experten. Nach zwei Spielen ohne eigenen Torerfolg befürchteten nicht wenige in der Partie gegen Schweden ein ähnliches Debakel wie das 0:10 gegen Kanada. Doch Bundestrainer Pat Cortina hatte die Reihen umgestellt und die Spieler zusammen auflaufen lassen, die auch in den Clubs gemeinsam spielen. Die Folge war: Nach einem 0:2-Rückstand glich das deutsche Team zum 2:2 aus, überstand eine fünfminütige Unterzahl bravourös und kam auch nach dem 2:4 noch einmal heran, ehe es bei einer 3:4-Niederlage blieb. „Wir haben morgens mit den neuen Reihen und auch das Powerplay trainiert“, sagte Cortina nach dem Spiel. „Das hat gut funktioniert. Die Moral ist gut, aber wir brauchen gegen Lettland einen Erfolg und die Punkte. Wir müssen ehrlich sein: Die Schweden waren ein bisschen müde von gestern, sind aber trotzdem ein Topteam. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt.“ Die Einordnung dieses Spiels fiel ihm nicht schwer: „Das war vielleicht eines der besten Spiele, seitdem ich Bundestrainer bin. Gegen Lettland müssen wir schnell Schlittschuhlaufen und schnell mit der Scheibe sein.“ Schwedens Trainer Pär Mårts räumte ein: „Unser Tank war leer. Wir hatten ein bisschen Angst vor dem Spiel.“

Cortina sprach die Wichtigkeit des heutigen Spiels gegen Lettland (20.15 Uhr) an. Denn mit einem Erfolg könnte Deutschland der Abstiegsangst entgegenwirken. Derweil gibt es jedoch genau um dieses Thema Verwirrung. Wie die „Kleine Zeitung“ aus Österreich meldet, gibt es auf der Homepage des internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) eine widersprüchliche Erläuterung des Abstiegsmodus. Dort heißt es, dass die beiden am schlechtesten platzierten Teams in die WM-Division I, Gruppe A absteigen müssen. Wie die Zeitung weiter erläutert, habe der Österreichische Eishockey-Verband dies dahin gehend interpretiert, dass die beiden punktschlechtesten Teams aus beiden Gruppen zusammen absteigen müssen. Hieße also: Es könnten auch der Siebte und Achte einer Gruppe absteigen, wenn diese weniger Punkte haben, als der Letzte der anderen Gruppe. Die „Kleine Zeitung“ erklärt weiter, dass IIHF-Sportdirektor Dave Fitzpatrick inzwischen aber bestätigt habe, dass – wie gewohnt – die beiden Gruppenletzten absteigen müssen. Ganz normal also. Allerdings sei zugegeben worden, dass die Formulierung unglücklich gewählt sei.