6:4 gegen Dänemark! DEB-Team feiert ersten WM-SiegDer siebte WM-Tag im Überblick

Moritz Müller traf gegen Dänemark und wurde als bester Spieler der Partie im DEB-Team ausgezeichnet. (Foto: dpa/picture alliance/ASSOCIATED PRESS)Moritz Müller traf gegen Dänemark und wurde als bester Spieler der Partie im DEB-Team ausgezeichnet. (Foto: dpa/picture alliance/ASSOCIATED PRESS)
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Gruppe A

Dänemark – Deutschland 4:6 (1:0, 1:3, 2:3)

Bitter, bitter, bitter. So können die ersten Spiele des DEB-Teams gegen die Topnationen kurz zusammengefasst werden. Keine Punkte trotz starker Leistungen. Im vierten Gruppenspiel hieß der Gegner Dänemark. Neun der letzten zehn Spiele gegen die Skandinavier endeten mit einem Tor Unterschied. Diesmal zog Deutschland das Spiel auf seine Seite. Zum Start gab es erstmal einen Dämpfer durch Matias Lassen. Doch die deutsche Mannschaft steigerte sich immer mehr und zeigte sich aktiver. Durch John-Jason Peterka und Alexander Ehl belohnten sie sich. Nach zwölf Minuten im zweiten Drittel gelang Dänemark der erste Torschuss. Das Team von Harold Kreis blieb am Drücker und hatte zu diesem Zeitpunkt alles im Griff. Kurz vor Drittelende schien das DEB-Team ein Traumdrittel hingelegt zu haben. Marcel Noebels sah Moritz Müller und der schob den Puck ins freie Tor. Starkes Comeback. 13:1 Torschüsse. 3:0 Tore. Es schien alles zu laufen. 23 Sekunden vor Drittelende fiel allerdings noch der Anschlusstreffer durch Mathias Bau Hansen. Fünf Minuten vor Ende der Partie der nächste Schock durch Christian Wejse. Ausgleich. Schon 20 Sekunden später aber die erneute Führung durch Jonas Müller. Der gut arbeitende Wojtek Stachowiak gewann das Bully und leistete somit die Vorarbeit. Ein wildes Finale nahm seinen Lauf. Das 5:3 fiel durch Marcel Noebels mit einem Schuss aufs leere Tor. Doch auch das sollte noch nicht das Ende gewesen sein. 32 Sekunden vor Ende war erneut Christian Wejse zur Stelle. Das sechste und letzte Tor für Deutschland war Nico Sturm vorbehalten. Erster WM-Sieg und Hoffnung aufs Viertelfinale.

Tore: 1:0 (5:39) Matias Lassen (Markus Lauridsen, Nikolaj Ehlers), 1:1 (29:12) John-Jason Peterka (Kai Wissmann), 1:2 (31:08) Alexander Ehl (Moritz Müller, Moritz Seider), 1:3 (37:51) Moritz Müller (Marcel Noebels, John-Jason Peterka), 2:3 (39:37) Mathias Bau Hansen (Anders Krogsgaard, Christian Wejse), 3:3 (55:01) Christian Wejse (Nick Olesen, Niklas Andersen), 3:4 (55:21) Jonas Müller (Kai Wissmann, Wojtek Stachowiak), 3:5 (58:56) Marcel Noebels (Nico Sturm ENG), 4:5 (59:28) Christian Wejse (Markus Lauridsen, Anders Koch), 4:6 (59:35) Nico Sturm (ENG)

Ungarn – Schweden 1:7 (1:3, 0:3, 0:1)

Mit der Euphorie nach dem erst zweiten WM-Sieg in der Topdivision seit knapp 80 Jahren ging Aufsteiger Ungarn in die Partie gegen Schweden. Doch bereits nach 93 Sekunden legte der Favorit durch Oscar Lindberg vor. 220 Sekunden später erhöhte Jacob de la Rose in Unterzahl. Nach acht Minuten schoss Roland Kiss den ungarischen Ehrentreffer. Am Ende das einzige Erfolgserlebnis. In den restlichen 40 Minuten zählte die Statistik keinen weiteren Torschuss. Mit fünf weiteren Treffern sammelte Schweden die Punkte neun, zehn und elf. Dennis Eversberg, Andre Petersson, Jonathan Berggren, Lucas Raymond und der zweite Treffer von de la Rose markierten den Kantersieg. Durch diesen Sieg geht Schweden einen großen Schritt Richtung Viertelfinale.

Tore: 0:1 (1:33) Oscar Lindberg (Henrik Tommernes, Anton Lindholm), 0:2 (5:13) Jacob de la Rose (Carl Grundstrom SHG), 1:2 (7:36) Roland Kiss (Istvan Bartalis, Zsombor Garat), 1:3 (17:50) Dennis Everberg (Timothy Liljegren, Rasmus Sandin), 1:4 (24:17) Andre Petersson (Henrik Tommernes, Lucas Raymond PPG), 1:5 (37:37) Jonathan Berggren (Lucas Raymond, Timothy Liljegren), 1:6 (38:20) Jacob de la Rose (Marcus Sörensen, Henrik Tommernes), 1:7 (48:48) Lucas Raymond (Leo Karlsson, Henrik Tommernes)

Gruppe B

Tschechien – Slowenien 6:2 (0:2, 1:0, 5:0)

Zwei Tore aus vier Schüssen mit dieser Effektivität legte der Aufsteiger Slowenien im Spiel gegen Tschechien los. Die Bremerhavener Spieler Miha Verlic und Jan Urbas in Überzahl setzten die ersten Akzente gegen den Bronzemedaillen Gewinner von 2022. Und auch das dritte Tor für den Außenseiter hätten fallen können. Gute Chancen wurden ausgelassen. Bis zur 38. Minute sollte Tschechien kein Tor erzielen. Doch dann war die Zeit von Stürmer Dominik Kubalík gekommen. Drei der sechs Tore gingen auf sein Punktekonto. Zwei Powerplay Tore und ein Treffer ins leere Tor drehten das Spiel. Auch Roman Cervenka, Michal Kempný und Jakub Flek konnten den Landshuter Luka Gracnar im Tor der Slowenen bezwingen. Der Aufsteiger bleibt somit weiterhin ohne Punkt.

Tore: 0:1 (7:23) Miha Verlic (Jan Urbas, Blaz Gregorc), 0:2 (11:49) Jan Urbas (Blaz Gregorc, Ziga Jeglic PPG), 1:2 (38:19) Dominik Kubalík (Michal Kempný, David Tomásek PPG), 2:2 (43:47) Dominik Kubalík (David Tomásek, Jiri Smejkal PPG), 3:2 (45:00) Roman Cervenka (Daniel Vozenilek, Jan Kostalek), 4:2 (51:12) Michal Kempný (Vladimir Sobotka, Dominik Kubalík), 5:2 (57:49) Dominik Kubalík (Jakub Zboril ENG), 6:2 (58:56) Jakub Flek (Michal Kempný, Tomas Dvorak)

Schweiz – Slowakei 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)

Einen neuen Rekord ohne Gegentor stellte die Schweiz gegen die Slowakei auf. Im Jahr 1939 konnten sie 201 Minuten kein Tor kassieren. Da Eishockeyspiele damals nur über drei Mal 15 Minuten gespielt wurden, konnte sogar viermal die Null gehalten werden. Dies gelang in diesem Turnier nicht. Nach 205 Minuten brach Andrej Kudrna die Serie. Jonas Siegenthaler und Nino Niederreiter hatten für die Schweiz getroffen. Pavol Regenda netzte zum 2:2 ein. Durch zwei Tore von Christian Marti und Gaetan Haas im Schlussabschnitt bleibt die Schweiz ohne Verlustpunkt und setzt sich mit einem Torverhältnis von 19:2 an die Spitze der Gruppe B.

Tore: 1:0 (5:07) Jonas Siegenthaler (Denis Malgin, Nico Hischier), 2:0 (24:47) Nino Niederreiter (Andres Ambühl), 2:1 (25:08) Andrej Kudrna (Milos Kelemen, Richard Pánik), 2:2 (39:29) Pavol Regenda (Oliver Okuliar, Samuel Knazko), 3:2 (46:51) Christian Marti (Tanner Richard), 4:2 (59:25) Gaetan Haas (Marco Miranda, Dario Simion ENG)

Weiter geht es am Freitag um 15.20 Uhr deutscher Zeit. In Gruppe A trifft Ungarn auf Gastgeber Finnland. In Gruppe B spielen Lettland und Slowenien gegeneinander. Das Abendspiel in dieser Gruppe lautet Kasachstan gegen Slowakei. Parallel dazu begegnen sich Deutschland und Österreich im Tampere. Start der Partie ist um 19.20 Uhr deutscher Zeit. 


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