Zwölf Tage im April... DEL2: Play-Donws Runde2

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Heilbronn oder Kaufbeuren, wer muss runter?   

Es werden bittere Tränen fließen und Freudentänze getanzt werden. Fans werden sich jubelnd in den Armen liegen und sich gegenseitig trösten. In den nächsten Tagen werden Freud und Leid nah beieinander liegen, sehr nah. Der Überlebenskampf in der DEL2 beginnt am Gründonnerstag. Wir schauen auf die beiden Teams der Heilbronner Falken und des ESV Kaufbeuren und wagen eine Prognose. Bereits seit letztem Dezember hat sich dieses Duell angedeutet, die beiden schlechtesten Teams der DEL2 Hauptrunde treffen aufeinander und werden den Absteiger aus der DEL2 ermitteln.

Hauptrunde:

In drei Spielen konnten die Falken drei Siege auf fremden Eis einfahren. Einer dieser Siege gelang ihnen in Kaufbeuren. Insgesamt gewannen die Falken drei der Duelle gegen die Bayern (3:2, 5:4, 8:2) und mussten sich nur einmal in der Verlängerung mit 2:3 geschlagen geben. Diesen einzigen Sieg der Kaufbeurer konnten sie im eigenen Stadion am Freitag, dem 13.02. einfahren. Klarer Vorteil für Heilbronn.

Hockeyweb-Wertung: Ein Puck für Heilbronn

Torhüter:

Florian Proske, Phlilip Lehr und Alex Scola gegen Stefan Vajs und Pasi Häkkinen.

Proske fehlte verletzungsbedingt in den letzten drei Spielen der Falken gegen die Eispiraten Crimmitschau, wird aber zur zweiten Runde wohl wieder fit sein. Philip Lehr überzeugte nicht wirklich und wurde nach zwei Spielen durch Alex Scola ersetzt. Scola machte ein gutes Spiel und empfahl sich für weitere Einsätze. Genau hier liegt das größte Problem. Wenn Scola spielt, muss ein ausländischer Feldspieler auf die Tribüne. Die Heilbronner Trainer Gerd Wittmann und Luigi Calce müssen sich entscheiden, wer nur zuschauen darf: Alex Scola, Dustin Cameron, T.J. Fast, Grant Toulmin oder Stefan Legein. Auf Seiten der Allgäuer spielte Stefan Vajs alle Spiele der ersten Runde. Die Konstante im Tor des ESVK könnte ein Vorteil sein. Sollte er ausfallen, steht mit Pasi Häkkinen ein Backup bereit, der mehrfach gezeigt hat, dass er zu den besten Torhütern der DEL2 gehört. Der junge Florian Proske kann das Niveau von Stefan Vajs und Pasi Häkkinen erreichen, auf der Backup-Position sind die Allgäuer hingegen stärker besetzt.

Hockeyweb-Wertung: 0,5 Pucks für Kaufbeuren

Abwehr:

Mit sechs Punkten aus fünf Spielen ist der Heilbronner T.J. Fast aktuell der offensiv stärkste Verteidiger der beiden Teams. Außer ihm trugen sich nur Steven Bär und Thomas Gödtel (beide Heilbronn) ebenfalls in die Torschützenlisten der ersten Play-Down-Runde ein. Ein Verteidiger-Tor ist den Allgäuern somit noch nicht gelungen. Kaum Unterschiede gibt es in der defensiven Arbeit: 4,6 Gegentore kassieren im Schnitt die Heilbronner Falken, diesen stehen 4,5 der Buron Joker gegenüber.

Hockeyweb-Wertung: Unentschieden

Angriff:

Heilbronn: 3,4 Tore pro Spiel von elf verschiedenen Torschützen

Kaufbeuren: 3,5 Tore pro Spiel von acht Torschützen

Mehr Torschützen der Falken stehen weniger, aber effektivere Torschützen der Kaufbeurer gegenüber. Ein Vorteil für Heilbronn ist gewiss, dass Spieler ins Schwarze treffen, die während der Saison eher zögernd trafen. Die große Last, das große Problem des Torschiessens ist nun auf mehrere Schultern verteilt. Nachteil für die Unterländer: Riley Armstrong wird nicht mehr zum Einsatz kommen. In seinem einzigen Spiel in den Play-Downs verbuchte er drei Punkte. Auf Seiten der Kaufbeurer stechen Joshua Lunden und Daniel Oppolzer (je 8 Punkte) sowie Jordan Knackstedt und Michael Fröhlich (je 7 Punkte) heraus.

Hockeyweb-Prognose: Unentschieden

Special-Teams:

Hier betrachten wir nur die nackten Zahlen:

Überzahl: 19,2 % Heilbronn – 16,7 % Kaufbeuren

Unterzahl: 75 % Heilbronn – 73,1 % Kaufbeuren

Hockeyweb-Wertung: 0,5 Pucks für Heilbronn

Fazit:

1,5 Heilbronner Falken : 0,5 für den ESV Kaufbeuren

Im Sport ist es nun mal so, dass Erfolg, Siege, Meisterschaften oder Abstiegsendspiele nicht planbar sind. Am Gründonnerstag ist alles bisher Geschehe Vergangenheit und alles beginnt bei null. Läuft diese Serie normal, werden sich die Falken im siebten Spiel in der heimischen Kolbenschmidt Arena durchsetzen und gemeinsam mit ihren Fans den Klassenerhalt feiern. Die Sicherheit, dass es normal laufen wird gibt es nicht und so bietet unsere Prognose zwei Variante:

Entweder gewinnt in Heilbronn in sieben Spielen oder das Team, das den ersten Auswärtssieg verbucht.

Spieltermine:

02.04. in Heilbronn, 04.04. in Kaufbeuren, 06.04. in Heilbronn, 08.04. in Kaufbeuren

falls nötig: 10.04. in Heilbronn, 12.04. in Kaufbeuren, 14.04. in Heilbronn