Zweite Auswärtspleite2:1-Serienführung für Bietigheim

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Drei unglückliche Gegentore in den ersten Minuten des zweiten Drittels entschieden die Partie, in
denen die Starbulls ihrem Gegner aber mehr entgegensetzen konnten, als noch im ersten
Auswärtsspiel der Serie. David Vallorani gelang knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene nur
noch der Ehrentreffer.
Die Starbulls mussten in dieser dritten Playoff-Viertelfinalpartie auf Tyler McNeely verzichten. Der
bisherige Topscorer der Playoff-Phase musste wegen der Folgen des harten Checks von Max
Prommersberger in den Schlussminuten der Partie am Sonntag passen. Trainer Franz Steer stellte in
der zweiten Sturmreihe deshalb Stefan Loibl und Manuel Edfelder zu David Vallorani. Im dritten
Starbulls-Sturm agierte Andrej Strakhov neben Fabian Zick und Maximilian Vollmayer. Die vierte
Sturmreihe, die ebenfalls regelmäßige Eiszeit erhielt, bildeten Leopold Tausch, Mondo Hilger und
Florian Gaschke. Das Rosenheimer Tor hütete wieder Timo Herden.
Die Steelers, die auf den für ein Spiel gesperrten Shawn Weller verzichten mussten, dominierten die
Anfangsminuten. Rene Schoofs scheiterte mit der ersten Chance des Spiels per Rückhand an Timo
Herden (3.). Zwei Minuten später war Herden aber zum ersten Mal geschlagen. Bietigheims Kapitän
Adam Borzecki hatte von halbrechts aus der Halbdistanz aus dem Handgelenk überraschend
abgezogen und halbhoch ins linke Eck getroffen – 1:0 (5.). Und auch den Treffer zum 2:0 erhielt
Borzecki gutgeschrieben, die Scheibe fand den Weg aber von einem Rosenheimer Spieler unhaltbar
für Herden ins eigene Tor – 2:0 (9.). Sekunden zuvor hatte Justin Kelly den Pfosten getroffen und
damit für die letztlich entscheidende Verwirrung in der Rosenheimer Abwehr gesorgt. Als die Starbulls dann nach einer kleinen Strafe gegen Stretch auch noch in Unterzahl agieren musste, verhinderte Herden mit guten Paraden mehrfach den dritten Gegentreffer. Ein von Frederik Cabana angezettelter Fight mit Beppo Frank – beide Spieler erhielten je zwei kleine Strafen sowie eine zehnminütige Disziplinarstrafe – veränderte den Spielcharakter. Die Starbulls kamen besser in die Partie und zu Abschlüssen. Cabana kam nicht mehr auf das Eis zurück, Steelers- Trainer Gaudet sprach nach der Partie von einer Vorsichtsmaßnahme.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts hatte Peter Lindlbauer in Überzahl gleich zweimal den
Anschlusstreffer auf dem Schläger. Zunächst zielte der Rosenheimer Verteidiger bei freier
Schussbahn wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (22.), dann traf er nur das Eisen des
Bietigheimer Tores (23.). In dieser Phase hätte die Partie kippen können. Das Tor fiel aber auf der
anderen Seite. P.J.Fenton staubte zum 3:0 ab, nachdem McKnight die Maske von Starbulls-Keeper
Herden getroffen hatte, die Hauptschiedsrichter aber keinen Grund sahen, das Spiel deshalb zu
unterbrechen (27.). Zwei Minuten später entschied ein Bietigheimer Doppelschlag mit zwei Toren
binnen 17 Sekunden die Partie. Zunächst verwertete Rene Schoofs, der völlig frei im Slot stand, in
Überzahl eine Rückpass von McKnight zum 4:0, dann schloss P.J.Fenton ein Solo gegen eine viel zu
zögerlich agierende Starbulls-Defensive mit der Rückhand zum 5:0 ab (29.). Beide Male ließ Torwart
Herden die Scheibe durch die „Hosenträger“ über die Linie rutschen. Starbulls-Coach Franz Steer
nahm eine Auszeit, holte Timo Herden vom Eis und ersetze ihn durch Lukas Steinhauer.
Der Rest des zweiten Spielabschnitts gehörte wieder den Starbulls, die aber beste Torchancen
ungenutzt ließen. Stefan Loibl und David Vallorani kamen jeweils frei vor Sinisa Martinovic zum
Abschluss, scheiterten aber am glänzend aufgelegten Bietigheimer Schlussmann. Der konnte sich,
wie auch Gegenüber Lukas Steinhauer, im letzten Spielabschnitt noch einige Male auszeichnen.
Während die Steelers aber über weite Strecken nur noch ihren Vorsprung verwalteten, begaben sich
die aktiveren Starbulls durchaus auf die Suche nach ihrem ersten Auswärtstreffer in dieser Serie.
Dominik Daxlberger nahm gleich zweimal eine Einladung dazu nicht an, als er das leere Tor vor sich
hatte, aber zu lange zögerte. Nach über 118 Auswärtsminuten brach schließlich David Vallorani nach
Zuarbeit von Daxlberger doch noch den Bann und erzielte 105 Sekunden vor der Schlusssirene den
Ehrentreffer zum 5:1.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim