Zwei Spiele, nur ein Punkt

Regensburg: Eisbären scheitern an Rostislav HaasRegensburg: Eisbären scheitern an Rostislav Haas
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Am Sonntagabend sollten die Nostalgiker unter den knapp 2000 Zuschauern in der Regensburger Donau Arena voll auf ihre Kosten kommen. Nach vielen Jahren trafen die beiden EVR`s mal wieder in einem Punktspiel aufeinander. Während die Ravensburger vor dieser Partie bereits zwei Zähler auf dem Konto hatten, standen die Eisbären trotz gutem Spiels in Bremerhaven noch ohne Punkte da. Umso größer war der Druck für die Mannen von Wayne Hynes.

Beide Mannschaften legten munter los und hatten eine Vielzahl von hochkarätigen Einschussmöglichkeiten zu verbuchen. Dennoch blieben die ersten zwanzig Minuten torlos. Zu verdanken war dies in erster Linie den überragenden Torhütern Leo Conti auf Ravensburger und Patrick Couture auf Regensburger Seite. Nicht gut war dagegen die Leistung von Hauptschiedsrichter Seckler, dessen Entscheidungen bei beiden Fanlagern für viel Unverständnis sorgten. Beinahe jeder Körperkontakt zog eine Strafe nach sich, so dass die Partie im ersten Drittel äußerst zerfahren war.

Im Mittelabschnitt meldeten sich die Ravensburger mit einem Paukenschlag zurück. Zuerst überwand Björn Friedl aus kurzer Distanz den machtlosen Patrick Couture und nur Sekunden später erhöhte Stefan Vogt aus dem Gewühl auf 2:0. Die Regensburger waren sichtlich geschockt. Erst als Mike Wirll`s eigentlich regulärer Anschlusstreffer in der 31. Minute wegen Abseits aberkannt wurde, forcierten die Eisbären in der Folgezeit das Tempo. In der 34. Minute sollten sie für Ihre Bemühungen belohnt werden. Verteidiger Rory Rawlyk verkürzte per Rückhandschlenzer auf 1:2. Eine Sekunde vor Ablauf des zweiten Drittels egalisierten die Hausherren den Spielstand sogar. Axel Hackert nutzte einen Abpraller von Leo Conti zum Ausgleichstreffer.

Im Schlussabschnitt tauchten die Gäste zunächst nur noch vereinzelt vor Patrick Couture auf. Die Regensburger nahmen das Heft in die Hand. Kurz nach Wiederanpfiff hatte erneut Rory Rawlyk die große Chance die Seinen erstmals in Führung zu bringen. Er scheiterte jedoch freistehend an Conti. Pech hatten die Eisbären als Mike Wirll in der 44. Minute nur die Unterlatte traf. Gegen Ende des Spiels mussten die Regensburger noch zwei unnötige Strafen schlucken, doch Patrick Couture ließ keinen Gegentreffer mehr zu.

So ging es also in die Verlängerung. Hier hatten die Ravensburger erneut eine Powerplaymöglichkeit, doch wiederum verzweifelten sie am Regensburger Schlussmann. Das Penaltyschießen musste letztendlich eine Entscheidung bringen. Während auf Regensburger Seite keiner der drei Schützen Leo Conti bezwingen konnte, reichte den Gästen der Treffer von Andrej Kaufmann zur Sicherung zweier Punkte aus der Donau Arena.

Von Michael Pohl