Zur Lage in der 2. Bundesliga

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Keine alltägliche Situation, dass eine Mannschaft ein Spiel absagen muss, weil sie keinen einsatzfähigen Torhüter aufbieten kann. So geschehen am vergangenen Wochenende beim ESV Kaufbeuren. Die kurzfristige Absage empfand der Gastgeber aus Schwenningen freilich weniger lustig. Schließlich entstanden finanzielle Schäden, wie etwa im Catering Bereich. Auch die Anhänger konnten nicht alle rechtzeitig von der Absage informiert werden. Da sowohl Jochen Reimer, als auch Martin Cinibulk zwei Tage zuvor noch spielfähig waren, bleibt ob der aktuellen Verletztenmisere bei den Joker ein fader Beigeschmack. Gültige Atteste hatten die beiden Goalies indes logischerweise. Aber auch sportlich sind die Allgäuer meilenweit von ihren Ansprüchen entfernt. Nach der neuerlichen Heimpleite gegen Weißwasser ziert man mit gerade mal acht Zählern das Tabellenende.



Der vorübergehende Höhenflug der Fishtown Penguins scheint sich auch langsam dem Ende zu zu neigen. Die verletzten Streu und Gyori konnten gegen Bad Tölz zu keiner Zeit ersetzt werden, so dass die nächste Heimpleite nur eine logische Konsequenz war. In Regensburg brachen die Nordlichter nach ansehnlichem Spiel zum Schluss hin ein und mussten letztendlich ohne Punkte die Reise nach Hause antreten.



Gute Simmung herrscht plötzlich in Bad Tölz. Die Handschrift des neuen Trainers ist langsam erkennbar. Ein Spiel lange eng halten, lautet die Devise von Peter Obresa. Und da seine Toptorjäger Warren und Hoad in Trefferlaune sind, reichte es erstmals zu einem Sechspunkte Wochenende. Für die Zuschauer entpuppte sich die Begegnung gegen die Moskitos zu einem wahren Krimi mit Happy End. Sebastian Kottmair erlöste die Buam acht Sekunden vor der Schlusssirene mit dem Siegtreffer.

Ungemütliche Tage scheint es für die Spieler der Bietigheim Steelers zu geben. Nachdem Präsident Fehr schon während der Partie gegen die Eispiraten auffällig und deswegen in einem Zusatzbericht von Referee Bertl bedacht wurde, ließ er im Anschluss an die Heimpleite in der Kabine erst recht Dampf ab. Dabei sprach Fehr vor der Saison doch von einer endlich charakterfesten Mannschaft, bei deren Zusammenstellung er wie in den Jahren zuvor auch, kräftig mitmischte. Immerhin klappte gegen Weiden ein Ansatz von Wiedergutmachung.



Als die Landshut Cannibals vor Wochen ungeschlagen an der Spitze der Liga standen, war schwerlich zu erahnen, dass eine beispiellose Negativserie die Niederbayern binnen kürzester Zeit auf den sechsten Rang katapultieren würde. Manager Truntschka rüffelte jüngst die örtliche Presse, die in Sachen Erwartungshaltung und Spielerkritik nach Empfinden des Vereins zu kritisch berichtete. Immerhin haben die Dreihelmestädter einige Ausfälle zu verkraften, welches das gewohnt kraftvolle Spiel nicht über eine ganze Partie zulässt. Wenigstens gelang im Derby bei den Tigers ein Punktgewinn.



Tabellenführer ist nunmehr der EV Duisburg, wo Leo Stefan bei dessen Debüt gleich ins Schwarze traf. Den knappen Dreier in Westsachsen sicherte Michael Waginger mit einem Last Minute Tor. (orab)