Zähes Spiel, doch noch gewonnenRavensburg Towerstars

Zähes Spiel, doch noch gewonnenZähes Spiel, doch noch gewonnen
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Die erste Chance hatte Towerstars "Goldhelm" Frederik Cabana schon nach 25
Sekunden auf dem Schläger, doch Albrecht im Dresdner Tor konnte parieren.
Eine gute Möglichkeit hatte auch Konstantin Schmidt, der nach knapp fünf
Minuten aus halblinker Position scheiterte. Sah es zunächst in der ersten
Hälfte des Startabschnitts nach einer Dominanz der Gastgeber aus, änderte
sich das Bild doch deutlich. Die Towerstars verzettelten sich oft in
Zweikämpfen im gegnerischen Drittel, Dresden startete ein ums andere Mal
gefährliche Konter und Towerstars Keeper Rohde musste hellwach sein. Zudem
gerieten die Gastgeber in vermeintliche Bedrängnis, als zunächst Razingar
und dann Cabana auf die Strafbank mussten. In doppelter Unterzahl standen
die Ravensburger Cracks allerdings gut, Christopher Oravec hatte sogar die
Riesenchance auf die Führung. Sein satter Schuss nach kämpferischer
Einzelleistung knallte allerdings an den rechten Pfosten.

Der zweite Abschnitt startet mit einer Überzahl der Oberschwaben, die
allerdings keine nennenswerte Torgelegenheit einbrachte. Auf der Gegenseite
scheiterte nur wenig später Kaartinen nach einem äußerst gefährlichen 2:1
Konter. Danach verbissen sich beide Mannschaften oftmals schon in der
neutralen Zone, wirklich Stimmung wollte auf den Rängen hier natürlich auch
nicht aufkommen. In der 34.min sollte sich das aber endlich ändern. Einen
scharfen Pass von Marko Friedrich lenkte Konstantin Schmidt gekonnt über den
Eislöwen Keeper hinweg zum 1:0 ins Tor. Wirklich viel Schwung sollte danach
auf beiden Seiten nicht aufkommen. Oftmals waren die Linesmen aufgrund
zahlreicher Icing-Entscheidungen mehr beschäftigt, als die Spieler beider
Teams. Wohl mit den Gedanken in der Kabine waren die Oberschwaben wohl in
der 40.min. Einen Schuss von Kaartinen konnte Christian Rohde nur mit dem
Brustpanzer abwehren, der Puck prallte zurück und in Baseballmanier brachte
dann Boisvert den Puck aus der Luft im Ravensburger Tor unter. Zwar
reklamierten die Towerstars wegen hohen Stocks, allerding s machte
Hauptschiedsrichter Schukies unmissverständlich klar, dass der Stock klar
unterhalb der Schulter blieb. 1:1 - der Treffer zählte.

Im Schlussabschnitt haben beide Teams sichtlich Respekt voreinander,
dementsprechend verlief das Spiel auf beiden Seiten vorsichtig und mit
seltenen Höhepunkten. Nicht wenige Zuschauer rechneten beim Blick auf die
Uhr wohl schon mit einer Overtime. Doch knapp vier Minuten vor Schluss nahm
Frederik Cabana den Puck an der Mittellinie mit, zog vor das Tor von
Albrecht und ließ diesem beim Treffer zum 2:1 letztlich keine Chance.
Eislöwen Trainer Thomas Popiesch ging bereits zwei Minuten vor Schluss
volles Risiko und ließ nach einer Auszeit den Torhüter zugunsten eines 6.
Feldspielers draußen. Zwar musste Towerstars Goalie Christian Rohde mehrfach
Kopf und Kragen riskieren, letztlich brachte Christopher Oravec mit dem 3:1
ins verwaiste Dresdner Tor den mühsamen Sieg in trockene Tücher.