Wolfsburg: Ein starkes Drittel ist zu wenig

Grizzlies stärker als EisbärenGrizzlies stärker als Eisbären
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Erstmals seit längerer Zeit wieder mit dem kompletten Kader reiste der EHC Wolfsburg zum Auswärtsspiel nach Duisburg. Außenstürmer Rainer Suchan konnte wieder mitwirken, Neuzugang Per-Anton Lundström gab zudem sein Debüt an der Seite von Christian Franz in der vierten Abwehrreihe. Zum Sieg reichte es dennoch nicht, mit 2:3 (0:2/2:0/0:1) behielten die Füchse die Oberhand. Gleich zu Beginn des Spiel die kalte Dusche für die Niedersachsen. Nach 22 Sekunden traf Naumann zur Führung, McNeil legte auf dem Hosenboden sitzend zum 2:0 nach (13.). Wolfsburg wirkte bis dahin verkrampft, fand nicht richtig ins Spiel und war wenig zwingend auf dem Weg zum gegnerischen Tor. Dies sollte sich in den zweiten zwanzig Minuten gehörig ändern. Wie verwandelt kam das Skoda-Team aus der Kabine, wirkte wesentlich konzentrierter und schnürte die Gastgeber förmlich in deren Drittel ein. Als Andrej Kaufmann in der 29.Spielminute den Pfosten traf, lag der Anschlußtreffer schon in der Luft. Diesen besorgte kurzte Zeit später Roman Veber mit einem satten Schlagschuss in der Winkel (30.), Torwart Baader war die Sicht versperrt. Weiter ging es mit dem Grizzly-Feuerwerk, Todd Simon und Rainer Suchan bei einem Break und Markus Guggemos mit einer feinen Einzelleistung hätten den Ausgleich erzielen können. In der 34. Minute war es dann soweit. Petr Bares schnappt sich die Scheibe und trifft wieder mit einem Schlagschuss zum 2:2. Erneut war dem Gäste-Keeper die Sicht geschickt versperrt worden. Wolfsburg in der Folgezeit weiter am Drücker, Duisburg wusste sich meist nur noch mit unerlaubten Weitschüssen zu helfen. Doch die Mannen um Kapitän Ladislav Karabin verpassten es nachzulegen. Bei einem weiteren Grizzly-Tor hätte der EHC das Spiel sicher für sich entscheiden können, es kam anders als von den vielen mitgereisten Fans erhofft. Keine zwei Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, als Kachur einen Traumpass von McNeil zum entscheidenden 3:2 ins Tor schob (42.). Von diesem Schock erholten sich die Wolfsburger nicht mehr, wieder mit einem Tor Unterschied ging das Spiel verloren. Neuzugang Per-Anton Lundström, ab der 23. Minute von Trainer Stefan Mikes an der Seite von Franz eingesetzt, deutete seine Qualitäten an. Hart auf den Körper spielend, mit guter Schlittschuhtechnik und immer aggressiv wird er allerdings noch ein paar Spiele brauchen, um sich mit dem System der Grizzlies vertraut zu machen.