„Wir wollen am Ende ein Wort mitreden!“Teamcheck DEL2: Dresdner Eislöwen

Lesedauer: ca. 1 Minute

Ein Manko der Sachsen im letzten Jahr war die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive, gerade in engen Spielen ließ man so Punkte liegen. Um hier besser und gefährlicher aufgestellt zu sein, wurden alle vier Kontingentstellen mit Stürmern besetzt. Und da kann man sich auf die Fahnen schreiben, zwei Top-Torjäger-Duos wieder vereinigt zu haben. Da wären zum einen Harrison Reed und Max Cambell, die vor zwei Jahren in Crimmitschau mit zusammen 179 Zählern eine sagenhafte Punkteausbeute hatten. Zum anderen konnten die Verantwortlichen die Rodman-Brüder verpflichten. Marcel und David waren beim Gewinn der Meisterschaft mit den Bietigheim Steelers 2013 maßgeblich am Erfolg beteiligt.

Komplett verändert hat sich die Defensive: Mirko Sacher, Patrick Baum, Tomas Schmidt und Rene Kramer sollen mit ihrer Erfahrung in der Verteidigung für mehr Stabilität sorgen. Auch im Tor gab es einen kompletten Wechsel. Brett Jaeger und Marvin Cüpper bilden das neue Goalie-Duo der Dresdner. Eine klare Nummer Eins ist jedoch nicht festgelegt.

Noch vor bzw. zu Beginn der Vorbereitung mussten die Eislöwen jedoch die ersten Rückschläge verkraften: Co-Trainer Toni Raubal verließ den Club aus privaten Gründen. John Koslowski löste wegen seines Studiums den Vertrag auf. Tomas Schmidt und Marcel Rodman verletzten sich und fallen länger aus. Auch hinter der Personalie Sami Kaartinen steht ein großes Fragezeichen. Der Finne laboriert weiterhin an einer Handverletzung aus der letzten Saison, die ein Training unmöglich macht.

Hockeyweb-Prognose: „Unser Ziel ist es, die direkte Play-Off-Teilnahme zu schaffen“, ist die Meinung von Trainer Thomas Popiesch. „Die Liga wird allerdings noch enger zusammen rücken. Wir haben unsere Mannschaft verändert und ich muss den Spielern auch die Zeit geben, sich zu entwickeln. Ich denke nicht, dass wir von Beginn an vorn mitspielen. Aber wenn sich das Team so entwickelt, wie wir es wollen, glaube ich, dass wir am Schluss ein ordentliches Wort mitreden.“ Dem können wir nicht widersprechen, für uns sind die Eislöwen ein klarer Play-Off-Kandidat.