"Wir waren zu passiv"EC Bad Nauheim

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit vier Treffern innerhalb von 15 Minuten machten die Schwaben deutlich, wer die Zähler am Ende für sich verbuchen sollte, nachdem die Kurstädter in der letzten Spielzeit das Team von Trainer Kevin Gaudet gleich mehrfach ärgerten und den Vizemeister in vier von sechs Spielen besiegten.

EC-Coach Patri Kujala mischte die dritte und vierte Formation für diese Partie erneut durch, nachdem gleich 21 Akteure inklusive Förderlizenzspieler Jonas Noske zur Verfügung standen. Tim May spielte neben Patrick Strauch und Daniel Oppolzer im dritten Sturm, während Sven Gerbig neben Deion Müller und dem etatmäßigen Verteidiger Alexander Baum im vierten Angriffsblock zum Einsatz kam. Beide Teams neutralisierten sich mehr oder minder in der Anfangsphase der Partie. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen allerdings die Gäste die Initiative und kamen unter den Augen von gut 200 Bad Nauheimer Fans zu aussichtsreichen Gelegenheiten durch Helms und Beca (6.) sowie Ringwald nur eine Minute später. Bietigheims Goalie Martinovic war bei allen drei Szenen aber stets zur Stelle. Auf der Gegenseite musste Jan Guyrca nach Schüssen von Prommersberger (8.) und McKnight (9.) sein Können unter Beweis stellen, womit die größten Steelers-Chancen auch schon erwähnt sind. Insgesamt war es ein erster Abschnitt auf Augenhöhe - dennoch gingen die clever abwartenden Gastgeber in Front, nachdem ein Powerplay aufgrund einer Strafe gegen Vitalij Aab den Unterschied zugunsten der Hausherren bis dahin ausmachte. Robin Just zog von Höhe des Bullypunktes ab und die Scheibe schlug unter die Latte zum 1:0 ein (16.). Die Roten Teufel hatten ihrerseits noch vor der ersten Pause eine gute Gelegenheit auf den Ausgleich, doch aus undurchsichtiger Situation konnte Martinovic das Hartgummi irgendwie noch vor dem einschussbereiten Dusan Frosch sichern.

Besser als die Gäste machten es die extrem effektiven Steelers im Mittelabschnitt: ihr zweites Überzahlspiel nutzten die Gastgeber nach nur 29 Sekunden durch Sommerfeld gleich zum 2:0, als Jan Guryca keine Abwehrchance beim platzierten Schuss des Goldhelm-Trägers hatte. Prommersberger nutzte in der 29. Minute eine Situation zum 3:0, als kurzzeitig mal Platz in der Mitte war und in Unterzahl traf erneut Sommerfeld gar zum 4:0 (31.), als dem Bietigheimer erneut für wenige Sekunden zuviel Spielraum gelassen wurde. Die Roten Teufel waren bis dahin zwar nicht unbedingt das spielerisch schlechtere Team, doch die Steelers zeigten mit ihrer Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor eindrucksvoll, warum sie aktuell klar die Tabelle in der DEL2 anführen, während die Gäste so gut wie keine Torchancen in dieser Phase kreieren konnten. Ein wenig Hoffnung keimte bei den mitgereisten EC-Fans in der 35.Minute auf, als ihr Kapitän Patrick Strauch zumindest den ersten Bad Nauheimer Treffer mit einem Rebound durch die Beine von Martinovic markieren konnte. Noch vor der ersten Pause machte erneut Robin Just mit seinem zweiten Tor der Partie diese jedoch zunichte, so dass das Match nach 40 Minuten vorentschieden war.

Selbst in Überzahl sollte für das bis dato beste Powerplay der Liga auch im letzten Abschnitt nichts zusammen gehen, nachdem Bietigheims Wrigley zwei Mal in Folge auf die Strafbank musste. Die Schwaben spielten das Ergebnis souverän herunter, hielten aber gleichzeitig für das schwere Auswärtsspiel am Sonntag in Bremerhaven ihre Kräfte beisammen. Je länger das Match dauerte, umso mehr kam auch das Heimspiel der Roten Teufel am Sonntag gegen Landshut ins Bewusstsein, so dass in den letzten zehn Spielminuten so gut wie nichts mehr passierte in der EGETrans Arena. Zumindest ein wenig Ergebniskosmetik gelang den Kurstädtern, als Vitalij Aab in Überzahl das zweite Bad Nauheimer Tor kurz vor Schluss markierte. "Wir waren heute einfach über lange Strecken zu passiv und haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Bietigheim hat verdient gewonnen", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Schlusspfiff.

"Mund abwischen" heißt es nun für ihn und seine Roten Teufel, die am Sonntag zuhause den EVL Landshut im Colonel-Knight-Stadion erwarten. Mit Hilfe der eigenen Fans soll dann die Serie von zuletzt drei Heimsiegen in Folge weiter ausgebaut werden.

Bietigheim Steelers - EC Bad Nauheim 5:2 (1:0, 4:1, 0:1)
Tore:
1:0 (15:46) Just (Gleich, Kelly) PP1
2:0 (20:29) Sommerfeld (Wrigley, McKnight) PP1
3:0 (28:28) Prommersberger (Wrigley, Wright)
4:0 (30:42) Sommerfeld (Steingroß) SH1
4:1 (34:53) Strauch (Blankart, Oppolzer)
5:1 (39:27) Just (Kelly, Prommersberger)
5:2 (55:40) Aab (Frosch, Paris) PP1
Strafminuten: SCB / ECN
Zuschauer: 2.076

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