„Wir müssen international besser werden“Auf einen EISTEE mit: Rene Rudorisch Teil2

Rene Rudorisch mit Detlef Kornett - Foto: CitypressRene Rudorisch mit Detlef Kornett - Foto: Citypress
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Herr Rudorisch. Wenn Sie zwei Jahre zurückblicken. Wie war das erste Jahr in der DEL2 2013/14? Gab es auch für Sie Veränderungen im Vergleich zur 2.Eishockey Bundesliga?

Das erste Jahr war für uns eine Art „Einstiegsjahr zum Eingewöhnen“. Die Standards der Liga mussten angepasst werden. Es ging um ein fast komplett neues Regelwerk und neue Richtlinien für die Clubs. 2013/2014 war der Beitrag der Clubs an der Finanzierung der Liga-Gesellschaft noch abhängig von den Zuschauerzahlen. Zur neuen Saison haben wir dann einen einheitlichen Betrag festgesetzt. Diesen passten wir dem Durchschnitt des jeweiligen Vorjahres an. Dadurch wurde das System fairer und ausgeglichener. Verbunden damit stiegen jedoch auch die finanziellen Verpflichtungen einiger Clubs zum vorherigen Syste

Wo werden Ihrer Meinung nach die DEL2 und das deutsche Eishockey in zehn Jahren stehen?

Entscheidend dafür wird die Frage sein, wo das deutsche Eishockey als Sport in unserer Gesellschaft stehen wird. Die Sportart muss diejenigen begeistern, die noch nicht dem Eishockey zugewandt sind. Hierzu ist es extrem wichtig, als Sportart weiter zu wachsen und unseren Sport in Deutschland bekannter zu machen. Hierbei hilft uns die Nationalmannschaft. Internationaler Erfolg und positives Auftreten sind der Schlüssel, auch sportübergreifend gesehen zu werden. Wir müssen international besser werden und zu einem Aushängeschild in Deutschland werden.  

Zudem ist eine Teamphilosophie von enormer Bedeutung. Es ist wichtig, das Spielerinteresse für die Nationalmannschaft und die Wertigkeit, für das eigene Land zu spielen, wieder zu wecken bzw. zu stärken. Das DEB-Trikot muss wieder mit mehr Gefühlen, Emotionen und Stolz in Verbindung gebracht werden.

Darüber hinaus arbeitet der DEB zurzeit an einem einheitlichen Ausbildungskonzept. Das Vorhaben des DEB basiert auf der Unterstützung und Motivation des deutschen Nachwuchses und der Stammvereine mit Blick auf die Zukunft. Alle sollen mitgenommen werden und Unterstützung bei der Umsetzung bekommen. Nur so ist es möglich, auch in den Ligen zu wachsen und das Ansehen zu steigern.

Wie sieht die Zusammenarbeit der DEL und der DEL2 in Neuss aus? Beide Ligen haben hier ihren Hauptsitz?

Durch die Zusammenlegung der beiden Hauptsitze aus Köln und München haben wir für die DEL2 einen enormen Schritt machen können. Seither arbeiten die Deutsche Eishockey Liga und die DEL2 an gemeinsamen Konzepten. Dies gibt beiden Ligen die Chance, profitabler zu werden. Seit der Zusammenführung profitieren wir als 2. Profiliga sehr von der Zusammenarbeit mit der DEL. Wir können nicht nur viel von ihr lernen und die Ausrichtung unserer Liga sukzessive verbessern, sondern werden als DEL2 mit unserem Außenauftritt auch anders wahrgenommen. Das Zuschauerinteresse ist stetig wachsend. Hieran wollen wir weiter arbeiten.

Vielen Dank für Ihre Zeit, Herr Rudorisch.

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