„Wir müssen den Schwung der Vorbereitung mit in die Saison nehmen!“Teamcheck DEL2:Starbulls Rosenheim

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Den Umweg über die Pre-Play-Offs meisterten die Rosenheimer zwar, aber im Viertelfinale war gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven zügig die Saison zu Ende.

Ein großes Manko der letzten Spielzeit war die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive und die insgesamt gesehen zu instabilen Leistungen der Kontingentspieler. Logischerweise gab es daher hier die meisten Veränderungen. Von den ausländischen Akteuren blieb lediglich Tyler McNeely übrig. Der Kanadier war der effektivste Stürmer im letzten Jahr und geht nun bereits in seine dritte Saison im Starbulls-Trikot. Die übrigen drei Kontingentstellen nehmen Spieler aus Nordamerika ein. Wade MacLeod sammelte in der ECHL satte 80 Scorerpunkte, kam aber auch auf für einen Stürmer beachtliche 90 Strafminuten. C.J. Stretch hingegen konnte schon fünf Jahre in Amerikas zweithöchster Spielklasse, der AHL seine Erfahrungen sammeln. Der dritte im Bunde ist David Vallorani, der aus Italiens Serie A nach Bayern wechselt, dort auch auf respektable 65 Punkte (plus elf in den Play-Offs) verweisen kann. Sein Vorteil ist vielleicht zudem, dass er die europäischen Verhältnisse schon kennt. Stets Verlass war auf die Starbulls-Defensive. Mit nur 150 Gegentoren war sie eine der kompaktesten der ganzen Liga. Sie blieb nahezu unverändert und bekam noch einmal Verstärkung durch Peter Lindbauer, der von den Grizzlys Wofsburg an die Mangfall wechselt. Interessant ist die Besetzung der Torhüterposition. Timo Herden, der schon in der Vorsaison immer öfters den Vorzug und das Vertrauen vor Patrick Ehelechner bekam, geht in seine erste Saison als Nummer Eins, kann mit Druck umgehen und hat den Rivalen quasi im eigenen Haus. Lukas Steinhauer wird ein Backup sein, der den Konkurrenzkampf aufnehmen und sich nicht widerspruchslos auf die Bank setzen wird.

Die gute Nachwuchsarbeite der Rosenheimer trägt auch in diesem Jahr Früchte: Wieder kann Trainer Franz Steer auf eine Vielzahl von Talenten zurückgreifen, die aus der DNL nun in das Profigeschäft einsteigen. Die Verteidiger Gustav Veisert und Christoph Gottwald, sowie die Stürmer Manuel Edfelder und Florian Gaschke geben dem Kader Tiefe und werden darauf brennen, sich zu beweisen.

Nachdem Stephan Gottwald seine Schlittschuhe an den Nagel gehängt hat, ist Andrei Strakhov der Kapitän der Starbulls. Er sieht eine Menge Potential in der Mannschaft: „Die Verantwortlichen haben es wieder geschafft, gute Spieler und tolle Charaktere in die Mannschaft zu holen. Das hat uns immer ausgemacht und nach vorne gebracht. Unsere Neuzugänge machen einen guten Eindruck. Ich denke in dieser Sache sind wir auf der sicheren Seite“, meint der 36-Jährige. „Wir haben in der Vorbereitung nur zwei Spiele verloren und dass ist sehr gut. Daher denke ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nun müssen wir versuchen, diesen Schwung mit in die Saison zu nehmen.“

Hockeyweb-Prognose: Defensiv werden die Starbulls auch in diesem Jahr eine Bank sein. Im Tor sind sie mit einem zwar jungen, aber überaus talentierten Torhüter-Duo bestens aufgestellt. Die Offensive ist stärker besetzt als im vergangenen Jahr: Für uns gehören die Rosenheimer zu den Play-Off-Kandidaten. Das ist natürlich auch das Ziel der Mannschaft: „Wir müssen alles geben, damit wir die Playoffs erreichen“, so Andrei Strakhov. „ Danach kann alles möglich sein. Die Liga ist jedes Jahr stärker geworden, aber uns kann keiner verbieten, von der Meisterschaft zu träumen.“