„Wir können den Weg bis zum Ende gehen“ Sami Blomqvist über Rob Pallin, seine Rückennummer und die Kaufbeurer Fans

Ein häufiges Bild dieses Abends - jubelnde Joker (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)Ein häufiges Bild dieses Abends - jubelnde Joker (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)
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Hockeyweb: Hallo, Herr Blomqvist. Sie haben sich entschieden, Ihren auslaufenden Vertrag in Kaufbeuren um ein weiteres Jahr zu verlängern, was große Begeisterung in Fankreisen auslöste. Welche Gründe waren ausschlaggebend, dass Sie weiter für Kaufbeuren stürmen?

Blomqvist: Es ist sehr schön zu hören, dass die Fans sich freuen und mich weiter willkommen heißen. Ich selbst bin sehr enthusiastisch, in Kaufbeuren zu bleiben. Kaufbeuren hat eine gute Eishockeyorganisation und sie haben mir wieder einen sehr guten Vertrag angeboten. Deshalb ist es toll, auch in der nächsten Saison das Joker-Trikot anzuziehen. Ich gehe auch davon aus, dass wir in der nächsten Saison weitergehen werden als in den Jahren zuvor, in denen ich hier war.

Hockeyweb: Die letzten vier Jahre war Andreas Brockmann Ihr Cheftrainer. Nach der vergangenen Saison entschieden sich die Verantwortlichen hier einen Wechsel vorzunehmen und präsentierten Rob Pallin als Nachfolger. Hatten Sie bereits Kontakt mit Herrn Pallin?

Blomqvist: Ja, ich hatte bereits Kontakt mit ihm aufgenommen. Er scheint gute Ideen und Mentalität gegenüber dem Eishockey zu haben. Ich denke, Andi ist ein toller Trainer und die Chemie hat offensichtlich gestimmt, da ich vier Jahre lang für ihn spielen durfte. Ich freue mich trotzdem sehr darauf, in der nächsten Saison unter Rob Pallin zu spielen und bin sicher, dass wir uns gut verstehen und viele Spiele gewinnen werden.

Hockeyweb: Wenn Sie nochmal kurz auf die abgelaufene Spielzeit zurückblicken. Aus meiner Sicht war es eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen, bei welcher oft die Konstanz fehlte. Wie haben Sie die letzte Saison gesehen und welche Lehren könnt ihr als Mannschaft aus ihr ziehen?

Blomqvist:  Das stimmt, die Konsequenz fehlte. Es gab viele Höhen und Tiefen, wie Sie sagten. Zusammenfassend kann man sagen: Es war ein hartes Stück Arbeit. Schade war, dass die Saison früh zu Ende ging, denn wir hätten noch viel weiterkommen können. Die letzten Spiele waren die besten der ganzen Saison.

Hockeyweb: Wayne Gretzky sagte einmal: “You miss 100% of the shots you don´t take“. Sie waren letzte Saison der Spieler mit den meisten Schüssen der gesamten Liga. Wie war die Spielzeit für Sie persönlich?

Blomqvist: Ich persönlich bin ein Spieler, der versucht, viel zu schießen und natürlich auch zu punkten und der Mannschaft so zu helfen. Ich möchte aber auch viel mehr als nur ein Torjäger und Angreifer sein. Mein Ziel ist es, ein Allround-Spieler zu sein und meine Arbeit in der Abwehrzone wie auch in der Mannschaft zu machen. Ich glaube, ich habe eine gute Saison gespielt, aber natürlich bin ich hungrig nach mehr. Wenn man nicht mehr will, dann wird man sich auch nicht verbessern.

Hockeyweb: Seitdem Sie in Kaufbeuren unter Vertrag stehen spielen Sie mit der Rückennummer 71. Hat diese eine besondere Bedeutung für Sie?

Blomqvist: Mein Vater hat früher auch Eishockey gespielt und er trug die Nummer 17. Als ich noch ein Jugendspieler war, spielte ich, wie er, mit der Nummer 17. Als ich dann zu meiner ersten Profistation gewechselt bin, war die Nummer 17 leider schon vergeben. Aus diesem Grund entschied ich mich die Zahlen einfach umzudrehen. Seither spiele ich mit der Nummer 71.

Hockeyweb: In den letzten Jahren sind fast alle Kontingentspieler des ESV Kaufbeuren aus Ihrem Heimatland Finnland gekommen. In der kommenden Saison werden Sie der einzige finnische Spieler der Mannschaft sein. Ändert dies Ihre Position in der Mannschaft und werden Sie Ihre finnischen Mannschaftskameraden vermissen?

Blomqvist: Ich glaube nicht, dass sich dadurch etwas ändern wird. Natürlich war es sehr schön, dass es finnische Spieler in der gleichen Mannschaft gab. Aber letztendlich spielt es keine Rolle aus welcher Nationalität meine Mannschaftskameraden kommen.

Hockeyweb: Was kann die Mannschaft Ihrer Meinung nach für die kommende Saison tun? Wo sehen Sie ihre Stärken und welche möglichen Probleme/Schwächen sollten vor Saisonbeginn gelöst werden?

Blomqvist: Ich denke, dass wir den ganzen Weg bis zum Ende gehen können. Die Stärke unserer Mannschaft wird sein, dass fünf Spieler im Angriff und fünf Spieler in der Verteidigung spielen und wir zwei sehr gute Torhüter haben.

Hockeyweb: Zum Schluss eine kurze Frage zum Kaufbeurer Publikum. Aus Spielerkreisen hört man immer wieder, dass die Kaufbeurer Fans die lautesten in der Liga sind. Wie sehen Sie das?

Blomqvist: Das stimmt zu 100 Prozent. Sie sind ein sehr wichtiger Teil unseres Teams. Es ist jedes Mal ein tolles Gefühl, wenn wir das Trikot anziehen und vor unseren Fans spielen dürfen.

Hockeyweb: Aufgrund der Coronakrise ist davon auszugehen, dass deutlich weniger Zuschauer das Stadion besuchen dürfen, was sich wiederum auf die Lautstärke auswirken wird. Würden Sie dies als Nachteil sehen, weil die Motivation etwas geringer ist? Oder als Chance, weil weniger Druck von außen kommt?

Blomqvist: Die Fans in Kaufbeuren gelten als siebter Spieler auf dem Eis und ich empfinde das auch so. Also wäre es ein Verlust, wenn wir nicht alle unsere Fans im Stadion haben könnten, um uns anzufeuern.


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