"Wir haben heute ein cleveres Auswärtsspiel gezeigt!"Rote Teufel gewinnen beim SC Riessersee

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Zehn Spieltage vor Schluss hat die Mannschaft von Trainer Petri Kujala bereits mehr Zähler eingefahren, als nach dem Ende der Hauptrunde im Vorjahr. "Wir haben heute ein cleveres Auswärtsspiel gezeigt. Im zweiten Drittel wollten wir vielleicht zuviel, aber insgesamt bin ich zufrieden. Das 1:2 hätte nicht mehr sein müssen, aber wir haben es konzentriert nach Hause gefahren. Lob auch an unseren Youngster Garrett Pruden, der seinen Job souverän gemacht hat", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Spiel.

Bei den Gästen fehlten neben dem erkrankten Marc Kohl auch Hagen Kaisler sowie Goran Pantic (alle mit Grippe), so dass erstmals DNL2-Spieler Garrett Pruden (Sohn des früheren EC-Profis Greg) als sechster Verteidiger neben Daniel Ketter zum Einsatz kam (und seine Sache sehr ordentlich machte). Im Sturm war nach auskurierter Grippe hingegen Eugen Alanov zurück im Team, der Düsseldorfer Förderlizenzspieler nahm wieder seinen Platz in der zweiten Reihe neben Harry Lange und dem Ex-Garmischer Andreas Pauli ein. Das Match begann mit einem Hochkaräter für die Hausherren, als Oakley einen Rebound in der ersten Spielminuten nur Zentimeter neben den Pfosten setzte. Beide Teams agierten ohne großes Taktieren und mit offenem Visier, die weitere Anfangsphase gehörte jedoch den Hessen. Hofland prüfte in der 3. Minute Vollmer im Tor der Bayern, der nächste direkt vorgetragene Spielzug saß dann. Joel Keussen spielte von hinter dem Tor einen langen Pass auf Dusan Frosch, der links an der blauen Linie wartend millimetergenau auf den mitstürmenden Dustin Cameron passte. Der Kanadier verlud im anschließenden One on One den Goalie und netzte mit der Rückhand souverän zum 0:1 ein. DIe Hausherren wollten sofort antworten, fanden aber in Mikko Rämö stets ihren Meister: Connolly (5.) sowie zwei Mal Schultz (7. und 11.) scheiterten in aussichtsreicher Position am Finnen. Zwar hatten die Werdenfelser somit mehr Torschüsse, das gefährlichere Team waren aber die Roten Teufel, die nach einem erneut schnellen Vorstoß durch Helms (wurde passgenau von Hofland bedient) nur den Pfosten trafen (12.). Garmisch bemühte sich redlich um den Ausgleichstreffer, doch die Hessen hielten sie stets fern vom eigenen Tor, so dass die wenigen Schüsse, die durchkamen, bei Mikko Rämö landeten.

Zu Beginn des Mittelabschnitts saß Garmischs Staltmayr noch für rund 90 Sekunden in der Kühlbox, den zur Verfügung stehenden Platz verwertete Dusan Frosch gnadenlos effektiv mit einem satten Handgelenkschuss in den Winkel zum 0:2. Die Werdenfelser mussten nun mehr tun und sie bekamen ihre Chancen: Herpich nach Fehler von Laurila scheiterte an Rämö (24.), während Connolly zwei Minuten später bereits jubelte - doch erneut war es der finnische Gäste-Torhüter, der sich in letzter Sekunde beherzt auf die Scheibe legte und den Anschluss verhinderte. Es war abermals der kanadische Neuzugang der Hausherren, der in der 29. Minute alleine auf Rämö zulief, doch dieser verkürzte den Winkel perfekt, so dass der Schuss am Gehäuse vorbei ging. Auch zwei Powerplay-Möglichkeiten brachten nichts Zählbares für die Gastgeber, während es die Roten Teufel souverän im Stile einer Spitzenmannschaft spielten. Man ließ die Bayern kommen, während man selber mit Kontern die Vorentscheidung suchte, wie z.B. in der 34. Spielminute, als Frosch an Joey Vollmers Fanghand scheiterte. Je länger das Match dauerte, umso weniger war vom Werdenfelser Vorwärtsgang zu sehen, der SCR war sichtlich beeindruckt von der Spielweise der Hessen - und dem erneut stark agierenden Mikko Rämö zwischen den Pfosten.

Im letzten Drittel hatten die Gäste das Geschehen weitestgehend im Griff und ließen hinten nichts anbrennen. Die großen Chancen auf das dritte Tor fehlten jedoch und wie trügerisch ein Zwei-Tore-Vorsprung ist, zeigte sich nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Schultz in der 52. Minute, der einen Schlenzer von Eichinger unhaltbar für Rämö abfälschen konnte. Nun hatten die Hausherren noch einmal Oberwasser, allerdings waren die Kurstädter hellwach und standen die restlichen Minuten hinten sicher. Die Zeit lief zugunsten der Roten Teufel, die das Resultat über die 60-Minuten-Marke brachten und damit das zweite Sechs-Punkte-Wochenende hintereinander einfahren. "Es ist heute das erste Mal, dass ich von meinem Team enttäuscht bin. Eine schlechte Garmischer Mannschaft hat gegen Bad Nauheimer verloren, die nicht mehr als nötig taten, was unter dem Strich für sie gereicht hat", resümierte Garmischs Trainer Tim Regan das Spielgeschehen.

Bereits am Dienstag geht es mit dem Heimspiel gegen Dresden weiter (Spielbeginn 19.30 Uhr). Die Sachsen kämpfen noch um die direkte Playoff-Qualifikation, so dass ein sicherlich hoch interessantes Match den Zuschauern bevorsteht, in dem die Fanfreundschaft nur kurzzeitig für 60 Minuten ausgeblendet wird. Sollten die Roten Teufel auch diese Partie für sich entscheiden, so wäre ihnen die Playoff-Teilnahme so gut wie nicht mehr zu nehmen. Auch das Erreichen der direkten Playoff-Teilnahme würde dann in immer greifbarerer Nähe rücken, nachdem Rosenheim heute mit 1:5 in Crimmitschau verlor, so dass der Vorsprung auf den Siebten bereits bei neun Punkten liegt.

SC Riessersee - EC Bad Nauheim 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)
Tore:
0:1 (03:48) Cameron (Frosch, Keussen)
0:2 (21:25) Frosch (Laurila, Dineen)
1:2 (51:34) Schultz (Eichinger, Connolly)
Strafminuten: SCR 4 / ECN 10
Zuschauer: 1.350

Pressemitteilung EC Bad Nauheim

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