Wille alleine reichte nicht

Haie kommen zum JubiläumHaie kommen zum Jubiläum
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Wie schon so oft in dieser verkorksten Saison sahen die 1385 Zuschauer am

Essener Westbahnhof zwar eine kämpferisch gute Heimmannschaft, das alleine

reichte aber mal wieder nicht zu Zählbarem bei der 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)-Niederlage der Essener Moskitos gegen den EHC München. Dabei begannen die Hausherren stark und machten viel

Druck auf das in diesem Spiel von „Harti“ Wild gehütete Münchner Gehäuse.

Einige Male wusste der Ex-Essener nicht so recht, wo die Scheibe war, und mit

Glück und Können hielt er seine Mannschaft im Rennen. Christian Winkler, der

Münchner Manager, der seinen Trainer in der Pressekonferenz vertrat, war dann

auch froh über seinen Goalie und hatte einen überragenden „Harti“ Wild

gesehen. „Wir wussten schon, dass Essen zuhause 100 Prozent geben würde und sind

froh, dass uns unser Keeper das Spiel gerettet hat“, so der Münchner Manager.

Und wie es dann oft schon so gekommen ist, plötzlich das Tor für die Gäste.

Mika Puhakka saß auf der Strafbank und die Isarstädter im Powerplay nicht so

statisch wie Essen, Mario Jann mit der Führung.

Die Moskitos bemühten sich, taten sich jedoch auch schwer, zwingende

Torchancen zu erarbeiten. Selbst eine 70 Sekunden dauernde 5:3-Überzahl

konnten die Hausherren nicht nutzen. Als jedoch George Kink in der 30.

Spielminute auf der Strafbank Platz nehmen durfte, beförderte Jason Deleurme

zum Jubel der heimischen Zuschauer die Scheibe zum Ausgleich ins Tor. Gut

eine Minute später wurde allerdings ein Essener Verteidiger zum tragischen

Helden, Frank Appel leistete sich an der Münchener blauen Linie einen

kapitalen Fehler und Bastian Steingroß war mit der Scheibe auf und davon.

Der Essener Verteidiger bremste den Münchener Angreifer mit unfairen Mitteln

und der gut leitende Hauptschiedsrichter Rademaker entschied auf Penalty.

T.J. Guidarelli ließ sich diese Chance nicht entgehen und zockte Daniar

Dshunussow gekonnt aus, die Bayern bekamen wieder Oberwasser. Irgendwie

bekam das Spiel der Moskitos nun immer mehr einen Bruch, zwar bemühten sich

die Essener. aber noch weniger wollte gelingen. Als Florian „Floppo“

Zeller in der 40. Spielminute gar das 3:1 für sein Team

erzielen konnte, wurde es zum ersten Mal an diesem Abend sehr ruhig am

Essener Westbahnhof.

Wie schon über das gesamte Spiel waren die Moskitos bemüht, Erfolg wollte

sich aber einfach nicht einstellen. Moskitos-Trainer Jari Pasanen hatte

bei seiner Mannschaft im ersten Drittel auch reichlich Chancen gesehen, die

nicht verwertet wurden. „Wir hatten bis zur Münchner Führung 18 Torschüsse,

aber es ging keiner rein“. Die Szene im zweiten Drittel, die zur erneuten

Führung der Isarstädter führte wollte der Trainer nicht kommentieren, Jari

Pasanen gab allerdings auch nur das erste von zehn Endspielen verloren. In

der Tat kam der Treffer von Jean-Francois David zum 2:3-Anschlusstreffer zu

spät, 82 Sekunden vor Ende der Begegnung traf der Verteidiger. Nun wird ein Sieg am Sonntag bei den Freiburger Wölfen schon zur Pflichtaufgabe, die Breisgauer werden allerdings sicherlich auch alles daran setzen, ihre 0:5-Auftaktschlappe gegen Kaufbeuren vergessen zu machen.

Tore: 0:1 (9:46) Jann (Burman), 1:1 (29:25) Deleurme (Houde, Dubé), 1:2 (30:37)

Guidarelli (Penalty), 1:3 (39:11) Zeller (Eberl, Vogl), 2:3 (58:38) David

(Houde, Gosdeck). Strafen: Essen 12, München 22 + 10 (Eberl). Zuschauer:

1385. Schiedsrichter: Rademaker - Böhmländer, Merkel (uv)

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