"Will in Bremerhaven etwas erreichen!"Deutsch-Amerikaner Lampl wechselt nach Bremerhaven

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Die Verantwortlichen der Fischtown Pinguins wollten zunächst den Ausgang der Playoff Runde zwischen Toledo Walleye, dem bisherigen Club des Neuzugangs, und den South Carolina Stingrays abwarten, ehe man die Verpflichtung des  Verteidigers Cody Lampl auch der breiten Bremerhavener Öffentlichkeit mitteilen wollte.  Kurz nachdem der Ärger über die unglückliche 0:1 Niederlage in der dritten Overtime in Spiel sieben verflogen war, meldetet sich Lampl via SMS auf der Geschäftsstelle der Pinguine mit der Nachricht: „Mit Bremerhaven will ich etwas erreichen!“ Eine Aussage, die kurz und prägnant auch den Spielertypen charakterisiert. Bissig, fokussiert und immer erfolgshungrig – ein Spieletyp also, wie ihn die Pinguine traditionell suchen. Der 28 jährige Rechtsschütze weist mit einer Größe von 178 cm zwar kein Gardemaß auf, doch auf dem Eis ist er ein „Großer“. Egal wo er bisher gespielt hat, Lampl war stets der Publikumsliebling, so auch zuletzt im Huntington Center in Toledo, wo er sein Publikum von Spiel zu Spiel begeistern konnte. Seine Stärke sind zweifelsohne seine läuferischen Qualitäten, die er sich zum größten Teil während seiner Zeit am Colorado College angeeignet hat, dem College, das als einzige in den Vereinigten Staaten mit einer europäischen Eisfläche trainiert und auch als Vorbereitungsort für das Team USA fungiert, wenn die US Boys in Übersee nach Medaillen greifen.  Hier verbrachte Lampl vier Jahre und absolvierte dabei 86 Spiele in der NCAA. Das er dabei auch zusammen in einer Mannschaft mit Gabe Guentzel spielte, dürfte wohl eher ein Zufall gewesen sein. 

Nach seiner Collegezeit wechselte er nach Idaho, um bei den dort beheimateten Steelheads erste Erfahrungen als Profi zu sammeln. Hier spielte er zwei Spielzeiten zusammen mit Dustin Friesen in der von Derek Laxdal trainierten Mannschaft. Laxdal: „Cody ist ein sehr gut ausgebildeter „stay at home“ Verteidiger. Er ist zwar nicht so groß, aber ich habe selten jemand stärkeren auf dem Eis gesehen.“ Genau von dieser Stärke wollen  auch die Seestädter profitieren, die einen weiteren, stabilen Pfeiler in ihr Abwehrsystem setzen wollen. Sowohl Hauke Hasselbring wie auch Alfred Prey sind fest davon überzeugt, hier den richten Mann gefunden und verpflichtet zu haben. 

Nach seinem Auftritt bei den Steelheads, mit einem Kurzgastspiel bei den Abbotsford Heat in der AHL, wechselte er zu den Utah Grizzlies und ein Jahr später zu den Toledo Walleyes. Nach erneut guten Leistungen wurde nun auch die AHL auf ihn aufmerksam und mit einem Einjahresvertrag ausgestattet, wechselte er zu Beginn der Spielzeit 13/14 nach Neufundland, wo er für die St Johns IceCaps auf dem Eis stand. Danach zog es den Verteidiger aber wieder zurück nach Toledo. Die 300 000 Einwohnerstadt südlich des Eriesees hat es dem mittlerweile 27jährigen Defensivspezialisten angetan.

Besonders in der gerade abgelaufenen Spielzeit wusste Lampl dort erneut zu überzeugen, wurde zum Verteidiger des Monats gewählt und im letzten Monat mit der Trophy des „Performer oft he month“ geehrt. Ehrungen die den Spieler aber nicht viel bedeuten, da er, wie er selbst sagt, ein absoluter Teamplayer sei.

Als ein solcher soll er in der neuen Saison mit der Rückennummer 32 nun auch für die Fischtown Pinguins  auflaufen und mithelfen, dem Abwehrverbund der Seestädter die wie gewohnte Stabilität verleihen.

Lampl, der aufgrund seiner Vorfahren zwei Pässe besitzt, wird Ende Juli zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern in der Seestadt eintreffen. Mit Sicherheit, davon sind Hauke Hasselbring und Alfred Prey überzeugt, wird er in der neuen Saison zu den Publikumslieblingen am Wilhelm-Kaisen-Platz zählen.


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