Wild Wings: Zitterpartie mit glücklichem Ende

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4039 Zuschauer waren am Sonntagnachmittag ins Schwenninger Bauchenbergstadion gekommen, um nach dem Weihnachtstrubel endlich wieder einmal Eishockey zu sehen. Und der Rekordkulisse wurde einiges geboten: 65 Minuten Netto-Spielzeit (inklusive Verlängerung), einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt und dann auch noch Penalty-Schießen. Und zum krönenden Abschluss dann auch noch den richtigen Sieger: die Wild Wings gewannen mit 5:4 nach Penalty-Schießen.



Im ersten Drittel sahen die Zuschauer ein eher ruhiges Zweitliga-Spiel mit wenigen Chancen auf beiden Seiten, auch wenn Straubing bereits in der zweiten Minute am Schwenninger Pfosten scheiterten. In der sechsten Minute fiel dann das erste Tor. Nach gewonnenem Bully von Oliver Hackert zog Sana Hassan von der blauen Linie ab und überwand Mika Pietilä zur Schwenninger Führung. Auch danach plätscherte das Spiel weiter vor sich hin, genau so überraschend wie die Führung schafften die Tigers den Ausgleich, Max Kaltenhauser erzielte das 1:1. Danach hatten die Wild Wings durch Michael Müller und Sana Hassan noch gute Chancen, den SERC wieder in Führung zu bringen, trafen aber nicht ins Tor.



Im zweiten Drittel kamen die Straubinger nach verhaltenem Beginn ab der 26. Minute besser ins Spiel, Michail Kozhevnikov traf aber nur den Pfosten. Besser machte es nur eine Zeigerumdrehung später Stefan Endraß, der Marko Suvelo zum 2:1 überwand. Nun war Straubing überlegen und drängte auf das 3:1. Hoffnung für die Wild Wings gab es, als auf Straubinger Seite Vitali Janke auf die Strafbank musste. Doch anstatt dem ersehnten Ausgleich schafften die Tigers sogar das 3:1. Vorne vergab Wally Schreiber knapp und Pietilä passte auf Norman Batherson, der allein enteilte und Marko Suvelo überwand. Batherson überlief dabei Eric Long, der nach mehr als zwei Minuten Eiszeit am Stück zu platt war, um dem schnellen Stürmer Paroli bieten zu können. In der 38. Minute hatten die Wild Wings dann die Chance, ein zweiminütiges 5:3-Powerplay zu spielen. Erst foulte Janke Brad Rooney und dann war es erneut Jan Schinköthe, der zum wiederholten Male mit Provokationen gegen Steve Rymsha auffiel und vom Schiedsrichter Hascher endlich einmal alleine auf die Strafbank geschickt wurden. Und diese doppelte Überzahl nutzten die Wild Wings zum Ausgleich. Erst packte Eric Long seinen Hammer aus und drosch den Puck ins linke obere Toreck und danach war es Sandy Moger, der dann bei 5:4-Powerplay in der 40. Minute das 3:3 erzielte.



Richtig »beliebt« machten sich die Fans der Straubing Tigers dann in der Drittelpause, als erst ein Scheck des Fürstenberg’s Irish Pub in Villingen über 1.000 Euro an den Verein »Goals for Kids« überreicht wurde und dann noch Trikots für den gleichen guten Zweck verlost wurden. Die »Fans« der Straubinger quittierten diese Aktion für einen guten Zweck mit »Aufhören, Aufhören«-Rufe, womit sie dem Ruf der fairen Eishockeyfans wahrlich keine Ehre machten.



Im letzten Drittel wurde dann wieder Eishockey gespielt und in der 43. Minute hatte Jens Stramkowski dann die große Chance zur Führung auf dem Schläger, brachte den Puck aber nicht unter Kontrolle. Jetzt war Schwenningen die bessere Mannschaft und spielte einige sehr gute Wechsel, allerdings noch ohne zählbaren Erfolg. Vor allem Brad Rooney und Steve Rymsha sorgten für mächtig Betrieb vor dem Straubinger Tor. Ab der 54. Minute beruhigte sich das Spiel dann wieder etwas und beide Mannschaften waren zuallererst darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Zittern hieß es dann fünf Minuten vor Schluss, als Sandy Moger auf die Strafbank musste und prompt erzielten die Tigers dann auch das 4:3. Den ersten Schuss konnte Marko Suvelo noch abwehren, gegen den Nachschuss von Norman Batherson war er dann aber machtlos. Doch der »Sünder« rächte sich auf seine Art. Erst ließ er hinter dem Tor die komplette Straubinger Hintermannschaft alt aussehen und überwand Pietilä dann im Nachschuss zum hoch verdienten Ausgleich. Bei diesem Spielstand blieb es dann bis zum Ende der regulären Spielzeit, so dass nun die Verlängerung anstand. Und auch da blieb es spannend. Gleich nach Wiederanpfiff mussten die Wild Wings eine Strafzeit überstehen, Danny Nowak musste raus. Doch mit gutem Unterzahlspiel schaffte es der SERC, die Strafe unbeschadet zu überstehen und hatte im Anschluss daran selbst Gelegenheit, in nummerischer Überzahl die Entscheidung zu erzwingen, Osterloh musste für zwei Minuten raus und auch Jan Schinköthe machte zum wiederholten Male Bekanntschaft mit der Strafbank, er wurde vom Schiedsrichter für zehn Minuten raus geschickt. Doch auch Straubing überstand diese Unterzahlsituation, so dass es nun auch noch zum Penalty-Schießen kam. Und hier behielten die Wild Wings die Oberhand. Für den SERC trafen Wally Schreiber, Eric Long und Steve Rymsha, während bei den Tigers nur Norman Batherson und Andreas Lupzig erfolgreich waren. (serc.de)


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