Wiedererstarkte Eisbären kein Problem für Huskies

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Drei Spiele vor der

entscheidenden Saisonphase gaben die Huskies sich auch im vorletzten Heimspiel

gegen die wiedererstarkten Eisbären aus Regensburg keine Blöße und gewannen mit

2:1 (1:1; 1:0; 0:0). Ein drittes Tor aber hätte dem Spitzenreiter vielleicht

gut getan.

Der erste Spielabschnitt

gehörte überraschenderweise den Gästen aus Regensburg, auch, wenn Thomas

Pielmeier die Huskies in der 5. Spielminute durch einen cleveren Schuss mit 1:0

in Führung bringen konnte. Immer wieder kamen die Regensburger vor das Tor von

Marek Mastic, der zum ersten Mal ein Heimspiel für den Tabellenführer

absolvierte und eine bravouröse Leistung zeigte. „Marek hatte einige Big Saves,

aber ich bin schon seit seinem ersten Tag hier in Kassel mit ihm zufrieden“,

meinte auch Stéphane Richer nach dem Spiel. In der 16. Minute war aber auch

Mastic geschlagen, als Andreas Driendl abzog und die Scheibe vollkommen

verdient zum 1:1-Ausgleich ins rechte Eck schoss.

Im zweiten Drittel kamen

die Huskies besser aus der Kabine, brachten sich aber durch einige Strafen

selbst um die Möglichkeit zum Torschuss. Das Penalty-Killing des Spitzenreiters

funktionierte aber geradezu optimal; kaum einmal ließen die Huskies die fünf

Regensburger in Aufstellung kommen. Zu diesem Zeitpunkt machten sich auch die

3345 Zuschauer in der Kasseler Eissporthalle bemerkbar und feuerten ihr Team an.

Als Saggau clever eine Strafe gegen Driendl rausholte und die Regensburger

wegen zu vieler Spieler nur noch mit drei Mann spielten, scheiterte Bannister erst

noch mit einem zu zaghaften Schlagschuss, Goalgetter McNeil zeigte aber wenig

später seine Qualitäten von der blauen Linie: Der Kanadier schlenzt die Scheibe

geradezu vor das Tor von Patrick Couture, Mike Pellegrims steht goldrichtig und

fälscht zum 2:1 ab (34.).

Im letzten Abschnitt

hatten die arg von Ausfällen gebeutelten Regensburger, die nur mit vier

Verteidigern angetreten waren, den Huskies nicht mehr viel entgegenzusetzen. Immer

wieder kamen Kosick, McNeil, Del Monte oder Boisvert gefährlich vor das

Gästetor. Zählbares sprang dabei allerdings nicht mehr heraus, weil Regensburg

weiter engagiert dagegen hielt und Kassel nicht mit der letzten Konsequenz

spielte. So musste der Spitzenreiter am Ende noch einmal kurz zittern, als die

Eisbären mit sechs gegen vier Feldspielern noch einmal alles versuchten.

Die erste Drittelpause

der Partie nutzten Rainer Lippe und Dennis Rossing, um ein Zeichen zu setzen.

Der Eigner der Huskies und der potentielle Multihallen-Investor präsentierten

sich den Fans auf dem Eis und bekräftigten noch einmal ihre Standpunkte zur

Hallensituation bei den Huskies. „Herr Rossing hat alle Punkte erfüllt, die

Kimm fordert und hat uns wieder einmal versichert, dass er das Projekt

durchziehen will, weil er sieht, wie notwendig die Halle für die Region ist“,

versicherte Lippe. Am Montag dann, soll ein finales Gespräch zwischen Rossing

und Kimm stattfinden. Lippe: „Dann wird sich’s zeigen.“

Stimmen zum Spiel:

Igor Pavlov, Trainer

Eisbären Regensburg:
„Ich denke wir haben heute eine klare

Überlegenheit der Kasseler gesehen. In der Offensive hatten sie sehr viele

Gelegenheiten, wir waren ständig im eigenen Drittel beschäftigt. Da haben wir

sehr viel Kraft gelassen, die und dann im Angriff gefehlt hat. Ansonsten habe

ich aber wieder sehr viel Herz für Eishockey, Kampf- und Teamgeist von meiner

Mannschaft gesehen. Leider hat die Überzahl heute überhaupt nicht funktioniert.

Wir waren einfach zu müde; es sind momentan einfach zu viele Verletzte und Kranke,

das geht auf die Substanz. Den Huskies wünsche ich ein gutes Saisonende und den

Aufstieg – sie haben es sich verdient.“

 

Stéphane Richer, Trainer

Kassel Huskies:
„Meinen Respekt an die

Regensburger Mannschaft, sie haben heute Abend im Kampf um Platz zehn alles

gegeben. Für meine Jungs war das Spiel heute ein Charaktertest und ich bin

zufrieden. Im ersten Drittel war Regensburg die bessere Mannschaft, im zweiten

und dritten Drittel haben wir dann eine bessere Leistung  gebracht. Es ist momentan nicht auch nicht

einfach für uns: Wir sind Erster, alle anderen Teams, gegen die wir spielen,

haben noch Ziele, unser Ziel fängt erst in zwei Wochen an. Mir gefällt im

Moment besonders die Defensive: In den sieben Spielen nach der Pause haben wir

nur acht Tore kassiert; noch dazu ist das Unterzahlspiel überragend. Das ist

wichtig, denn: Defense wins championships. Auch die vierte Reihe hat heute sehr

gute Arbeit geleistet. Jedes Mal, wenn sie auf dem Eis waren, haben die Jungs

Druck gemacht und gut offensiv gearbeitet – das ist ein großes Plus für die

Play-Offs.“

 

Leona Malorny

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