Wieder mal ein Spiel gedreht, aber diesmal lachen die FalkenHeilbronner Falken

Wieder mal ein Spiel gedreht, aber diesmal lachen die FalkenWieder mal ein Spiel gedreht, aber diesmal lachen die Falken
Lesedauer: ca. 3 Minuten

„Jetzt wollen und werden wir auch die Serie drehen!“ Nach diesem ersten Sieg in der Play-Down-Serie der Heilbronner Falken gegen den ESV Kaufbeuren gab sich der Siegtorschütze Adriano Carciola selbstbewusst. Dabei fing das Spiel für die Unterländer nicht wirklich gut an. Bereits nach sieben Minuten führten die Gäste aus dem Allgäu mit 2:0 und standen zu diesem Zeitpunkt als Teilnehmer der DEL-2-Saison 2014/2015 fest. Doch am Ende jubelten erstmalig die Käthchenstädter.

Es war gewiss kein hochkarätiges Spiel, was den 1.105 Zuschauern geboten wurde. Das Spiel lebte eindeutig von der Spannung. Nicht „siegen oder fliegen“, sondern „siegen oder Relegation“ hieß es erstmalig in dieser Saison. Man merkte den Falken an, dass sie die Ernsthaftigkeit dieses Spiels verinnerlicht hatten. Zwar boten sie wieder einmal einige Nachlässigkeiten im Spielaufbau und gaben den Puck im gegnerischen Drittel viel zu schnell her, aber der Kampf und der Wille war spürbar. Zweimal konnten die Mannen von Falken-Coach Igor Pavlov das Spiel drehen, der zwischenzeitliche Ausgleich 42 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit war nicht der Serien-K.O. der Falken -hatten sie doch die letzten beide Spiele in der Verlängerung verloren-, sondern vielleicht der endgültige Wachmacher kurz vor Ende, kurz vor der Relegation.

Die nur 29 Sekunden dauernde Verlängerung ließ erkennen, dass diese Mannschaft will. Diese Mannschaft will siegen, will den Klassenerhalt in den Play-Downs und nicht erst in der Relegation erreichen. „Jetzt wollen wir den Zug zum Laufen bringen. Wir haben nichts mehr zu verlieren, wir mussten heute und müssen weiter gewinnen,“ gab sich auch der junge Verteidiger Steven Bär nach der Schlusssirene selbstbewusst und kampfbereit. Das gestrige Spiel machte deutlich, dass die Falken noch leben und alle Spieler ihre Fans beim Wort genommen haben und hoffentlich auch weiterhin beim Wort nehmen werden. Seit Wochen nämlich hallt es  „Kämpfen bis zum Ende!“ durch die Kolbenschmidt Arena.

Gestern war es vielleicht der Start für eine Aufholjagd, die die Falken mit umgekehrten Vorzeichen bereits vor zwei Jahren erlebten. Damals führten sie im Viertelfinale mit 3:0 Siegen gegen die Towerstars aus Ravensburg. Damals zeigten die Ravensburger Moral, Einsatz und Wille und drehten die fast schon verlorene Serie um.

Drei von vier Spielen wurden in der Overtime entschieden. Alle Spiele endeten mit einem einzigen Tor Unterschied. Am Freitag geht es in die nächste spannungsgeladene Runde und gewiss haben sich alle Heilbronner den Sonntagabend freigehalten um im etwaig sechsten Spiel ihre Mannschaft zu unterstützen. Manch einer hat schon die Teilnahme an einem Fußballturnier abgesagt, da er in die Eishalle gehen wird...

„Falken geben niemals auf!“ Den Fans ist es zu wünschen, dass auch dieser Schlachtruf bis in die Kabine vorgedrungen ist.

Statistik:

0:1     5.       Markku Tähtinen (Alexander Thiel, Christof Aßner

0:2     7.       Sami Ryhänen (Max Schmidle, Michael Kreitl)

1:2     26.     Michael Hackert (Alexander Ackermann, Mike Card) -PP-

2:2     41.     Michael Hackert (Moritz Muth)

3:2     45.     Adriano Carciola (Alexander Ackermann, Mike Card)

3:3     50.     Michael Kreitl (Sami Ryhänen, Maury Edwards)

4:3     56.     P.J. Fenton (Adriano Carciola, Brady Leisenring)

4:4     60.     Maury Edwards (Sami Ryhänen, Stephen Schultz) -sechster Feldspieler-

5:4     61.     Adriano Carciola (Michael Hackert)

Strafen:       Heilbronner Falken: 6 Minuten

                   ESV Kaufbeuren: 34 Minuten

Zuschauer:    1.105

Schiedsrichter:       Sascha Westrich

DEL2 Hauptrunde

Freitag 20.09.2019
EC Bad Nauheim Bad Nauheim
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Löwen Frankfurt Frankfurt
Kassel Huskies Kassel
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Eispiraten Crimmitschau Crimmitschau
Dresdner Eislöwen Dresden
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ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
Lausitzer Füchse Weißwasser
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Tölzer Löwen Bad Tölz
Ravensburg Towerstars Ravensburg
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SC Bietigheim Steelers Bietigheim
EHC Bayreuth Bayreuth
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EHC Freiburg Freiburg
Heilbronner Falken Heilbronn
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EV Landshut Landshut
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