Wer holt sich den ersten Match-Puck?ESVK besiegt HEC

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Und so wurden nach nunmehr vier Spielen aus der ursprünglichen Best-off-Seven Serie erst eine Best-of-Five und nun schließlich eine Best-off-Three Serie. „Es war ein nervlich strapazierendes Spiel für uns", sagte ESVK-Coach Toni Krinner nach dem Sieg seiner Mannschaft. „Den Druck auswärts gewinnen zu müssen haben wir nun wieder an Heilbronn abgegeben. Heute war es eine Topreaktion meiner Mannschaft, in Unterzahl und Powerplay haben sie okay gespielt."

Die Führung der Gäste durch Josh Burnell (8.) hielt nicht lange an. Wenige Minuten später glich Carsten Gosdeck zum 1:1 aus. Nach 204 Minuten war dies das erste Heimtor dieser Abstiegsserie! In der 23. Minute mussten die Falken wegen zu vieler Spieler auf dem Eis in Unterzahl ran. Eine vieldiskutierte Strafe unter den 1.741 Zuschauern. Die meisten sahen hier kein Vergehen der Falken und das Powerplay somit unberechtigt. Daniel Menge nutzte die sich bietende Chance und brachte die Allgäuer abermals in Führung. Die Falken, wieder komplett, antworteten prompt. Maximilian Faber spielte auf Adam Brace, der gekonnt die Scheibe im Tor platzierte (26.). Das dritte Powerplay in diesem Spiel nutzen die Gäste zur erneuten Führung. Diesmal war es Daniel Oppolzer, der traf (32.).

Bis zur 53. Minute passierte nicht viel. Das Spiel lebte mehr von seiner Spannung, denn von hochwertigem Eishockey. In dieser besagten 53. Minute musste Heilbronns Aziz Baazzi mit einer fünf + Spieldauerdisziplinarstrafe das Eis verlassen. Er hatte seinen Gegenspieler in die Banden gecheck. Da sich der Kaufbeurer bei dieser Aktion verletzte, eine folgerichtige Entscheidung der Schiedsrichter Lasse Kopitz und Eric Daniels. Nachdem auch Adam Brace in die Kühlbox musste, er erhielt zwei Minuten wegen Hakens, fanden sich die Gäste in die doppelter Überzahl wieder. Die Falken spielten ihre numerische Unterzahl sehr gut, mussten dennoch sieben Sekunden vor Ablauf der ersten Strafe das 2:4 hinnehmen. Chris St. Jacques stand goldrichtig und versenkte einen Rebound. Fabian Dahlem ging früh volles Risiko und nahm seinen Torhüter Eric Hartzell vom Eis. Da zu diesem Zeitpunkt Marco Schütz auf der Strafbank saß, fanden sich die Falken jedoch nur mit fünf Feldspielern auf dem Eis wieder. Florian Thomas nutzte dies und stellte durch seinen Treffer ins verwaiste Tor den Spielstand auf 2:5. Hartzells kam zurück ins Tor, Schütz hingegen musste eine weitere Strafe absitzen. Er hatte eine 2+2 Strafe erhalten. Auch diese Überzahl nutzen die Gäste und kamen durch Michael Baindl zum 2:6.

Nun steht wieder alles auf null! Eine Mannschaft muss aus den letzten drei Spielen zwei Siege holen um die Klasse zu halten. Der vermeintliche Vorteil liegt nun beim ESV Kaufbeuren. Doch in dieser Serie von einem Vorteil für ein Team zu sprechen scheint eigentlich vermessen. Vier Spiele gab es, vier Mal siegte der Gast. Mit diesem Verlauf haben nur wenige gerechnet und somit sollte man sich hüten, ein Team in die Favoritenrolle zu bringen. Die 2:6 Niederlage sitzt bestimmt tief in den Knochen der Unterländer. Erneut vergaben sie die Chance, durch einen Heimsieg den zuvor erzielten Auswärtssieg zu veredeln. Doch gerade diese hohe Niederlage kann gut sein. Am Sonntagabend spielten die Falken schlecht. Sie spielten wie ein Absteiger. Wahrscheinlich braucht es nicht viele Worte von Fabian Dahlem. Sein Team wird erkennen, dass eine Leistung wie jene am Sonntag nicht ausreichen wird, um in der DEL2 zu bleiben. Der erste Fluch ist gebrochen: Das Heimteam hat einen Treffer erzielt. Die Falken werden hoffen und alles dafür tun, dass der zweite Fluch, nämlich jener, dass das Heimteam nicht gewinnen kann, auch am Dienstag anhält. So oder so, das sechste Spiel am Freitag in Heilbronn wird ein Match-Puck-Spiel. Ein Team wird einen Sieg vom Klassenerhalt entfernt sein. Das andere Team wird ums Überleben kämpfen. Ein Satz fiel am Sonntag mehrfach rund um das Eis der Kolbenschmidt Arena: „Drinbleiben ist einfacher, als direkt wieder aufsteigen!“


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