Weiden: Zwei Schweden kommen, Blaha geht - Lang im Tor

Weiden: Zwei Schweden kommen, Blaha geht - Lang im TorWeiden: Zwei Schweden kommen, Blaha geht - Lang im Tor
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Am Rande eines Fanstammtisches, den die Blue Devils Weiden am Montag durchgeführt haben, wurden die Namen zweier Neuzugänge vermeldet.

Dabei handelt es sich um die beiden Schweden Stefan Keski-Kungas und Daniel Ström.

Daniel Ström spielte in der vergangenen Saison in der zweithöchsten schwedischen Liga bei Skellefteå AIK, wo er seit 2001 unter Vertrag steht. In der vergangenen Saison wurde er mit seinem Club in der starken zweihöchsten schwedischen Liga nach der Hauptrunde Erster, um dann in der folgenden Aufstiegsrunde zur schwedischen Eliteliga "Superallsvenskan" auf Rang 3 zu landen. Gerade von den Plus-Minus-Werten gesehen, die für Verteidiger fast wichtiger als reine Scorerpunkte sind, war Ström, der am 06.05.80 geboren wurde und bei einer Größe von 1,82 m 85 kg auf die Waage bringt, ein absoluter Topmann. 2003 war er der beste Plus-Minus-Spieler der gesamten Aufstiegsrunde zur schwedischen Eliteliga. Eigentlich hätte der Schwede bei seinem Club noch die Option auf eine weitere Saison gehabt, doch nachdem der Manager von Skellefteå einige Leistungsträger "auswechseln" wollte und einige Spieler den Verein nach dieser Saison verließen, suchte auch Ström eine neue Herausforderung im Ausland. Vorstand Jürgen Lehner dachte auch schon bei der Vorstellung daran, dass der Spieler vielleicht nur eine Saison in Weiden bleiben wird, da er seiner Meinung nach sehr stark einzuschätzen ist.



Der zweite "Wikinger" hat den doch etwas kuriosen Namen Stefan Keski-Kungas, ist 28 Jahre alt (geboren am 06.08.75), 1,81m groß und 83 kg schwer. Keski-Kungas hat finnische Vorfahren, einen schwedischen Pass und agierte die vergangenen Spielzeiten in Norwegen. In der durchaus als stark einzuschätzenden norwegischen Eliteliga (höchste Liga des Landes) war er vergangene Saison bei den Bergen Flyers unter Vertrag, wo er in 43 Spielen vier Tore und acht Vorlagen bei 38 Strafminuten machte. Keski-Kungas spielt nun schon die fünfte Saison in Norwegen bei verschiedenen Klubs und war auch schon in Frankreich und Nordamerika kurzeitig unterwegs. Hauptgrund für die Verpflichtung von Keski-Kungas war die Tatsache, dass er von Beobachtern der Szene als sehr mannschaftsdienlicher und lauffreudiger Spieler beschrieben wird, der sich sehr gut in eine Mannschaft integrieren kann. Von der Spielweise her soll er mit einem Jan Penk vergleichbar sein. In früheren Jahren war der Verteidiger auch schon drei Jahre Mannschaftskollege von Calle Johansson und dort punktemäßig (auch wenn das nicht viel aussagt) immer besser als Johansson.



Neben den beiden Neuzugängen gab es dann auch noch weitere Infos zur Zusammensetzung des neuen Kaders für die Saison 2004/2005:

Im Tor werden die jungen Torhüter Benjamin Grunwald und Oliver Engmann zusammen mit Christian Meiler sozusagen zur Verfügung stehen. Spielen soll aber ein weiterer Neuzugang. Lukas Lang heißt der Torwart und der ist seines Zeichens Juniorennationaltorwart und Sohn des überaus bekannten tschechischen "Hexers" Karel Lang. Lang wurde in Nürnberg ausgebildet, sammelte dann vergangene Saison bei den Eisbären Berlin Juniors Spielpraxis, wo er in der Regionalliga Nordost zu den besten drei Goalies gewählt wurde. Lang wird vermutlich zumindest 10 Spiele für die Nürnberg Icetigers machen und soll per Förderlizenz dann 20 mal das Tor in Weiden hüten. Unter der Woche wird Lang bei den Icetigers trainieren. Wenn Lang in Weiden weilt, dann wird vermutlich entweder Christian Meiler oder auch Benjamin Grunwald per Förderlizenz bei den Nürnberg Icetigers in der DEL auf der Bank Platz nehmen, falls die nicht noch einen dritten Goalie verpflichten. Doch dies muss erst alles noch von den Ice Tigers abgesegnet werden. Jürgen Lehner betonte ausdrücklich, dass die Blue Devils hier ein gewisses Risiko eingehen einem 18-jährigen jungen deutschen Goalie diese Chance einzuräumen. Experten halten Lang für eines der größten Talente in Deutschland. Man wird aber abwarten müssen, ob dies schon für die 2. Bundesliga reichen wird. Deshalb ist es wichtig noch einen erfahrenen Mann zu verpflichten. Erster Ansprechpartner für Lehner ist hier natürlich Reinhard Haider, der auch schon positiv reagiert hat. Lehner sprach Haider das Vertrauen aus, der in der vergangenen Saison zuerst den bekannten Achillessehnenabriss hatte und dann die kompletten letzten Spiele inklusive Abstiegsrunde mit einer Knieverletzung spielte, was aber geheim gehalten wurde. Falls mit Haider keine Einigung erzielt werden kann, wäre auch durchaus Martti Hirvonen noch ein Kandidat für diese wichtige Position.



In der Verteidigung plant Lehner mit acht Spielern. Jan Penk, Roman Göldner, Michael Höck und Florian Ondruschka standen bereits fest. Gerade von Höck und Ondruschka (letzterer gilt das der beste Spieler seines Jahrgangs in Deutschland) erwartet man sich eine ähnliche Entwicklung wie von Bene Schopper in der vergangenen Saison. Betont wurde nochmals ausdrücklich, dass mit Ondruschka, der ebenfalls eine Förderlizenz in Nürnberg erhält, bereits im Februar eine Einigung erzielt worden ist. Ondruschka ist noch Schüler und kann so seine schulische Ausbildung an gewohnter Stelle weiterführen und die Nürnberg Icetigers haben somit ihr Ziel optimal erreicht Ondruschka in der 2. Bundesliga Spielpraxis sammeln zu lassen. In ein bis zwei Jahren wird der Selber dann auch sicher seine Chance beim DEL-Team der Icetigers bekommen. Wenn man nun die beiden schwedischen Neuzugänge dazurechnet, kommt man auf sechs Spieler, fehlen also noch zwei in der Planung. Einer davon wird wohl Alex Herbst sein, von dem eigentlich nur noch die Unterschrift unter dem Vertrag fehlt. Trainer Sulak war durchaus mit Herbst zufrieden und er soll einen jungen Spieler im dritten oder vierten Block führen. Für die achte Position verhandeln die Devils noch mit einem deutschen Spieler, der vergangene Saison in der 2. Bundesliga gespielt hat und man ist guter Dinge den Mann auch in den nächsten Tagen, bzw. Wochen als Neuzugang vermelden zu können.



Das heißt dann aber auch es gibt zwei weitere Abgänge zu vermelden in der Verteidigung. Jason Mansoff wird die Devils nach einem Kurzgastspiel verlassen (die beiden Schweden sollen stärker als Mansoff sein, deshalb die Entscheidung) und auch Norbert Gerber wird sich nach einem neuen Club umschauen müssen, da er sich einfach in der 2. Bundesliga aus verschiedenen Gründen nicht behaupten konnte.



Im Sturm wurde bekannt, dass Michal Piskor den Blue Devils erhalten bleiben wird. Piskor hat Vorstandschaft und Trainer auch in der 2. Bundesliga mit seiner Spielweise überzeugt und wird in der kommenden Saison vermutlich als Center zwei deutsche Spieler gut in Szene setzen. Die beiden verbleibenden Ausländerplätze werden mit einem Center und einem Außenstürmer belegt. Mit einem schwedischen Center, der aus dem selben Ort wie Conny Strömberg stammt und im selben Jahr wie Conny geboren ist, soll man schon fast eine Einigung erzielt haben und auch auf der Außenstürmerposition gibts schon einige Kandidaten.



Das bedeutet aber auch ganz klar: Milan Blaha wird die Devils nach vier unvergesslichen Jahren verlassen. Jürgen Lehner stellte nocheinmal klar, dass die Entscheidung sehr schwer fiel und die Devils Blaha viel zu verdanken haben. Er war eine der Hauptfiguren des Aufschwungs der vergangenen Jahre und ohne Milan wären die Blue Devils auch nicht in die 2. Bundesliga aufgestiegen, doch aus sportlichen Gründen musste man nach den Erfahrungen der vergangenen Saison einfach diese Entscheidung treffen.



Ansonsten werden neben den bekannten Neuzugängen Grosch und König und den beiden Ausländern keine Stürmer mehr verpflichtet. Hier sollen die Eigengewächse wie ein Michal Bartosch, ein Thomas Kastner, ein Sebastian Wolsch, ein Daniel Rappl und auch der eine oder andere Juniorenspieler ihre Chance bekommen und nutzen. Bei den Juniorenspielern wurde auch Daniel Feile (in den vergangenen beiden Spielzeiten in der Juniorenbundesliga mit dem EV Füssen), Christian Eyrich oder Sebastian Meindl als mögliche Kandidaten für einen Platz in der ersten Mannschaft genannt. Natürlich setzt man auch auf bewährte Kräfte wie Christian Kinateder, der vermutlich wieder Center spielen wird, oder Stephan Hagn, der ja eine gelungene Saison spielte, bis ihn seine Herzprobleme zurückwarfen. Auch Peter Gruhle, Florian Bartels und Florian Zellner sind wichtige Mosaiksteinchen das Saisonziel "Nichtabstieg" zu erreichen.



Momentan nicht mehr im Kader wird Florian Mayer stehen, der bis Dezember eine Fortbildung in Köln absolvieren wird. Jürgen Lehner betonte aber nochmals, dass Mayer anschließend jederzeit nach Weiden zurückkehren könnte, wenn er nicht anderweitig unterkommt, da die Verantwortlichen mit ihm sehr zufrieden waren.

Apropos Saisonziel, dies formulierte Josef Werner folgendermaßen: Nichtabstieg und 50 Punkte in der Hauptrunde. Vergangene Saison erreichten die Devils gerade einmal 32 Punkte, also ein für Weidener Verhältnisse schon mutiges Saisonziel, wenn man bedenkt das der Etat genauso wie letztes Jahr sein wird.

Ansonsten wurden einige allgemeine Dinge angesprochen, die eigentlich allesamt schon in verschiedenen Pressemitteilugen der letzten Tage bekanntgemacht worden sind. Was nochmals betont werden sollte. Josef Werner gab die Lizenz ohne Auflagen gleich symbolisch an die Weidener Fans weiter, die dies mit ihrer unglaublichen Unterstützung möglich gemacht hatten. Auch im kommenden Jahr ist der Besuch wieder enorm wichtig und deshalb wäre es toll, wenn soviel Dauerkarten wie möglich verkauft werden würden.

Der nächste Fanstammtisch findet übrigens am Sonntag, den 04.07. statt und das Sommerfest am Samstag, den 14.08. Da die Selber Wölfe nicht mehr existieren, suchen die Devils noch einen Gegner für das ausgefallene Vorbereitungsspiel gegen die Wölfe. (bluedevilsfan.de)

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Freitag 13.12.2019
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EV Landshut Landshut
Samstag 14.12.2019
EC Bad Nauheim Bad Nauheim
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Sonntag 15.12.2019
SC Bietigheim Steelers Bietigheim
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Ravensburg Towerstars Ravensburg
Eispiraten Crimmitschau Crimmitschau
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