"Waren nicht die schlechtere Mannschaft"EC Bad Nauheim

 "Waren nicht die schlechtere Mannschaft" "Waren nicht die schlechtere Mannschaft"
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"Wir waren nicht das schlechtere Team, aber Rosenheim hat eine starke und vor allem über die Jahre eingespielte Mannschaft, die uns in zwei Situationen die Gegentreffer beschert hat", sagte EC-Coach Frank Carnevale nach dem Schlusspfiff. Die Roten Teufel gingen mit einer personellen Überraschung in die Partie: im vierten Sturm lief neben Tim May und Daniel Oppolzer zunächst der etatmäßige Verteidiger Alexander Baum auf, während in der Defensive Jan-Niklas Pietsch als sechster Abwehrspieler agierte. EC-Coach Frank Carnevale wollte Rosenheimer, bei denen neben Stephan Gottwald auch Dominic Auger fehlte, mit konsequentem Spiel mit vier Reihen bearbeiten, immerhin konnte sich der Kanadier beim Hinspiel bereits ein vollständiges Bild von der Starbulls-Mannschaft machen. "Ich wollte nicht den Stürmer im vierten Stum permanent wechseln, so dass ich zu dieser Maßnahme griff. Alle haben dies aber sehr gut umgesetzt", so Frank Carnevale. Sein Konzept ging im ersten Abschnitt voll auf: die Gäste waren von Beginn an gut im Spiel und hatten durch Dorr (4.) und Helms (5.) zwei aussichtsreiche Gelegenheiten, die Pasi Häkkinen im Tor der Bayern entschärfte. Die Hausherren hatten einzig in Überzahl in der 12.Minute ihre beste Gelegenheit durch Rohner, doch Thomas Ower war mit einer Glanzparade zur Stelle. In der 15. Minute waren gleich zwei Starbulls in der Kühlbox, Frank Carnevale nahm eine frühe Auszeit, um seine Mannschaft auf das doppelte Überzahlspiel einzustimmen. Viel kam trotz zwei Mann mehr dennoch nicht heraus, erst in der Schlussminute eines kurzweiligen ersten Drittels war Kevin Lavallee noch einmal durch und wurde in höchster Not regelwidrig gestoppt, so dass die Kurstädter nach einem interessanten Drittel beim Zweitplatzierten mit Überzahl in das zweite Drittel starten konnten.

Das Powerplay verpuffte jedoch ohne Zählbares, in der Folgezeit erhöhten die Gastgeber anschließend den Druck in Richtung des Bad Nauheimer Gehäuses. Die Hessen fanden sich immer mehr in der Defensive wieder, was Rosenheims Strakhov in der 24.Minute nach einem Staal-Schuss und einem Rebound zur Starbulls-Führung nutzten konnte. Die Gäste wollten unbedingt im Spiel bleiben und hielten auch in der Folgezeit entsprechend dagegen. Die Hausherren hatten ihre liebe Mühe mit den Gästen, doch es reichte erneut lediglich eine gute Szene ihrer ersten Reihe in der 29.Minute, als Staal am langen Pfosten nach einem Querpass von Renner frei stand und das Hartgummi nur noch zum 2:0 einzuschieben brauchte. Die Roten Teufel steckten aber nicht auf und hielten weiterhin dagegen, es fehlte allerdings auch ein klein wenig das glückliche Momentum, als z.B. Daniel Oppolzer in der 35.Minute nur Millimeter am Tor vorbei zog. Auch ein schneller Vorstoß von Harry Lange endete im Außennetz anstatt im Tor, ein Konter von Dorr entschärfte Rosenheims Goalie Häkkinen nur Sekunden später in höchster Not ebenfalls. Ein EC-Anschlusstreffer war somit im Bereich des Möglichen, gleichzeitig mussten die Gäste aber aufpassen, dass sie bei diesem Offensivdrang nicht ausgekontert würden. Thomas Ower war aber stets zur Stelle und entschärfte alle Schüsse der Bayern, die auf seinen Kasten kamen. Somit ging der zweite Abschnitt schlussendlich an die effekt iver agierenden Starbulls.

Die Gastgeber suchten zu Beginn des letzten Drittels die vermeintliche Entscheidung, doch Thomas Ower hielt seine Mannschaft mit einigen guten Saves im Spiel. Gleichzeitig probierten die Hessen noch einmal alles und versuchten, die Bayern ihrerseits unter Druck zu setzen. Die Hausherren verstanden es aber gut, das Spielgeschehen weitestgehend vom eigenen Tor fernzuhalten. Somit kam man nur spärlich durch die gut gestaffelte SBR-Defensive, währenddessen die Uhr immer weiter herunter lief. In der 55.Minute hatte Jason Pinizzotto schließlich die ganz große Chance auf den Anschluss, sein Rückhandschuss verfehlte erneut nur knapp das Rosenheimer Gehäuse. Am Ende konnten die Hausherren das Resultat über die Zeit bringen, so dass die Roten Teufel aus diesem Wochenende gegen zwei Spitzenteams der Liga mit einem Punkt herauskommen. "Wir hatten im ersten Abschnitt 15:9 Torschüsse sowie anschließend einige Brea ks, machen aber das Tor nicht. Das 1:0 von Rosenheim war ein wenig glücklich und auch danach waren wir durchaus dran an etwas Zählbarem. Das 2:0 war aus meiner Sicht ebenfalls glücklich, denn wir hatten erneut 17 Torschüse im zweiten Drittel, aber Rosenheim hat einen starken Goalie, an dem wir einfach nicht vorbeikamen. Trotzdem war es ein gutes Spiel beider Mannschaften und ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben eine gute Partie abgeliefert", so Frank Carnevale.

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