"War mehr drin für uns heute"Punktgewinn gegen Bietigheim

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"Wenn mir jemand vor dem Spiel ein Punkt aus diesem Spiel angeboten hätte, wäre ich damit wohl zufrieden gewesen. Nach dem Match muss ich aber sagen, dass mehr für uns drin gewesen ist", sagte EC-Coach Petri Kujala nach der Partie.

Die Roten Teufel begannen sehr konzentriert und hatten auch mehr von der Anfangsphase. Zwei Mal Strauch sowie einmal Gerstung prüften in den ersten engagiert vorgetragenen Minuten Andreas Mechel im Tor der Steelers, die dennoch zu jeder Zeit hoch gefährlich nach vorne kombinierten. Die EC-Abwehr hielt die Schwaben bis auf eine Chance von Kelly jedoch weitestgehend fern vom eigenen Tor, in dem mit Mikko Rämö der bekannt sichere Rückhalt stand. Nach einem schnellen Spielzug hatten zunächst Dusan Frosch sowie Dustin Cameron zwei Riesenchancen auf die Führung, der Deutsch-Tscheche traf jedoch nur den Pfosten, während der Kanadier freistehend vor dem Gäste-Gehäuse knapp verzog. Bietigheim zeigte dann seine ganze Klasse: als sie einmal so richtig gefährlich vor das Bad Nauheimer Tor kamen und "Tic Tac Toe" spielten, klingelte es nach einem Schuss von Shawn Weller (11.). Die Roten Teufel zeigten sich aber nicht geschockt und machten weiter Druck in einem sehr guten DEL2-Spiel, das viel Tempo in sich hatte. Als Joel Keussen das Hartgummi in bekannter Manier nach vorne trieb und dem Goalie einen Rebound abverlangen konnte, stand Cameron goldrichtig und netzte zum verdienten 1:1-Pausenstand ein (14.).

Die Hausherren knüpften dort an, wo sie im ersten Abschnitt aufgehört hatten: Helms scheiterte frei im Slot am Goalie (22.), Cameron verfehlte das Gehäuse lediglich um Zentimeter (25.), während Harry Lange gar nur die Latte traf (26.). Die Angriffsbemühungen der tapfer nach vorne spielenden Kurstädter wurden schließlich belohnt: in Überzahl traf Nick Dineen zur verdienten 2:1-Führung in einem sehenswerten Match im Rahmen des Familien-Tages im Colonel-Knight-Stadion. Die Steelers zeigten nun aber ihre ganze Klasse: mit der eigentlich ersten Gelegenheit im Mittelabschnitt traf Fenton gleich in Überzahl zum 2:2 (34.). Wie effektiv die Schwaben agieren, demonstrierten sie mit ihrer zweiten guten Chance: Als eine Strafe gegen die Roten Teufel gerade abgelaufen war, markierte Wrigley das 2:3 (37.), das auch zur zweiten Pause Bestand hatte.

Im letzten Drittel war es klar, dass die Gastgeber mehr aufmachen mussten und damit Konter riskierten. Palka traf nach einem solchen lediglich den Pfosten (48.), Borzeckis Schuss landete in der Fanghand von Rämö (49.). Die Roten Teufel erhöhten nochmal den Druck und forcierten eine Strafzeit gegen die Steelers, die Henri Laurila mit einem satten Blueliner zum 3:3 in die Maschen setzte (54.). Dustin Cameron hatte sogar noch die Möglichkeit auf das 4:3, doch auch Mechel war mit der Fanghand zur Stelle. Es ging schließlich in die Overtime, in der es nur 16 Sekunden dauerte, ehe Just die Scheibe zum Siegtreffer für die Steelers einnetzen konnte.

"Man benötigt bei einer solchen Serie auch ein wenig Glück und dieses hatten wir heute. Bad Nauheim hat stark gespielt und einige Male das offene Tor verfehlt, so dass es auch anders hätte ausgehen können. Insofern bin ich mit den zwei Punkten sehr zufrieden", sagte Bietigheims Coach Kevin Gaudet nach der Partie.

EC Bad Nauheim - Bietigheim Steelers 3:4 n.V. (1:1, 1:2, 1:0)
Tore:
0:1 (10:46) Weller (Kelly, Borzecki)
1:1 (13:35) Cameron (Dineen)
2:1 (27:17) Dineen (Cameron, Laurila) PP1
2:2 (33:19) Fenton (Steingroß, Borzecki) PP1
2:3 (36:46) Wrigley (Pinizzotto, Auger)
3:3 (53:16) Laurila (Dineen, Cameron)
3:4 (60:16) Just (Cabana, Prommersberger)
Strafminuten: ECN 8 / SCB 10
Zuschauer: 2.577

Pressemitteilung EC Bad Nauheim


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